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31.8.2010 www.quajou.ch mit der schreibmaschine gegen den computer. für mehr qualität


www.quajou.ch
| sensationell dieses bild auf der homepage der qualitätssichernden im professionellen journalismus. das sagt einfach alles. bzw. daran liesse sich einfach alles weitere zeigen: sprche - dnkn - wrklchkt

demnächst werden freischaffende journalistende ausgezeichnet. kurt imhof wird dann festredner sein. (der link ohne permalink möglichkeit, verlinkt auf 3 fragen/anworten an den medienprofessor. dabei fordert er:
1. Die primären Träger der Publizistik sind neben den öffentlichen Medien die Abonnementszeitungen. Deren Geschäftsmodell funktioniert freilich nicht mehr. Wir müssen zu einem Mediensystem kommen, das durch staatliche und zivilgesellschaftliche Mittel (im Rahmen einer eidgenössischen Stiftung) auf der Basis von Qualitätskriterien guten Journalismus – unabhängig von seinen Plattformen – fördert.

2. Die Selbstkannibalisierung des professionellen Journalismus durch Gratismedien muss on- und offline beendet werden. Auch die Medienkonsumenten müssen lernen, dass guter Journalismus nicht gratis zu haben ist.

3. Es braucht eine unabhängige Medienbeobachtung, die die Qualitätsstandards erarbeitet und prüft, auf deren Basis die Finanzierung eines professionellen Journalismus gesichert werden kann.

Informationen über den Q-Club: www.quajou.ch
leider definiert der professor nie das wort "medien", auch nie das wort "qualität". er verteidigt früher den mumpiz (gem. wikipedia derzeit: "erschreckendes gerüchte", "schwindelhaftes gerede"), dass es "ohne medien keine gesellschaft" geben könne. und immer so weiter... das passt ja prima zu den einträgen in den zettelkasten von heute | sensationell aber, wie der medienprofessor der ta-media vorschreibt, dass sie 20min & co einzustellen hätten. und als ersatz staatliches geld... etc. etc.


das ist echt zum davon laufen. ich beginne langsam die koffer zu packen ;-)
textsorte: blitz | «die form der unruhe» | achtung: dieser zettelkasten ist KEIN subtraktionsblog | #AIBS

26.8.2010 aufstellung mit 75 repräsentanten: tina piazzi an der arbeit www.rebell.tv www.dfdu.org www.neugieronautik.ch




jenseits der sprache, wissen und verhältnisse zur sprache bringen | übungen zu einem konstellatorischen schreiben | wenn mindmaps im raum ausgelegt werden (passt zu lia perjovschi, welche heute mit adrian notz in zürich war. viele MMS zwischen unseren eigenen eintragen von heute d!a!n!k!e! | zur übersicht: "hommage an aby warburg"die form der unruhetp bei neugieronautik.challe einträge von heute (fotos, videos, bücherliste etc.)
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24.8.2010 #edit-war am beispiel von "netzneutralität"

ein traum für sozio- oder psüchologische forschung. bisher stellten wir uns vor, dass die wissenschaftlichen disziplinen ihre aufzucht disziplinierten und so reines und wahres wissen schaffen konnten. seit sich "bits (nullen + einsen) in sprache, texte, bilder, töne einloggen" (b_loggen) sieht das alles ein bisschen anders aus. ein riesen mashup löst ein riesen edit-war aus. freilich ist daran wenig neu. ausser, dass wir dabei zugucken können. naja. forschungsfragen vorzuschlagen, habe ich mir abgewöhnt. aber: ein hübsches arbeitsfeld wärs allemal ;-)

oder umgekehrt: danke für hinweise auf bachelor- und masterarbeiten (auch) in diesem bereich | aktuell: petition im deutschen bundestag | früher: netzneutralität im zettelkasten
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19.8.2010 Erich Fromm über den angepaßten Menschen

slomotion tommy weist mich auf einen video mit adorno hin. dort empfiehlt mir youtube ein video von erich fromm... | NACHTRAG: jaja. sinn_iere über meine schleimbeutelentzündung im rechten (!) ellenbogen... am zweiten tag des urlaubs. wenn der körper mit holzhammermethoden redet ;-/
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16.8.2010 Mapping: A Critical Introduction to Cartography and GIS (Critical Introductions to Geography) Jeremy W. Crampton http://trunc.it/abqqy


karten
zettelkästen, listen. und immer so weiter
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16.8.2010 RT @PBBMarx: Luhmanns Zettelwirtschaft: Dr Soziologe Niklas Luhmann hat den wohl legendärsten Zettelkasten hinterlassen http://bit.ly/cyVy3m

prof. dr. bettina heintz über den zettelkasten von niklas luhmann.. aus diesem video hat @PBBMarx wohl den hinweis mit den kinderzeichnungen. (oder auch nicht. wie auch immer ;-) | jetzt weiss ich auch wieder, woher ich den eindruck hatte, dass niklas mit einer kugelkopf schreibmaschine am arbeiten war... sprache, schrift, buchdruck, computer (wenn bits sich einloggen) | NACHTRAG: finde noch dieses bild und: "In 1934, years before Vannevar Bush dreamed of the memex, decades before Ted Nelson coined the term “hypertext,” Paul Otlet envisioned a new kind of scholar’s workstation: a moving desk shaped like a wheel, powered by a network of hinged spokes beneath a series of moving surfaces. The machine would let users search, read and write their way through a vast mechanical database stored on millions of 3×5 index cards." | zettelästen, karten, listen...

paul otlets visionen von einem computer (mov) | paul otlet (wikipedia)
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10.8.2010 "Zettels Traum", Der Soziologe Niklas Luhmann und sein Zettelkasten von Jürgen Kaube thx @PBBMarx


seite 9
| das passt zu: "niklas luhmann lesen, wie er geschrieben hat" | die radio sendung von kaube erschien damals, als ich eben mit bettina heintz über den zettelkasten luhmanns reden konnte.... | PBBMarx kopierte sich aus dem dokument von kaube:
Der Beginn von Luhmanns Systemtheorie (1955/56): "Zettel Nr.1: Einleitung. Es muß versucht werden, die Methoden und Begriffe so klar als irgend möglich zu explizieren, damit ihre Unzulänglichkeit und Unvollkommenheit deutlich wird."
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21.7.2010 soziale arbeit als arbeit am sozialen (sozialarbeit als polizei? hilfe und kontrolle | doppelmandat? tripel-mandat!)

störungen haben vorrang | je weiter wir uns durch unsere kapitel ackern, desto wilder spriessen die selbstzweifel? wie auch immer...

kein zweifel: professionelle soziale arbeit ist nicht bloss ein kind der aufklärung, sondern auch der industrialisierung. (pädagogik übrigens auch, soziologie übrigens auch und immer so weiter) | soziale arbeit reflektiert dieses problem seit allen zeiten (vergl.: retten, erziehen, ausbilden). stichwort: "doppel-mandat". zwischen "kleint" und "auftraggeber". präziser: "tripel-mandat" (silvia staub-bernasconi). es gibt ja noch das mandat der eigenen disziplin. wie auch immer.

seit die aufklärung die idee gottes ermordet hat, gibt es keine göttlichen, ewigen, wahren ideen mehr. bloss noch ideen, ausgsprochen und ausprobiert von menschen. modelle, welche auch anders hätten modelliert werden können. und damit moden unterworfen sind. wir reden von dieser "neuzeit" darum auch von der "moderne". (das ist ehrlich, transparent, offenherzig, aufklärerisch, licht ins schattige bringend und immer so weiter!) damit gilt: auch die sozialen verhältnisse sind nicht mehr gott gegeben, sind nicht vom himmel gefallen, sondern von menschen und ihre art und weise des sich selber organisierens so geworden. und damit aber auch veränderbar. (gott sei dank!)

arbeit am sozialen ist damit keine spezialität der sozialen arbeit. ganz im gegenteil. selbst wer nicht am sozialen arbeitet, arbeitet am sozialen. du kannst dich nicht nicht verhalten. und das meint nicht nur individuen. auch süsteme. auch systeme des wissens. auch maschinen wirken. computer auch. und hallihallo. kurzum... bloss nicht verkrampfen ;-)


hilfe = therapie ? schwachsinn!
kontrolle = polizei (oder direkt militär!) blödsinn!

hilfe = hilfe zur selbsthilfe
kontrolle = ausübung von bregenzungsmacht (im unterschied zu behinderungsmacht, silvia staub-bernasconi)

wird hilfe übertrieben, werden menschen abhängig gemacht | wird kontrolle übertrieben, wird es zu einem beherrschen, befehlen, totalüberwachen, totaldisziplinieren. das hat foucault prima gezeigt. bis hin in die architektur hinein und von dort zurück...

aber zu verlangen, einem verletzten menschen, einem menschen mit einer behinderung, einem notleidenden menschen nicht zu helfen, ist zynisch. menschen und gruppen von menschen und asymetrische austauschverhältnisse nicht so in grenzen zu weisen, gegen monopole anzugehen, gegen hierarchische fixierungen, gegen kulturelle homogenität und für sozio-strukturelle heterogenität zu kämpfen etc. wäre auch befremdlich. gell? - kurzum: soziologische theorien sind nicht dazu da, handlungsanleitend zu wirken. theorien sind nicht helfergeil. (so wenig wie eine professionell sozialarbeitende person, wäre ihr business nicht auch längst akut davon bedroht, gewinnmaximiert angeboten zu werden!) theorien erklären. punkt

wenn theorien gemacht werden, welche der praxis nützen, dann ist dies ein zeichen für die ökonomisierung der wissenschaft. es geht darum, sich der verwendbarkeit zu entziehen. (nie wieder? schon wieder!)

rebell.tv als internet-sozialarbeits-polizei zu beschreiben... himml :-/ kraft durch frust

@philipp: ja genau! eben: das wäre dann diese "engführung" dieser these. obwohl wir viele methodischen ansätze aus der "sozialräumlichen sozialen arbeit" beziehen, sehe ich nicht eine gleichsetzung... | ich bleibe stur: "anderes anders machen". bloss weil selbstähnlichkeiten, ähnlichkeiten, inspirationen, variationen gesucht werden, wird gleichsetzung unterstellt. | "verstanden zu werden, ist beleidigend" | ein "verstehender" ansatz, muss "hermeneutisch", "prozessual-systemisch", "systemisch-konstruktivistisch", "historisch" arbeiten... aber es macht natürlich vermutlich mehr spass, wenn foucault zitiert wird, soziale arbeit als polizei beschrieben wird und dann der sozialarbeiter als arbeiter am sozialen mit einer homepage im weh!weh!weh! und huch!rebell und wow!unruhe und so als "internet-polizist" *gelabelt* wird. kann man(n) machen. kommt sicher fetzig an. auch soziologen wollen unterhaltung. ist ja alles ok... bloss: als opfer der beobachtung ists halt eben doch tendentiell frustrierend. gell? - aber nichts so schlimm, als davon nicht gelernt werden könnte. das ist ja das schlimme. etc. oder umgekehrt: d!a!n!k!e! für deine umärmelung, kurator ;-)
textsorte: traum | textsorten sofortiger erkennen | unterscheidungen löschen = unterscheidungen machen | dieses blog ist KEIN subtraktionsblog

19.7.2010 www.nzz.ch der blick der anderen. uwe justus wenzel (toller text)

nzz.ch: der blick der anderen. sensationeller text. wenn bloss die bilder auf seite 1 und 27 anders wären... obwohl: für einmal wäre ich für eine lockerung des abstinent-gebots von peter sloterdijk gewesen. auch passend wären doch halbnackte damen mit gelifteten mega-busen gewesen. odr? auch dazu hätte der gesamte text hervorragend gepasst. auch der schluss:
Wem das wiederum zu unbehaglich, zu metaphysisch oder zu anstrengend erscheint, der könnte immerhin noch lebenspraktisch darauf hinweisen, dass es im öffentlichen Raum offener und also toleranter Gesellschaften zumindest auch darauf ankomme, den Differenzen des In-Erscheinung-Tretens der Menschen mit einer gewissen Portion Indifferenz zu begegnen.
von hier aus ginge es denn auch locker weiter zum begriff des "öffentlichen"... was jürgen in seiner dissertation wusste, weiss sogar wikipedia: «Als öffentlich versteht Habermas jene Sachverhalte, die alle angehen und daher gesellschaftlich zu regeln sind, im Gegensatz zum privaten Bereich individueller Willkür, der dem staatlichen bzw. gesellschaftlichen Zugriff entzogen ist.»

wie sich jemand kleidet - so könnte der schlussabschnitt von uwe justus wenzel leichter verständlich formuliert werden - geht nicht "alle etwas an" und muss darum auch nicht von allen - also staatlich bzw. gesellschaftlich - geregelt werden. banker tragen krawatte. touristen kurze hosen. so what? im öffentlichen raum herumlaufen ist eben nicht das gleiche wie "öffentlich"... | rechte stehen immer in einem dilemma mit anderen rechten. zb: ich bin zwar so in der "öffentlichkeit" erschienen, aber du hast doch nicht das recht, mich so abzulichten und am fernsehen zu zeigen. (recht auf eigenes bild, etc.) himml... wozu haben wir eine 4. macht im staat, wenn die bloss so ggggeil drauf ist, an tabus und offensiv gepflegten missverständnissen auflagenerhöhend zu gewinnmaximieren?!? | her mit der aufklärung. subito. sonst brauche ich das NZZ abo nach so vielen jahren wirklich nicht mehr :-)))
so viel erkenntnis muss in einer huch!aufgeklärten, modernen gesellschaft auch massenmedial lauthals kommunizierbar sein:

in der öffentlichkeit sein ≠ öffentlich
offen zugänglich finden ≠ öffentlich
im internet etwas ablegen ≠ öffentlich


eine zeitung drucken = öffentlich
im radio verbreiten = öffentlich
im fernsehen zeigen = öffentlich
ein buch drucken = öffentlich

vergl. dazu: dfdu.org band 2, kapitel 3.3: "die liste der gelöschten unterscheidungen"
und wenn's nicht mehr anders geht: vielleicht könnte ein schritt weitergegangen werden: scham ist eines der ältesten gefühle. das enthüllen ist vermutlich für viele anstössiger, als das verhüllen. oder: zudem: ist das verhüllte gar aufregender als das total nackte? nzz format. fast zum thema:


dochdoch: das passt zum tag #15 von #traumjob dfdu.org. genau dieses missverständnis des wortes "öffentlich" und "veröffentlichen" etc.: ein wichtiger ansatz zur prävention von #AIBS ;-)
textsorte: traum | textsorten sofortiger erkennen | unterscheidungen löschen = unterscheidungen machen | dieses blog ist KEIN subtraktionsblog

16.7.2010 www.latent.de über das löschen der unterscheidung mein/dein


hier gehts zum originaleintrag
und dort auch mein kommentar dazu | konkreter d!a!n!k! stephan latent.de ;-)
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