qualtinger hat mit "in Linz beginnts" völlig falsch geraten. die werbung weiss: alles nahm seinen anfang in ägypten. ☥das koptische kreuz ist gut sichtbar. das kreuz für christen. und genau darunter tropft sich ein i-punkt für den beginn zusammen. erinnert uns da eine werbeagentur an frühe christliche gewalttaten in ägypten? über die ursprünge von gewaltigen "landnahmen" und "kolonialisierungen"... will die agentur zur verlangsamung der zu schnellen zuschreiben von vorurteilen bitten? - www.egypt.travel | die werbung schafft vielleicht besser, was der aktuelle film "agora" offenbar nicht zu schaffen scheint:
zu platt. zu allseitig metzelwütig. zu unvielOh!sofWie?sch... wie ich höre... vielleicht gehe ich den film dann doch noch schauen. oder doch nicht. odr wie auch immer.
mehr transparenz ist schlicht und ergreiffend unmöglich. das standortmarketing des bundeslandes niedersachsen spricht klartext. der staat und die wirtschaft wären jederzeit in der lage, die bürgersteige hochzuklappen. die scheinen zu meinen, dass nicht schon ein jeder von ein paar kalt duschenden freunden die hartzige mitteilung dieser bitteren realität gemacht worden sei. was?
wozu also soziologie, wenn es doch werbung gibt?
immerhin: standortmarketingkampas gehören zu liebsten chef-projekten. es darf davon ausgegangen werde, dass dieses plakat bis hinauf zu christian wulff wanderte. und vorher wurden in kreativsten kreativmeetings in illustrigsten teamkombinationen tolle standortvorteile herausgeschält. und eine war dann eben, herauszustreichen, wie diese engste verbundenheit zwischen staat und wirtschaft ganz hervorragend funktioniert. (wulff selbst ist ja als aufsichtsrat bei VW direkt involviert. kurzum:) alle verantwortlichen scheinen sich einig zu sein: das ist ein gutes plakat. das lockt! und alle, welche irgendwie ein "too important" oder auch bloss ein "too big too fail" düdeln können:
ins kempinzki fahren. hochgestylte bilder montieren. und dort einen besuchen, welcher unzufrieden ist. mit allem. mit der szene. mit sich selbst. inkongruenter könnte das story-telling, die montage, der gesprächsversuch gar nicht sein.
soso. jaja. wozu soziologie, wenn es doch werber gibt. alle nötigen gesellschaftsstudien sind geschrieben. theoriemachende brauchen bloss noch rum zu surfen und so lange an ihren erklärungen basteln, bis sich genügend ects-punkte angehäuft haben. uns aber bleibt der spass frei interpretieren zu dürfen. juhui :-)
da geht also einer, welche die übelsten zeiten gesellschaftlichen daseins miterlebte, die überreste und abfälle - bevorzugt aus metall! - sammeln. schweisst und bindet sie zusammen. animiert den ganzen schrott mit motoren. und dann fuchtelt, ächzt und stöhnt es durch egal wie grosse hallen. plötzlich gelingt es wieder. kichern. lächeln. lachen. feiern. das lebendige leben. es musste irgendwie weitergehen. die maschinen müssen erzogen werden. es muss ihnen gelehrt werden, was sie alles auch noch könnten. er nahm ihnen die töne ab: spielte ihnen ihr lärm zurück. machte draus musik. zum innerlichen tanzen. zum in bewegung bringen, was eingerostet war. (keine ahnung, was er dachte. aber:) wie dann die heute alten 68er ihre grossen gesten zu üben begannen, die sexuelle revolution ausruften, sich mutig gegen kriege in weitweitweg auflehnten, positionen im gesellschaftlichen leben erstürmten, welche gänzlich unbesetzt waren. was machte jean? tanguely baute maschinen. automaten. auch solche, welche zeichneten. und wenn es ihm selbst gelang, fröhlich farbige bilder zu malen, dann malte er seine maschinen ab. mit 66 jahren... war sein leben erschöpft.
die feinen unterschiede. 1991 gestorben. 1996 stand der white cube. dort, wo wenn die chemie stimmt, alles möglich ist. und jetzt kann neugier geübt werden: 1. bild.
es dürfen ganz selbstständig und selbstmotiviert dicke rote knöpfe gedrückt werden, welche dann ganz viel auslösen: 2. bild.
das heilige museum mit den weissen wänden verspricht im 3. bild im inserat in der NZZ, dass bei einem besuch auch expertInnen erwartet werden dürfen, welche einem die kunst so erklären, dass diese einem den rücken stärken werden. so wie das auch die ganz grossen der deutschen politik und wirtschaft schon lange gelernt haben: "mit dem rücken zur kunst". die moderne kunst, als stabilisierender flexibilisator. (aktuell im dhm zu berlin von wolfgang ullrich die ausstellung macht zeigen (beobachtungen an der vernissage)
umgekehrt formuliert: ein sehr faires, sehr ehrliches inserat. expliziter kann es gar nicht zur darstellung gebracht werden. ullrich würde dem vermutlich "hyperaffirmation" sagen. (wir machen hier einfach alles falsch. ich verstehs ja ;-) NACHTRAG: gehe diesen letzten link zu einer "10-uhr nachricht" noch anschauen und staune wie dieser zu diesem eintrag passt. (denke ich wirklich einfach immer bloss das gleiche :-/ aus dem archiv: die 2689. neugieronautische übertragung vom 29.09.08 | cabaretvoltaire.ch
tunesien.info | daran sind gute werber zu erkennen: sie haben keine hemmung das zu tun, was jeder laie sofort und spontan und lange begründbar abraten würde. bloss keine billige anlehnungen... und genau das ist der trick: es trotzdem zu tun. #rudelwerbung dank #obamu
unsere kuratoren, die direktoren von cabaret voltaire reisen in der welt rum. ohne uns zu informieren. und posten ihre mms uns in den zettelkasten. es ist hammrMäissig auf- und anregend | kurator 1: offenbar in biel bei com&com | kurator 2: offenbar noch immer mad. also: mad in madrid... | alles sehr krüptisch hier... lucky luke wird sich nerven und "selbstdarstellung" rufen... ich - sms, hier zu berlin - bloss schmelzen vor glück, in so wundervollen, tele-matischen verhältnissen eingespannt zu sein... vilém und /tp am fuchteln und winken... ich sage, was mir kurator 1 gelehrt hat: d!a!n!k!e! ;-)))
zum titanic shop und plakat für eur5 kaufen | im klartext: da sind wohl von juristen wohlformulierte, messergewetzte briefe gekommen. (oder die titanic leute haben dieses vor_urteil präzis genutzt! so oder so: sensationell!) falls variante 1: die marketingabteilung der postbank scheint offenbar noch davon auszugehen, dass die opfer ihrer werbekampagne vollblöd sind. werbung dekonstruieren: das tut heute jedes kind. falls variante 2: wenn eine werbung nicht weiss, dass sie, wenn einmal die aufmerksamkeit gefunden wurde, nicht nur beglotzt, zustimmung findet oder abgelehnt wird, sondern insbesondere auch reflektiert wird - und somit die fähigkeit haben muss, auf dieser nächsten ebene noch immer zu funktionieren - ist schlicht und ergreifend "schlechte" werbung.
und weil gilt, dass wer weiss, dass er beobachtet wird, sich unmöglich weiterhin rational verhalten kann, wird mit niklas luhmann verlangen: "nie wieder vernunft!" (wo war ich? ahja:) tipp für die über zwei jahre alte kampa: