Die Bedrohung der Tageszeitung ist gleichzeitig eine Bedrohung des Journalismus. Seit den 90er-Jahren haben wir erlebt, wie Ertragspotenziale in grossen Medienkonglomeraten durch Verminderung der Qualität erzeugt wurden. Man versuchte aus den grossen Medienzusammenschlüssen für die Aktionäre das Optimale herauszupressen. Das ging allesdas ganze gespräch finde ich bei www.kleinreport.ch nicht. (ich habs im newsletter bekommen via eMail. wie auch immer: mehr & anderes dazu in unserem gespräch mit dr. michael maier (podcast inkl. mehreren stufen der transkription)
zu Lasten der Qualität.
NACHTRAG: sehe erst jetzt das intro:
"Martin Wagner, der neue Verwaltungsratspräsident der Basler Zeitung Medien, äussert sich im Gespräch mit «Werbewoche»-Chefredaktor Pierre C. Meier zu seinen Plänen und zur heutigen Situation der Tagespresse. Der Klein Report veröffentlicht das Interview im Wortlaut und hofft, dass Pierre uns keine Klage androht. Es wäre uns lieber, wenn wir statt vor den Kadi vor die «Kronenhalle»-Bar zitiert würden (siehe andere interessante Interviews im Klein Report)."
HAMMR... wenn gerichtsklagen, dann aber doch bitte gleich richtig. den letzten abschnitt würde ich dann als gegenklage unter dem kapitel ehrverletzung einreichen (hervorhebung durch sms):
WW: Wenn die Wirtschaft nicht anzieht, wird es weiteredas ist wahrlich ein anderes thema. solche leute hocken am drücker? haben die einen waffenschein für den zugang an die massenmedien? oder stellen sie sich bloss dumm? das muss ich doch grad schnell dem tito tettamanti erzählen gehen :-/ und dann noch (in teil 2:)
Sparmassnahmen bei den Medienhäusern geben...
MW: Ja, es wird weitergehen. Es ist ein Trugschluss zu meinen, das Internet habe die Zeitungsszene gekillt. Die Zeitungsszene hat sich selber gekillt durch den Abbau der Qualität. Das Internet hat den ganzen Niedergang nur beschleunigt. Die Ursache liegt darin, dass man den Journalismus nicht mehr als öffentliches Gut angeschaut, sondern ihn aus Profitgier beschädigt hat. Alle meinen, wenn es Print nicht mehr gibt, dann nehme ich meinen Laptop und bekomme die gleichen Inhalte aus dem Internet. Weit gefehlt! Schauen Sie die Bloggerszene an. Es gibt keine ethischen Grundlagen für die Bloggerszene. Wie soll ich denen vertrauen können? Ein weiteres Problem ist die Verlässlichkeit. Ich kann Ihnen ein Lied aus der Filmwelt singen mit der ganzen Hacker-Problematik und den Fragen betreffend den «intellectual properties». Es gibt beispielsweise Leute oder Firmen, die schlechte Inhalte aus Google-Suchresultaten haben. Die beauftragen Hacker, diese Inhalte zu zerstören oder abzuändern. Es gibt also Leute, die in Inhalte eingreifen. Ohne Print habe ich ein grosses Problem mit der Verlässlichkeit und der Glaubwürdigkeit von Informationen. Die ganze Hackerszene ist abgesehen davon auch ein Riesenproblem für das Paywall-System. Wenn ich sage, diese und diese Information kostet dann was, dann geht es genau 24 Stunden, und einer hat das System geknackt. Aber das ist ein anderes Thema.
Für mich ist die Finanzierung des Journalismus über den Internetbereich nicht machbar. Natürlich kann ich gewisse Erträge generieren, aber ich kann nie qualitativ guten Journalismus, der halt etwas kostet, übers Internet finanzieren. Dieses Businessmodell gibt es nicht und wird es nicht geben. Es braucht aber eine Lösung für die digitale Welt. Die Frage ist, wie verknüpfe ich meine Inhalte mit der digitalen Welt, damit das Ganze finanzierbar ist? Da habe ich schlichtweg - wie alle anderen - keine fertige Lösung auf dem Tisch. Wenn ich eine hätte, wäre ich der glücklichste Mensch.das ist ja wirklich lächerlich! da beobachtet der kurator ja mehr als dieser insider! ich sage bloss: michael maier lesen und selber weiter denken! | gute nacht! ich gehe jetzt träumen, wie wir einige leute zum glücklichsten menschen machen können ;-P
berlin 24.10.2009 - 29.03.2010











der "netzökonom" holger schmidt zeigt, was subtraktionistisch bloggen heisst
der deutsche journalisten-verband wünscht sich doch so sehr unsere ganze dankbarkeit...




