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09.3.2010 der aktuelle stand der textsorten. zz sind es sieben


1 | traum: (auto-)psychoanalyse
2 | meme: sozio-analyse
3 | bekenntnis: reaktion einfordern
4 | märchen: reaktion ausschliessen
5 | drama: (sich bedingende) widersprüche demonstrieren
6 | blitz: erkenntnisse
7 | tabu: vereinbarungen, gesetze

supervision bei bazon brock | dabei fällt auf, dass die unterscheidung psycho:sozio nicht gelöscht worden ist. und das erinnert an frühere beschreibungsversuche im zeitraum 1997 - 2005. selbstverständlich geht es ja gerade darum, die austauschbeziehungen, die kriterien- und machtfragen wiederum ins blickfeld zu bringen. (darum ja auch die ganzen turnübungen!) | der aktuelle stand an den arbeiten von dfdu.org, die arbeit an band 2 | die folgende grafik...


psychoanalyse - sozioanalyse | anpassung - widerstand | meta (dabei ist diese in der vertikalen eingespannt durch "grundwerte" zu denken. zweiteres abgeleitet von "menschlichen bedürfnissen" nach obrecht/staub-bernasconi.) wie auch immer.

übersicht: berlin 24.10.2009 - 29.03.2010

08.3.2010 @WillAtWork i like your profile picture | textsorten sofortiger erkennen

@WillAtWork@sms2sms | idee: jede "textsorte" (in wenigen minuten der besuch in der fu!) hat ein eigenes, kleines profilbild (grösse .ico) ob das was nützen würde? wohl mehr, als ein: textsorte: blitz

gestern offline beim spazieren, stellte ich fest, dass ich die aktuellen sechs textsorten auswendig konnte und auch noch wusste, wofür sie stehen... will sagen: wenn ich einmal etwas auswendig kann, dann meint das: know something by heart. (wow!)

mir fehlt aber aktuell eine 7. textsorte, welche für mich persönlich vielleicht sogar die häufigste ist: "schreiben zum entwickeln" (2do: kreislauf aufzeichnen. integration von sinneseindrücken, alternativen zu explizierungen und linear-kausalen aufreihungen, integration von kommunikativen schlaufen etc.)

übersicht: berlin 24.10.2009 - 29.03.2010

03.3.2010 lesen beim schreiben. schreiben beim lesen. eine gelöschte unterscheidung


links heute morgen: gelöschte unterscheidungenvorfreude aufs gespräch mit katja mruck | was mich angeht: ich habe wohl schon immer geschrieben und gezeichnet beim lesen. ich kann gar nicht anders. irgendwo ensteht immer eine mindmap mit. und wenn es nur darum geht, stichworte zu figuren in einem roman zu sammeln, um mir später ein *bild* über den charakter zu machen. will sagen: gar nix ist zunächst neu. genauso wie wie schon immer menschen in die akadamische bibliothek gegangen sind, um weniger bücher, als viel mehr inhalte zu suchen um diese in andere inhalte umzuschütten. will sagen: nix neues unter der sonne? und siehe: alles ist anders ;-)

übersicht: berlin 24.10.2009 - 29.03.2010

21.2.2010 warum wir neue text- und bildsorten brauchen

textsorte: blitz
klassische textsorten im journalismus:
bericht | schreiben was ist: fakten, die zu thesen passen
kommentar | gedanken, die die fakten umranken
feuilleton | gebildet tun, eingebildet wirken: gespräch mit dr. dirk pilz
quelle: ??? | einführung in den journalismus in drei teilen: wochenkommentare von hanspeter spörri/sri bei rebell.tv
klassische bildsorten im fotojournalismus:
??? portrait | zeigen, wer es wirklich ist. macht zeigen
??? doku | 2010: 20 jahre photoshop als aussagenverstärker
??? reportage | mit mitteln der manipulation manipulationen manipulieren
quelle: ???
was ist passiert, dass wir nach neuen text- und bildsorten suchen?
1. argument: während vorher die trägermaterialien von text und bild (reduktionistisch, zeitökonomisch etc.) mitgeholfen haben zu erahnen, um welche text- und bildsorten es sich handeln könnte, ist mit dem "screen" (podcast: doku vortrag "bildschirmkommunikation", dirk baecker, englisch) eine dramatische irritation eingetreten. plötzlich leuchten alle texte und bilder dekontextualisiert durch ihre trägermaterialien am bildschirm auf. wir wissen nicht mehr, ob wir auf "seite 1" oder "seite 2" oder "der letzten seite" einer zeitung sind...

2. argument

3. argument

und immer so weiter

eintrag in arbeit

übersicht: berlin 24.10.2009 - 23.03.2010

20.2.2010 sehen lernen (5): "sehen für anfängernde: 1. anleitung"

bildsorte: bildersturm | übersicht: serie "sehen lernen" (teil 4) | erste ideen für bildsorten | nach vielen eigenen übungen hier eine erste anleitung: "sehen für anfängernde: 1. anleitung" (gebraucht werden: fotoapparat, gut geeignet: camera am handy):


1. fotografiere was du willst.
2. wenn du dich aber entschieden hast, etwas zu fotografieren, MÜSSEN pro gemachtes bild zwei weitere bilder nach folgender anweisung zusätzlich gemacht werden:
3. das zweite bild ist der präzise "gegenschuss". genau 180 grad in die andere richtung wie die bildachse bei deinem ersten, spontan gewählten bild.
4. achte darauf, ob du dich für das zweite bild links- oder rechtsrum um die eigene körperachse gedreht hast. gehe ca 20 grad zurück (wie du dich gedreht hast) und mache dort dein drittes bild. (achte auch beim dritten bild darauf, dass du kein sujet suchst, sondern einfach entlang deiner ersten körperdrehung entlang zurückgehst und dort noch einmal knippst.)
5. lege die drei bilder so ab, dass du sie immer miteinander siehst (reihung). nenne es "serie der 1. anleitung".

nachtrag: am nächsten morgen ändere ich den titel. es geht ja nicht ums fotografieren, sondern eben ums "sehen" | NACHTRAG: beispiele vom nachmittag des nächsten tages 21.02.2010, 11.30 - 14.00h:


1. serie: 1. bild: investitionsbank berlin. bild 2 und 3:




2. serie: 1. bild: das ist keine kunst. (die ibb umstellt sich selbst mit evidenten bis hyperaffirmativen kunstwerken.) bild 2 und 3:




3. serie: 1. bild: wozu soziologie, wenn es doch werbung gibt? (mehr zu dieser kampa) bild 2 und 3:




4. serie: 1. bild: NSU (vor eternit haus). die religion des kapitalismus. die unsichtbare hand, welche behindert, was zukunftsweisend ist. bild 2 und 3:



übersicht: berlin 24.10.2009 - 23.03.2010

19.2.2010 nachbesprechungen mit onkel bazon


alle einträge von gestern abend | abschriften:

text- und bildsorten (sofortiger) erkennen:
/tp fragt und brock assoziiert. im sinne von: "... ach! das weiss doch jedes kind!" und erfindet dann noch eine 6. textsorte. jene der tabus.
blitz
funktion: aha-erlebnisse ermöglichen, bietet überarraschende einsicht
früher: der witz. (das lachen ist der donner des witzes.)

bekenntnis
funktion: verpflichten auf eine reaktion. das überführen der reaktion ins programm

märchen
funktion: freistellung von memen. experimentelles ausprobieren von gedanklichen verknüpfungen. verlagerung des ganzen ins virtuelle. (vermeidung von reaktion.)

drama
funktion: bewertung
gleichzeitiges eintreffen von unterschiedlichen und gegensätzlichen gefühlen, gedanken, ideen. es ist nicht mehr klar, ob der freund ein feind ist, der feind ein freund. das drama zeigt den konflikt. (kontroverse?)

meme
funktion: herstellen von schnell zugreifbaren zeichenvorräte. (vergl. dawkins zum unterscheid gen vs. meme). meme = bestandteile, welche exo-genetisch vererbt werden. memos = ketten von memen. zb: meme: hakennase, löchriges gebiss, kopftuch, krummer rücken, schwarze katze; (es ist längst klar geworden: "hexe" | wenn es verbunden ist = textsorte märchen)

tabus
funktion: festschreiben von regeln. (autos fahren rechts am strassenrand.)

grundlage abschrift oben
bildsorten:
lexikalisch: definierend
ikonisch: abbildend
symbolisch: verweisend

semantisch? pragmatisch?, syntaktisch?
erkenntis > wissen > information
ohne erkenntnis kein wissen, ohne wissen keine information (nicht umgekehrt!) bsp: hörgerät. dem hörgerät muss "mitgeteilt" werden, was gehört werden will.

zeitlos ist nur der tod | ewiges leben gibts nur, wenn es das leben gibt | tod gibt es nur, wenn es wahrheit gibt

wenn ich etwas falsifiziert habe, ist wahrheit definiert worden

wir sind gezwungen zusammenhänge zu sehen | sinnzwang | der zusammenhang besteht durch die unterscheidbarkeit (gleiche ebene des unterschiedenen beachten!)

reduktion ist zeitökonomisch sinnvoll. bsp: welches sind essbare beeren

entwicklungstufen nach piaget:
7: sms: das denken ist auf konkrete, anschauliche erfahrungen beschränkt
13: bb: pubertät: konflikt zwischen triebe und gesellschaftlichem leben
47: tp: fällt nicht mehr auf die anwendung von 4711 rein

die bedeutung der zahl 4 in der physik. (ernst peter fischer | weiss nicht was BB meinte):
wikipedia (reden über die eingangstüren (max dudler, bzw. gestern abend, 1. bild) umberto eco: archetypen zählen

spencer-brown? wer hats niklas luhmann beigebracht? bb erzählt über begegnungen mit nl. informelle plastik (hartung). experimente von watson/krieg. gestalten = denken. co-evolution. die denkende hand. der träumende auge. das gestaltende hirn. was spencer-brown formalisierte ist für gestalter längst klar:
- ziehe eine horzontale linie (und das blatt ist in zwei hälften unterteilt.)
- nenne die eine hälfte oben. die andere unten.
- ziehe eine vertikale linie.
- nenne die eine hälfte links. die andere rechts.
- re-entry: unterteile eines der entstandandenen quadrate duch eine horizontale linie:
- nenne die eine hälfte oben. die andere unten.
- ziehe eine vertikale linie.
- nenne die eine hälfte links. die andere rechts.
- und immer so weiter.

epilepsie: das hirn schafft es nicht mehr, einzelne regionen unterschiedlich zu takten. epilepsie ist ein gleichschaltungsphänomen.
intelligenz: das rauskommen aus der panik, aus der gleichschaltung.
intelligenz sagt: tue nicht, was dein nachbar tut. epilepsie sagt: wenn du nicht das gleiche tust, wie dein nachbar, findest du dein futter nie.
discordia vs. concordia. disharmonie vs. harmonie
we agree not to agree

empathie: vorausleiden
sympathie: mitleiden

alternative modelle der letzbegründungen
schlossneuhardenberg.de (25.03. - 28.03.10)


bazon brock erklärt spencer-brown (tischserviette) | eintrag in arbeit | übersicht: berlin 24.10.2009 - 23.03.2010

04.2.2010 test mit textsorten "bekenntnisse" und "märchen" eingeführt

textsorte: bekenntnisse | ich nehme nicht an, dass diese zwei ersten textsorten sinnvoll sind. es ist mir bloss aufgefallen, dass ich in der letzten zeit so angefangen habe... darum:

bekenntnisse
- beschreibung: nach lutz von werder wären das wohl "autobiografisches, kreatives schreiben". (aber ich habe ja noch nix gelesen von ihm. trotzdem:) nahe dem freischrieb, wenn auch nicht radikal umgesetzt. es ist ein schreiben, in welchem geschrieben wird, zum schauen, was gedacht wird...
- beispiele:
internet - revival des barocken kontemplierens. oder: denken als überlebender der apokalypse | ...

märchen
- beschreibung: im ggs zu den bekenntnissen, wird jetzt offensiver getestet, wohin bestimmte gedanken / ideen führen. denken in den fluchtpunkt. zuschauen, wie lange ich erzählen kann und es mir dabei selber plausibel bleibt.
- beispiel:
niklas luhmann lesen, wie er geschrieben hat: aus dem zettelkasten heraus | das märchen über den ursprung der architektur | gut/böse? - wahr/falsch! das märchen der aufklärerischen revolution: aufwachen 2.0

blitz
- beschreibung:
- beispiel: heute ändere ich mein leben und mache stur weiter. ganz anders

(sehe beim verlinken, dass... | aber mein cms ist tot | ich geh spazieren ;-)

höre hier auf. macht keinen sinn. (cms plus inhaltliche unsicherheit geben mir den rest...) auf zu zielinskis vorlesung (ab 12.15h). und vorher noch... haha :-| übersicht: berlin 24.10.2009 - 23.03.2010

26.1.2010 heute ändere ich mein leben und mache stur weiter. ganz anders

textsorte: blitz

wie gestern verstanden: oder besser: /tp erklärte mir gestern, warum meine "warnaufdrucke" nicht wirken. (und weil wir mit #dfdu nicht das gleiche wollen, wie lanier will - moralisch argumentieren - muss das irgendwie anders gehen...)

wir sind nie modern gewesen
strategie der revoluzzer
0.0: moralisch
1.0: hyperaffirmativ, darum jetzt:
2.0: kybernetisch

unerwünschte nebenwirkung
0.0: sonnengöttlich
1.0: zuvielisiert, kolonialistisch, darum jetzt:
2.0: zivilisiert, ökologisiert, regionalistisch autark, globalistisch informiert, kulturell heterogen, sozio-strukturell homogen, föderalistisch...

hehe: das wollte ich gar nicht... ich wollte doch was zu "textsorten sofortiger erkennen" machen. himml. also:

mögliche textsorten für einen nicht subtraktionistischen blog (zettelkasten):
1)
feuer: im namen des ärgers, der wut und des heiligen zorns...
luft: freischriebe
wasser: anderes anders denken
erde: analytisch
(zurück ins 16. jahrhundert. und sich dort umschauen, ob wir eine andere abfahrt von der auto(matischen)bahn bekommen. fände ich lustig. "spüre" aber grad nicht, dass die einträge sich so brav an die element halten. odr?)

2)
füsik: das beobachtete ist tot
biologWie: das beobachtete ist lebendig
chemWie: das beobachtete wandelt sich
mateematik: das beobachtete hat einen bezug zur wirklichen wirklichkeit
(das ist hübsch hyperaffirmativ. provoziert alle binde-strichwissenschafter und die knallharten burschen, welche am aussterben sind (wolpert & co) erst recht. haha ;-)

3)
klima_anlage: beobachtete beobachtungen notieren
tele_vision: fernscheinende idee in die nähe zoomen
dran!sparent: implizites explizieren
(die ordnung in magazin.rebell.tv schon im zettelkasten aufnehmen? aber dafür müsste noch einmal stringent vom magazin her gedacht werden.)

1 oder 3? aber ich fürchte, dass sich in vielen einträgen zu vieles mischt. würde mit farbcodes gearbeitet, könnte auch innerhalb von einträgen anpassungen gemacht werden. (würde aber schreibfluss massiv beeinträchtigen. so gesehen...)

andere idee:
der zettelkasten könnte auch hinter ein passwort gelegt werden. und nur wer einen "waffenschein" vorzeigen kann, darf ins lager der (offenbar) hochgradig toxischen, psycho-aktiven substanzen ("ich kümmere mich nicht um die zuschauer, ich will meine eigene droge produzieren", sagt auch christoph schlingensief) :-| NACHTRAG: benchmarking NZZ von heute morgen:


ein wundeschönes beispiel, wie "veränderung" gedüdelt wird, und gar nichts anderes zur darstellung kommt, als die fixierung des bisherigen. eine steile, knicklose linie von links unten nach rechts oben. gerade darum zwinkern wir so verwegen stur weiter: "die form der unruhe" wird für die computerzeit, was die NZZ für die maschinenzeit war ;-) | übersicht: berlin 24.10.2009 - 23.03.2010

13.1.2010 www.twitter.com gibt vor, wie wir einträge abzusetzen haben...


zu facebook von dominik landwehr
(die datei wird direkt von digitalbrainstorming.ch bezogen): landwehr hat einen zum podcast mit nils röller gemacht | besprochene ausstellung: Magnetische Erfahrungen – Kunst begegnet Naturwissenschaft | dominik landwehr und nils röller beim nächsten s.w.i.r. im cabaretvoltaire.ch (ich mache dann dort weiter, wo es hier aufgehört hat. obwohl ich den podcast noch gar nicht gehört habe ;-) | die ausstellung interessiert mich natürlich auch, weil ich ja derzeit als "researcher in residence" im vilém _flusser _archiv an der UDK in berlin bin und jeden donnerstag die performances von prof. dr. siegfried zielinski mitnehmen... (podcast mit ihm im februar. also noch vor seinem vortrag in zürich im rahmen der ausstellung! der geht dann online unter: logo: radio.rebell.tv) | aber hier gehts ja um was anderes:

egal was wir online absetzen - ein eintrag im blog, eine statusmeldung in facebook, einen tweet in twitter (um jetzt mal aufzuzählen, was massenmedial grad so mal erklärt wird) - es geht immer darum, daran zu denken, dass diese einträge via rss - "hyperlinks untergräbt hierarchien" (cluetrain manifesto) "...und rss ist der soziale bagger" (rebell.tv) - sofort weitergejagt werden und in unterschiedlichen oberflächen wieder auftauchen.

facecbook - und noch mehr twitter - sind brutalstmöglichste kurzzeit verarbeitende... wenn ein jemand viele "freunde" hat oder vielen "followed", dann rast innerhalb von wenigen minuten eine statusmeldung, bzw tweet, am bildschirm vorbei. will heissen: wer einträge absetzt sollte darauf achten:

- höchstens 100 zeichen nutzen, damit ein re-tweet funktioniert.
- darin integriert muss die url sein
- nach den 100 zeichen kann der text wechseln und werden wie er will: schön. gross- richtig geschrieben und hallihallo

das gibt dann extrem kryptische texte: eMail? Emaille! - grosser scherz? kleiner scherz! und da werden sich einige suprNerven. (3x raten wer!!!) und wir werden kichern ;-)
die aufklärung wurde mit einer hyperaffirmativen strategie ermöglicht (foucault) | die moderne pulverisieren wir mit einer kybernetischen strategie (flusser)

Die Strategie der grossen Müdigkeit: Nur wer wieder aufstehen will, legts sich schlafen
| Quellenverweise | Wochenkommentare Nr. 50. | 52. | 82. | schluss jetzt... stecke die tage in offline-terminen... | übersicht: berlin 24.10.2009 - 23.03.2010

27.12.2009 spazieren gehen um podcast zu hören: http://trunc.it/4d06c

vorab: schwitters als dadaisten vorstellen ist natürlich schon ziemlich wild. er wäre es gerne gewesen. aber hat ihm nicht der baader eins in die fresse gehauen, wie er unangemeldet aufkreuzte? wie auch immer... danke, herr kurator für die dadalogischen insider-hinweise!
ob es für "spazierengehen um podcast zu hören" ein ein wort gibt. immerhin: wie das wort "flanieren" in die deutsche sprache eingeschoben wurde, hatten die ja noch nicht mal einen walkman©. kurzum... wie wärs mit "podzieren" :-P


aufnahme vom 22.02.2007
| nun: wenn tim pritlove gäste einlädt, dann gibts auch kaum eine andere möglichkeit, als podsieren zu gehen. denn seine interviews dauern länger. mit maha machte er im vergleich schon grad mal einen sprint. kurzum: 1 1/4 stunde. einmal um den erweiterten block. wie auch immer. so hat mich die #26c3 doch noch ausser haus getrieben. (überraschend eigentlich.)
so richtig spannend wird es für mich ab min 45. obwohl schon vorher maha den satz macht: "was der kontext schon hergibt, muss nicht mehr versprachlicht werden." oder erzählt, wie sich sprachwissenschaftler die ursprünge der sprache vorstellen. (bienen sind simpl. affen kompliziert. obwohl die auch insb. etwas zeigen wollen. wenns nah ist, verwerfen sie die hände. später spitzen - die jetzt menschen genannten - sogar noch den mund und sagen dOrt. und wenns nah ist, nutzen (offenbar in den meisten sprachen diese affen) geschlossene laute. etc.) das ist alles ziemlich spannend. aber sehr spannend wird es bei 46.26min:
eine rein logische sprache dürfte das denken nicht beinflusst werden.
tim pritlove muss den satz wieder holen. und wir sind in der nähe - der name fällt nicht - bei benjamin lee whorf | ein beispiel will maha dann bei loglan nicht machen. auch weil die sprache urheberrechtlich geschützt sei! mehr interessiert ihn dann lojban [ˈloʒban] und insb. esperanto | später: "in logik sprechen ist nicht einfach" | etc.

toll wird das gespräch auch dort wieder, wo pritlove die neuen "sprachen" bringt, welche durch die computertechnik aufkommen. hinweis auf: Web Ontology Language | maha macht den vorschlag, dass die unterschiedlichen sprachversionen von wikipedia dazu genutzt werden sollten, zu überprüfen, ob stimmt, dass eine sprache das denken bestimme. (so habe ich das verstanden.) immerhin: jene, welche zugang zu wikipedia haben, machen vermutlich wohl auch in anderen bereichen ähnliche lebenserfahrungen. könnten jetzt bestimmte worte herausgenommen und verglichen werden? etc. oder auch ganz anders: könnte wikipedia dazu benutzt werden, dass computer lernen können, den kontext von sprache besser zu verstehen, bzw. einzuschätzen? (können computer denken?)

oh! jetzt laufen die streams besser. damit wechsle ich um einige monate in die gegenwarte und schliesse diesen eintrag hier... (nachtrag: und wie ichs geschrieben habe (20:23h), beginnt der stream zu holpern :-| übersicht: berlin 24.10.2009 - 23.03.2010
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