
19.12.2009: 14h - zum podcast |
marlene streeruwitz besucht sms am vilém_flusser_archiv (podcast) | noch einmal schlafen. und dann muss mir marlene beantworten:
"ist 'lassen' ein modalverb?" | zur vorfreude passt auch:
herta müller
eintrag eröffnet: 17.12.2009; 21:58h
NACHTRAG: 00:56h - schlaflos in berlin
nach einem intensiven tag, nach einem intensiven abend mit marianne, martina und /tp... also... ähm... ich dachte eigentlich, dass ich die zeit der halb- und voll strukturierten interviews hinter mir hätte... aber nein... vorbereitung eines total-standardisierten interviews mit
marlene streeruwitz:

sms: "lassen"... ähm. also. schon das buch-cover zeigt ja an, dass du weisst, dass "lassen" kein
WIRKLICHES modal-verb ist... also...
marlene: (...)
sms: du bist in berlin. heute abend
grosses fest für herta müller mit "überraschungsgästinnen"... also...
marlene: (...)
sms:
der raoul aus tirol verabreichte berlin eine lektion posie: "schwarze sonne" ist schrott. "schnee der sonne" ist poesie. meine frage an dich: warum haben wir
fast 200 jahre anti-romantik, aka "aufklärung" gebraucht, um diese wundervolle feststellung nun endlich zu erfühlen?
marlene: (...)
sms: wie wir gestern abend so zusammen sassen... und über
dich und
jelinek und
herta müller und
thürmer-rohr und hallihallo gesprochen haben... ähm... spürt frau eigentlich, dass ihr eine so unglaublich risige druckwelle voraus geht?
marlene: (...)

sms:
"eisen, stein und marmor bricht, bloss das herz der alt68er nicht..." titelte ich einmal einen eintrag in meinen zettelkasten... ganz anders du: du hast dir in deinem blog eine spezielle rechte obere ecke schwarz malen "lassen"... ähm...
marlene: (...)
sms: (unterbricht rüppelhaft): jaja... das habe ich ja schon verlinkt:
Revolution in Zeiten der Effizienzideologie ... ich dachte ja eher an sigmar polke:
"1969: Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen!"
(...)
sms: worüber hast du beim letzten treffen mit
sadie plant gesprochen?
marlene: (...)
sms: jetzt verwirrst du mich... sind es am ende doch die
männer, welchen (virtuelle) weibliche figuren entwickeln, mit denen wir dann die archetypen entwickeln gehen?!?
marlene: (...)
sms:
wir haben gestern mit wolf guenther thiel darüber gerätselt, ob es insbesondere die frauen waren, welche im wechsel des vorletzten jahrhunderts den cyperpunk eingeläutet hätten...
marlene: (...)
sms: du meinst:
ada lovelace?
marlene: (...)
sms: das war
viktor tausk?
marlene: (...)
sms: jaja...
lou andreas-salomé...
marlene: (...)
sms: ist das dein interesse an vilém flusser?
marlene: (...)
(--------)

sms: um zum schluss noch auf die freude unserer bekanntschaft zu kommen:
die landschaft. die liebe. die halbmütterlichkeit. also...
marlene: (...)
(--------)
sms: "kennst du die geschichte von "steve de shazer"?
marlene: ähm...
sms:
insa sparrer erzählt (auf seite 9) die geschichte, dass
steve de shazer in einen raum kam - wohl für einen workshop, odr so. da stand auf einer tafel ein zitat von
h. d. thoreau: "simplify, simplify, simplify"...
marlene: (stille)
sms: da soll steve *strahlend* einen stift in die hand genommen haben und hätte zwei der drei worte durchgestrichen...
marlene: (lacht wild, laut und lange. odr auch nicht.)
sms ruft durch den raum: "ein latte macchiatto für mich, bitte!" - und: "d!a!n!k!k!e, marlene! (...) magst du nachher noch ins
_archiv gehen?!?" | übersicht:
berlin 24.10.2009 - 23.03.2010

