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WoZ von Zureich vs. Stefan M. Seydel Nach dem Kampf ...

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yep! diese ausführungen von ras bestätigen meine vermutungen (ich hasse ...

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martin
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@b.c.: und viel knapper kann man den niedergang des journalismus ...

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martin
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mehr dazu wohl auch hier... ...

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Ich melde mich hier mal aus zweierlei Richtungen zu Wort: ...

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regine heidorn
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Regine Heidorn
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Die BBC Berichtet, freier Internetzugang sei ein Menschenrecht: ...

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Was ist ein url ...

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Neuerdings heißt es beim Professor: "souverän ist, wer den Zustand ...

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«hannah höch bei hannah höch kommen die journalisten nicht gut ...

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philipp meier
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nochmals zur strategie von ringier. ich weiss nicht, ob sie ...

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das einführen des begriffs «kuratieren» im zusammenhang mit informationsvermittlung finde ...

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Manuel
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es lebe satie es lebe picabia es lebe velazquez es ...

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Thinkabout
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tja, so schnell geht es also: da bloggt man fünf ...

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Trutmann
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Lieber Herr Glooger, Haben Sie meinen Kommentar erhalten. José Trutmann ...

08.3.2010 NEAR DARK (1987): Bewegte Speichermedien

Wenn jetzt Kathryn den Oskar gewinnt, dann wird die Welt vielleicht doch irgendwann gerecht. Aus der Zeit als Vampirfilme noch nicht wie Kinderschokolade schmeckten: Der Anfang von NEAR DARK, der origineller Weise in neun Teilen komplett auf youtube steht:

kathryn bigelow

NEAR DARK
written and directed by Kathryn Bigelow
In her first solo feature — a 1987 hillbilly vampire movie — she makes an impressive mark. Beautifully shot by Adam Greenberg, this alternately grisly and poetic horror picture begins as a love story, with its hero (Adrian Pasdar) meeting a sexy and spaced-out creature of the night (Jenny Wright) who travels with an extended family of bloodsucking weirdos. Kidnapped by this entourage, he becomes a sort of half vampire himself, hooked on the blood supplied to him by his vampire girlfriend but unwilling to commit carnage, while his father and kid sister try to track him down. This is on the whole a striking directorial debut, at once scary and erotic, with lots of sidelong touches in the casting, direction, and script (written by Bigelow and coproducer Eric Red). 95 min. (By Jonathan Rosenbaum)

02.3.2010 Setfotos KOMPLIZEN

Rheinische Rebellen

Rheinische Rebellen

Rheinische Rebellen

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10.2.2010 Helene Hegemann trifft Goethe: Die Proben für DEINE FASSADE BEGINNT ZU BRÖCKELN beginnen

RHEINISCHE REBELLEN 2.0
DEINE FASSADE BEGINNT ZU BRÖCKELN
ARIEL 15 (VON HELENE HEGEMANN) TRIFFT WERTHER (VON, ÄH, GOETHE)

Es beginnt, wenn die Gehirnanhangdrüse ein Signal an den Körper sendet, in bestimmten Organen verstärkt Geschlechtshormone herzustellen und ins Blut auszuschütten: Eine nicht aufzuhaltende individuelle oder kollektive Rebellion beginnt. Die bisher so geliebten Nachkommen analysieren den gegenwärtigen Zustand und rennen als Frühentwickler oder Spätzünder gegen Denken, Handeln und die Produkte ihrer Vorgänger an auf der Suche nach Freiheit; die sich zumeist als Stimmungsschwankung oder grauenhafte Laune herausstellt. Sie erneuern alte Kriege und stemmen sich gegen abgegriffen scheinende Ansichten und Verhältnisse der Gesellschaft. Hier bin ich! Hier. Jetzt. Ich. Nie wieder wird so unnachgiebig, wild und unbekümmert Widerstand geleistet. Aber der Weg ist voller Zweifel; daran führt nichts außer der Tod vorbei. Dabei kommt sich so mancher Heranwachsende eher alt als jung vor – Nachdem die Rheinischen Rebellen in der Spielzeit 2008/09 die meisten Texte selber schrieben und ausprobierten, was man auf einer Bühne mit Poesie und Literatur alles anstellen kann, widmen sie sich jetzt Texten von Helene Hegemann und J.W. Goethe. Geprobt wird die ersten Monate nach Geschlechtern getrennt, die Frauen proben Hegemann, die Männer Goethe, um die beiden Texte anschließend in einer Aufführung zu vereinen.

SPIELER LENI ALDERMANN / LISA ALTMEIER / JUDITH ALTMEYER / PHILIPP ARNOLD / DAVID DYBSKY / JULIA FISCHER / SARAH HEINRIGS / LINDA HOFMANN / JULIE LAUR / LILLI LORENZ / GREGOR MÜLLER / GEMINA PICHT / ANJA PREDEICK / FABIAN RINGEL / HANNAH RUMSTEDT / FERDINAND SCHNEIDER / TILMAN SINGER / MARIE-CHRISTINE STEEGMANN / MARIE JOSEFIN STUTE / ROLAND WERNING /// DRAMATURGIE JORGO NARJES / LENA SCHWEFER / ANDREAS WIßKIRCHEN /// KOSTÜM BARBARA ECK / LUISA HORN

SZENISCHE LEITUNG ANNA HORN / BÜHNE LENA THELEN / KOSTÜME SOPHIE MENDE



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02.2.2010 Wer es schafft: REVOLUTION NOW! von Gob Squad

Gob Squad

REVOLUTION NOW!
Eine Inszenierung unter realen Bedingungen
> Uraufführung Do, 4. Februar 2010 l 20 h
> Weitere Termine: 6. + 10.02. und 22. + 28.03. │ 20 h
> Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
> 6. – 08. Mai 2010 │ donaufestival Niederösterreich, Krems
> 30. Juni und 1. + 3. Juli 2010 │ Schauspiel Köln

Konzept: Gob Squad
Performance und Entwicklung: Johanna Freiburg, Sean Patten, Sharon Smith, Berit Stumpf, Sarah Thom, Laura Tonke, Bastian Trost, Simon Will
Musik-Arrangement und Live-Musiker: Christopher Uhe

Material zu REVOLUTION NOW!
Songtexte

Auszug: The Revolution Will Not Be Televised – Gil Scott-Heron
[...]
The revolution will not give your mouth sex appeal.
The revolution will not get rid of the nubs.
The revolution will not make you look five pounds thinner,
Because the revolution will not be televised, Brother.
[...]

Auszug: Invasion Hit Parade – Elvis Costello
[...]
Incidentally the revolution will be televised
With one head for business and another for good looks
Until they started arriving with their rubber aprons and their
butcher's hooks
[...]

Presse

„Plötzlich ist da nicht mehr Avantgarde, sondern Leben, nicht Programm, sondern Intelligenz, nicht mehr Getue, sondern einfach Theater, federnd, präzise, elegant, berührend, fremd, frech.“
Gerhard Stadelmaier, FAZ, 08/09/1997
„they’re smart“
The Herald, 03/08/1999
„Eigenartig aber sympathisch“
Wiener Zeitung, 30/04/2005
„das, was Gob Squad da machen und diese Musik, das alles ist so wunderschön, richtig und frei“
jetzt.de, 22/06/2006
„Gob Squad holen das Theater in den Alltag und den Alltag ins Theater“
Tobias Becker, Spiegel Online, 07/06/2008

Gob Squad: Die wahre Geschichte

Teil Eins: Die frühen Jahre
1992 Eine Gruppe langhaariger Studenten des Kunststudiengangs an der Trent University, Nottingham macht ihre erste Performance, um freien Eintritt zum legendären Glastonbury Musik-Festival zu erhalten. Sie brauchen einen Namen und nennen sich „The Gob Squad“ – nach einer Mix-Kassette, die zufällig im Transporter auf dem Weg nach Somerset läuft.

Teil Zwei: Auf dem Weg nach oben
1994 Die Gruppe entwickelt ihre erste professionelle Arbeit House in einem Sozialwohnungsbau der Stadt Nottingham. Sean Patten, Sarah Thom und Berit Stumpf bringen das Projekt auf den Weg, dem sich später auch Liane Sommers, Johanna Freiburg und Miles Chalcraft anschließen. Alex Large spielt im Garten einen Staubwedel-Vertreter. Das Projekt wird von dem jungen Kuratoren Simon Will für die Expo 94 mit einem Gesamtbudget von 400 Pfund in Auftrag gegeben.
1995 Ihren gesamten Verdienst aus ein bisschen Lehrtätigkeit geben Patten und Thom für einen Computer aus. Sie sind die ersten in ihrer (zugegebenermaßen runtergekommenen) Straße, die einen Computer besitzen, schreiben darauf das Konzept zu Work und übergeben es begeistert dem Leiter des NOW Festivals, Andrew Chetty. Später in diesem Jahr wird Work eine Arbeitswoche lang täglich von 9 – 17 Uhr aufgeführt. Diejenigen, die für die nächsten 5 Jahre Kernmitglieder der Gruppe sein sollen, arbeiten zusammen an dem Projekt: Freiburg, Large, Patten, Sommers, Stumpf, Thom. Miles Chalcraft arbeitet ebenfalls mit.
1996 Die Gruppe, die jetzt im Kollektiv an Konzept, Ausstattung, Planung und Ausführung ihrer Projekte arbeitet, produziert An Effortless Transaction, das in einem Möbelgeschäft im Broadmarsh-Einkaufszentrum in Nottingham aufgeführt wird.
1997 15 Minutes to Comply wird in einer unterirdischen Straßenbahn-Haltestelle auf der documenta X präsentiert und macht die Gruppe über Nacht bekannt. Das erste Gob Squad-Büro öffnet in Nottingham. Die erste Website und Visitenkarten werden produziert. Close Enough to Kiss tourt durch England und Deutschland.

Teil Drei: Ruhm und Reichtum
1998 Martin Cooper, ein Tontechniker, wird angeworben, am Soundtrack von Calling Laika zu arbeiten. Das Projekt wird am TAT Frankfurt unter den wachsamen Augen des Impresarios Tom Stromberg produziert. What Are You Looking At? hat auf der berlin biennale Premiere und für ein paar ungestüme Tage werden Gob Squad zum Stadtgespräch.
1999 Simon Will tritt der Gruppe bei. Während des Probenprozesses zu Safe versuchen sich die Mitglieder an Rock-Instrumenten. Nach wochenlangen Mühen wird „Rockin’ All Over the World“ auf der Kampnagel-Premiere in Hamburg gespielt. Der Großteil der Gruppe lebt jetzt in Berlin und wird auf Einladung der Kuratorin Aenne Quiñones Artist-In-Residence im Podewil, Zentrum für zeitgenössische Kunst. Christina Runge, noch Studentin der KulturArbeit, übernimmt die Administration. Little White Lies, eine einmalige Performance für Live- Publikum und Radio-Übertragung, wird an der Akademie der Künste präsentiert.
2000 Trotz Hilfe in letzter Minute durch Sounddesigner Sebastian Bark, ruft Say It Like You Mean It bei der Premiere gemischte Reaktionen hervor. Where Do You Want To Go To Die?, eine Video-Installation im Minibus, wird für die Expo 2000 Hannover produziert und auf dem Gelände vor dem Deutschen Pavillon aufgebaut. Kurz nach der Eröffnung wird das Stück von den Organisatoren abgesetzt, da sie eine schlechte Publicity fürchten, nachdem ein Besucher im Gebäude zu Tode gestürzt ist.

Teil Vier: „Ch… Ch… Changes“ (Veränderungen)
2001 Safe tourt durch die USA. Dies sind die letzten Aufführungen, da sich Liane Sommers und Alex Large entscheiden, die Gruppe zu verlassen, um Solo-Karrieren in der Musikvideo-Industrie zu verfolgen. Die übrigen Mitglieder schließen sich erneut mit Miles Chalcraft zusammen und schlagen eine neue Richtung ein, sie arbeiten mit Internet-, Telefon- und Video-Technologie an The Great Outdoors.
2002 Das Durchschnittsalter der Gruppe liegt jetzt deutlich über 30. Journalisten haben aufgehört, das Kollektiv als „junge Künstler“ zu bezeichnen. Für Room Service fragt die Gruppe den Film- und Fernsehschauspieler Bastian Trost und die amerikanische Performance- und Videokünstlerin Elyce Semenec, an dem Projekt mitzuwirken. Auch Sounddesigner Jeff McGrory arbeitet zum ersten Mal mit Gob Squad. Die Neuorientierung zeigt Wirkung und Room Service wird als großer Erfolg verzeichnet.

Teil Fünf: Welt ohne Grenzen
2003 Das Gob Squad-Büro zieht in einen ehemaligen Parfüm-Laden in Berlin-Mitte um. Nach und nach füllt der Kalender sich mit Room Service-Gastspielen. Die Gruppe verbringt die beiden heißesten Wochen, die Großbritannien seit Jahrzehnten erlebt hat, auf den mit Wodka, Kriminalität und Erbrochenem gepflasterten nächtlichen Straßen von Nottingham. Leicht bekleidet, mit Video-Kameras in der Hand, drehen sie improvisierte Filme mit Passanten. Diese Ausbeute wird sich später zu Super Night Shot entwickeln, dessen Premiere am Prater der Volksbühne Berlin im eiskalten Dezember stattfindet. Bastian Trost tritt der Gruppe bei und wird das erste Gob Squad-Mitglied, das jemals eine Schauspielschule besucht hat.
2004 Nach jahrelangem Touren durch Deutschland, Großbritannien und einen Großteil Europas, ist nun die Zeit gekommen, die letzte Grenze zu erobern: Frankreich. Festivals überall im Land zeigen Interesse an den Arbeiten der Company. Die Arbeit an Prater-Saga3: In diesem Kiez ist der Teufel eine Goldmine beginnt. Gob Squad beenden das Jahr mit einer Party zum zehnjährigen Jubiläum und einer riesigen Torte.
2005 Noch etwas verkatert von der zehnjährigen Jubiläumsparty, beginnen Gob Squad die nächste Dekade mit ihrer Arbeit an King Kong Club – einer Art Maskenball, dessen Dresscode ein Gorillakostüm ist. Nach der Hamburger Premiere gehen Beschwerdebriefe bei einer lokalen Zeitung ein, weil ein zehnjähriger Junge – anonym im Affenkostüm – angeblich in einer simulierten Orgienszene mitgewirkt habe. “Ich dachte, es handelte sich um einen kurzgewachsenen Mann”, erklärte Sean Patten der beunruhigten Theaterleitung. In Zusammenarbeit mit dem Videokünstler Robert Shaw wird erstmals von Gob Squad ein halbstündiger Film, von drei Kameras gerade erst aufgenommen, am selben Abend vor Publikum live editiert und mit Voiceover versehen zur Aufführung gebracht. Super Night Shot wird zum erfolgreichsten Stück in der Geschichte von Gob Squad und beginnt seine Tour u.a. in England. Außerdem beginnt für Gob Squad in diesem Jahr eine Zusammenarbeit mit Tomas Zierhofer, der plötzlich bei einer Hamburger Aufführung erscheint und verspricht bei dem von ihm kuratierten donaufestival in Niederösterreich, alles von Gob Squad zu zeigen, was es im Repertoire gibt. Über die Jahre soll sich dieses Versprechen tatsächlich einlösen. Zum ersten Mal seit Bestehen der Gruppe leben nun alle Mitglieder in derselben Stadt: Berlin. Bill Gee, Gob Squads UK Manager, verlässt seine Position aufgrund einer Liebe in Australien. Ayla Suveren nimmt seinen Platz ein und erobert neues britisches Terrain.
2006 Ein Mann vom Kulturprogramm der Fußball-WM (die in diesem Jahr in Deutschland ausgetragen wird) ruft im Gob Squad Büro an und bietet einen sechsstelligen Betrag für einen Event beim Endspiel im Olympiastadion. Er meldet sich nie wieder und alle Versuche, den Auftraggeber ausfindig zu machen, sind vergebens. Im Prater der Volksbühne hat Me, The Monster Premiere – eine Videoperformance, die ihr Publikum in verschiedene Monstertypen einteilt, die wie Labormäuse mit der Kamera live studiert und charakterisiert werden. In Brasilien wird eine Gruppe aus Schauspielern, Tänzern, Storytellern und DJs aus São Paulo und Rio rekrutiert und “Os Recrutas do Gob Squad” formiert sich. Nach dreiwöchigem Training auf den Straßen der südamerikanischen Megastädte wird eine Version von Super Night Shot in portugiesischer Sprache mit brasilianischem Einfluss präsentiert – so schillernd, schrill, tragisch und unvorhersehbar wie das Leben auf den Straßen dieser Städte selbst. Bei der Premiere in Rio wird von Seiten der korrupten und berühmt berüchtigten Polizei mit Festnahmen gedroht, da das Tragen von Unterwäsche (für das Finale notwendig) im öffentlichen Raum angeblich illegal sei. In letzter Minute wird ein Kurier vom British Council HQ mit dem Kauf von Bikinis beauftragt, die in der Strandstadt komplett legal sind, versteht sich.
2007 Das Jahr beginnt mit einem Gastspiel von Super Night Shot in Québec mitten im tiefsten kanadischen Winter. In der Gefriertruhe wird im Vorfeld getestet, ob die Kameras den Minustemperaturen von bis zu 25° unter Null standhalten. Trotz großem Bangen, ob Performer und Kameras die Widrigkeiten überleben werden, kommen alle heil im Theater an und die Show kann beginnen… Inspiriert von den frühen Filmen Andy Warhols beginnen die Arbeiten zu Gob Squad’s Kitchen. Das Performerpool erweitert sich um Filmschauspielerin Laura Tonke und Tänzerin/Performerin Sharon Smith, sowie Akademikerin Nina Tecklenburg. Es gibt nun ebenso viele Babies in der Gruppe wie Erwachsene und Probenarbeiten erweisen sich alsgrößere Herausforderung mit herum rollenden Kleinkindern, die sich in Kabeln verheddern, Stecker ziehen und im Set gewindelt werden. Mit Ende des Jahres beginnen Gob Squad eine Welt zu erobern, an die man nicht einmal im Traum gedacht hatte – das Stadttheater. Die neue Künstlerische Leitung des Schauspiels Köln bucht gleich ein ganzes Paket von Gob Squad Gastspielen – u.a. auch die bis dahin untourbar geglaubte Prater Saga 3 – die von nun an im Kölner Repertoire gezeigt wird. Kitchen wird ebenfalls zum Exportschlager und spielt im Repertoire der Volksbühne im Prater – stets vor ausverkauftem Haus.
2008 Das Jahr beginnt mit der Arbeit an dem bis dato technisch ambitioniertesten Projekt und ungeahnten Herausforderungen für das gesamte Team – Saving The World. Die grundlegende Idee von sieben synchronisierten Videokameras, deren nahtlose Aufnahmen ungeschnitten zu einem Panoramafilm der Gegenwart werden, ist zwar theoretisch möglich, aber praktisch nicht ohne Tücken. Bei der Berliner Premiere stürzt ein Computer ab und bringt Videotechniker Martin Cooper ins Schwitzen: Per Hand muss er vor anwesendem Publikum gleichzeitig zwischen 7 Kameras jonglieren, bis die Synchronität wieder hergestellt ist. Super Night Shot tourt nach Sibirien, wo die Gruppe an einem Tag sieben Interviews an lokale Fernsehsender gibt – was wenig Zeit lässt für die eigentlichen Vorbereitungen der Show. Es gibt kein heißes Wasser in der ganzen Stadt, der Veranstaltungsort hat kein funktionstüchtiges Abspielgerät, und der Künstlerische Direktor befindet sich in einer endlosen Partie Schach und ist daher nur bedingt in der Lage, die wachsenden Probleme in den Griff zu kriegen. Die Aufführung wird dennoch zum Riesenerfolg und das Darstellerteam zu den Stars des Tages.
2009 Der Gob Squad-Tourkalender füllt und erweitert sich beständig – ebenso der Pool an Performern und die gesamte Belegschaft. Gob Squad schaffen es inzwischen, mit verschiedenen Produktionen an zwei bis drei Orten gleichzeitig zu sein. Dafür sehen die Gruppenmitglieder sich fast nur noch an Flughäfen und Bahnhöfen. Nur kurze Zeit nach einem Gastspiel von Kitchen in Singapur und einem sagenumwobenen Filmkuss zwischen einer Performerin und einer Zuschauerin verliert der Künstlerische Leiter des Theaters seinen Job.

Angaben ohne Gewähr. Details auf den Websites der betreffenden Koproduzenten.

07.1.2010 Götz Leineweber sucht einen Kopf in der Krypta des Cabaret Voltaire

GöL (danke: Kunst Macht Probleme | sms)

21.12.2009 VIDEOGRAMME EINER REVOLUTION: Bewegte Speichermedien

NICHT VERGESSEN! HINGEHEN, ALLES ANGUCKEN: Austellung in Köln

Videogramme einer Revolution

Der Herbst 1989 blieb uns im Gedächtnis als eine Abfolge visueller Ereignisse: Prag, Berlin, Bukarest. Den Bildern nach war die Geschichte wiedergekehrt. Wir sahen Revolutionen. Und das vollständigste Revolutionsszenario lieferte Rumänien, Einheit von Zeit und Ort inbegriffen. In nur zehn Tagen und nur zwei Städten spielte sich alles ab: Aufstand des Volkes, Sturz der Macht, Hinrichtung der Herrscher. Nach einem ersten Aufruhr in Temesvar, bei dem es der Regierung noch gelang, die Stadt zu isolieren, vollzog sich der Umsturz in Bukarest; in der Hauptstadt und vor der Kamera. Denn dort wurde der TV-Sender von Demonstranten besetzt, blieb etwa 120 Stunden auf Sendung und etablierte einen neuen historischen Ort: Das Fernsehstudio. Zwischen dem 21.12. 1989 (der letzten Rede Ceausescus) und dem 26. 12. 1989 (der ersten TV-Zusammenfassung seines Prozesses) nahmen die Kameras die Ereignisse an den wichtigsten Schauplätzen in Bukarest fast vollständig auf. Das bestimmende Medium eines Zeitabschnittes prägte schon immer die Geschichte. Die europäische Neuzeit eindeutig. Sie wurde vom Theater beeinflußt, von Shakespeare bis Schiller, danach von der Literatur, bis Tolstoi. Wir wissen es, das 20. Jahrhundert ist filmisch. Aber erst die Videokamera und ihre erhöhten Möglichkeiten in Aufzeichnungsdauer und Mobilität kann den Prozeß der Filmisierung von Geschichte vollenden. Vorausgesetzt, es gibt Geschichte. (Andrei Ujica). Videogramme einer Revolution ist eine Provokation. Das sieht man ihm beim ersten Augenschein nicht unbedingt an, auch wenn der Titel für einen im Kino projizierten Film ungewöhnlich klingt. Der Film von Harun Farocki und Andrei Ujica, auf der "Viennale" Mitte Oktober in Wien uraufgeführt und anschließend auf der Duisburger Filmwoche gezeigt, versammelt Videobilder der rumänischen Revolution Ende 1989, und zwar in der strikten Form einer minutengenauen Chronologie der Tage vom 21. bis zum 26. Dezember. Der Titelbegriff "Videogramm" bezeichnet das, was von einer Video-Apparatur auf einem Band aufgezeichnet wurde. Der Titel selbst verspricht die Revolution als elektromagnetische Aufzeichnung und gibt den Film als audiovisuelle Geschichtsschreibung aus. Das ist hoch-, aber wie zu zeigen ist, nicht danebengegriffen. Videogramme einer Revolution gehört zu den spannendsten Dokumentarfilmen dieses Jahres. Er reißt den Zuschauer in den Strudel der Bilder der rumänischen Revolution und treibt ihn gleichzeitig immer wieder zu ihnen in Distanz. Ein keineswegs pädagogisches oder therapeutisch gemeintes Wechselbad, das wie die Lektüre eines die Geschichte aufschließenden Buches in seinem Wechsel aus Mikro- und Makroperspektive auf- und anregt. (Dietrich Leder, Film-Dienst 24/92)

Regie, Buch, Kommentar: Harun Farocki, Andrei Ujica
Übersetzung: Nathalie Roth (deutsch)
Grafik: Hauke Sturm, Angela Zumpe, Peter U. Petersen
Schnitt: Egon Bunne
Assistenz: Beate Ochsner (Deutschland), Velvet Moraru (Rumänien)
Sprecher: Thomas Schultz
Produktion: Harun Farocki Filmproduktion, Berlin, Bremer Institut Film/Fernsehen Produktionsgesellschaft mbH, Bremen mit Mitteln der Berliner Filmförderung
Produzent: Harun Farocki
Produktionsleitung: Ulrich Ströhle
Länge: 106 Min.
Format: 16mm, Farbe, 1:1,37
Uraufführung: 12.08.1992 Locarno (Internationales Filmfestival)
Deutsche Erstaufführung: 14.11.92 Duisburg (Duisburger Filmwoche) Kinostart:06.05.1993
Erstsendung:20.12.1993, West 3

21.12.2009 rr2.0: Barbara schießt Fotos vom Fotografieren

rr2.0 Setfotos von Barbara
rr2.0 Setfotos von Barbara
rr2.0 Setfotos von Barbara
rr2.0 Setfotos von Barbara
rr2.0 Setfotos von Barbara
Die "richtigen" sind auf 6x7 analog fotografiert, aber die hier haben schon ziemlich Klasse.

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13.12.2009 Am Set: Es wird immer kälter!

rr2.0: Set Komplizen, Foto: Andreas

Minusgrade beginnen. Wir klammern uns an Heizkörper, trinken brühendheißen Tee, tragen Angoraunterwäsche und trotzdem kriecht die Kälte durch alles durch. Und dann auch noch die Bettszenen. Wie man auf dem Foto gut erkennen kann, zitieren unsere Kabel die Flagge der republikanischen Revolutionäre von 1848. Es wird keine Serie, es wird wohl ein Film.

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22.11.2009 ONE WAY BOOGIE WOOGIE: Bewegte Speichermedien

9 Minuten Ausschnitt aus OWBW 1977:
James Benning


ONE WAY BOOGIE WOOGIE (1977) / 27 YEARS LATER (2005)
von James Benning
1977 drehte Benning "One Way Boogie Woogie", einen einstündigen Film, der aus sechzig einminütigen Einstellungen von städtischen Gewerbe­gebieten in seiner Heimatstadt Milwaukee besteht. Um die Verände­rungen festzuhalten, die seither stattfanden, kehrte er für "27 Years Later" an die alten Schauplätze zurück.

Siehe auch Landscape Suicide

20.11.2009 DIE BASIS DES MAKE-UP: Bewegte Speichermedien

insgesamt weiterhin unerreicht, deswegen:
Heinz Emigholz, www.pym.de

Zeichnung (169) aus DIE BASIS DES MAKE-UP

"Text under construction"

NYC, 1975. Ein Taxifahrer, der aussieht wie Josef von Sternberg, bringt mich zu einem Haus am Eingang des Holland Tunnels an der Canalstreet. Sein Anblick treibt einen Keil in meine Zeit. Später, auf einer Fähre im Hafen, bekomme ich einen Nervenzusammenbruch. Ich kann nicht mehr aufhören zu weinen.

(1977)
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