zuerst: ich wurde nicht gefragt.
danach: ich hätte abgesagt.
warum?
die entwicklung von portalen - auf allen ebenen! - hat einen ökonomischen hintergrund und wird von üblen werbemultis kontrolliert. die suchmaschinen - von google bis technorati - wirken wie portale. die deeplinks von blog zu blog unterlaufen auch jene strukturen. kurzum: der punkt ist: wir werden gefunden! *DAS* ist ja eben das problem, dass wir gefunden werden. ganz ohne weitere zutaten. DAS ist ja die sensation...
portale und zusammenschlüsse müssen gemacht werden, damit den werbeheinis hohe klickzahlen verklickert werden können. aber das ist eine "lüge". wahr ist, dass die werbeheinis ihre fetten etats mit den fetten zusatzbonis nicht aufgeben wollen. sie kennen bloss die plakate auf den strassen, die zeitung, das fernsehen, die kinos... dort kennen sie sich aus. dort haben sie sich sehr attraktiv verfilzt...
aber irgendwann kommt ein dicker auftraggeber einer werbebude dann schon noch auf die idee, dass das alles gar nicht so lustig ist. wie hat "jörg eugster" einmal bei rebell.tv - übertragung 813 - gesagt:
"aktuell kommt keine werbung ins netz, nicht weil dort die wirkung zu schlecht, sondern zu präzis, gemessen werden kann!"(irgendwie so.) ich vermute, er hat recht.
strang 2:
die unterscheidung "schweiz" ist mir nicht eine unwichtige unterscheidung, aber eine unerwünschte. (zb: swissblogpress! englisch geschrieben und nur die deutschsprachige schweiz meinend. kampf der kulturen auch hier! der stärkere gewinnt? das ist, was wir vor 200 jahren nicht wollten... wie auch immer:) mir gefällt natürlich SEHR, wie durch die zusammenstellung von swissblogpress klar wird, dass bereits heute ganz hervorragende informationen durch blogger zusammengestellt werden. (daten > informationen > wissen ;-) das bringt dieser zusammenschluss tatsächlich. aber warum schweiz? - ich wohne/arbeite ausserhalb des bermuda-dreiecks zureich-admin.chviertel-globalisierungsgeldsauger (zh-be-bs). hier am bodensee schaue über den see hinweg richtung deutschland und lebe mit den vorarlbergern vor dem arlberg. das deutschsprachige quartier der kleinstadt schweiz spüre und lebe ich genug. um berlin und wien muss ich mich aktiv bemühen. meine themen sind auch nur insofern lokal, als ich das global gedachte hier ausprobieren und testen will. oder umgekehrt. ich beobachte und probiere lokal aus und prüfe, ob das beispiel in hamburg oder graz gedacht, noch immer funktionieren täte...
kurzum:
mich würde ein: "welcome to the german-spaking part of europe"-blogpressdingsbums interessieren. ein nischenprogramm für die deutschsprachigen dieser erde... oder auch ein italienisch-französisch-deutschsprachigesblogpress.net... das wäre toll. ein offensives sich-nicht-verstehen und darum ein sich verständigen müssen... das wäre lustig. inhaltlich... aber eben... you know!
kurzum: in swissblogpress.ch arbeiten menschen mit, welche ich wirklich sehr schätze und mir wichtig sind. so wünsche ich ihnen alles geld dieser welt! oder wenigstens so viel, dass ihr engagement einen fairen preis erzielt.
"nieder mit den monopolen. freie sicht aufs mittelmeer!"






Kommentare
1. Swissblogpress ist kein Portal, sondern Zusammenschluss von absolut unabhängigen Mitgliedern. Auch der ökonomischen Hintergrund ist nur optional (für die jenigen Mitglieder, die auch Werbung auf dem Blog wollen. Alle andern (zb. wir) können auch drauf verzichten)
2. Ein "welcome to the german-spaking part of europe"-blogpressdingsbums und ein italienisch-französisch-deutschsprachigesblogpress.net ist jederzeit möglich. Man muss einfach zuerst klein anfangen..
Du kannst dich also nicht so einfach davor drücken weil beider Argument nicht zählen:-),
bis zum nächsten mal. gerne wiederum in berlin ;-)))))
Schlagwortartig möchte ich anfügen: Was swissblogpress macht ist "old world". Hierarchisieren und Ausgrenzen. Letztlich auch viel Verachtung für die kommunen Bloggerinnen und Blogger, die als Ad-Klicker/innen und Commenters dann aber selbstverständlich herzlich willlkommen sind.
All das ist Ende 2006 bereits prä-Dino-Verhalten.
Meine Häme: Wenn diese Leute doch so grossartig qualifiziert sind – warum haben sie dann nicht schon in der analogen Welt Karriere gemacht? So, wie sie sich darstellen, sollte für sie mindestens der Status eines Privatdozenten erreichbar sein, von Chefredaktoren-Posten ganz zu schweigen.