reaktion auf phreak2.0 + johannes kleske + steven vogel | "herz haben" als kritierum zu entscheiden ob ich etwas tun soll oder nicht? das ist mir zu deftig, zu kulturell fundiert, zu gewaltig. es gibt leute, die verzieren ihre keule und fühlen sich als herzhafte kulturkämpfer. grossväterchen heinz von förster gab einen ganz anderen ratschlag. ich meine, er nannte es gar den "ethischen imperativ"... muss noch schnell nachschauen gehen... (in wikipedia ists eingetragen!) | das wort ethik würde ich nicht gleich verwenden wollen. "kreativer imperativ" genügt mir vorderhand noch... ähm... ob prinzipiell "mehr optionen" ethisch sinnvoll ist, weiss ich zz nicht. ich würde (mit staub-bernasconi) unterscheiden:
begrenzungsMACHT:
- begrenzt die ungehinderte bemächtigung (zb ist gegen monopole)
- begrenzt hierarchische fixierungen
- begrenzt kulturelle homogenität und sozio-strukturelle heterogenität
- sanktioniert ohne ansehen des status einer person

behinderungsMACHT:
- behindert gruppen mit unveränderbaren merkmalen
- behindert soziale rotation
behindert kulturelle heterogenität und sozio-strukturelle homogenität, bzw. unterscheidet diesen unterschied nicht
- sanktioniert nur bestimmte menschen und gruppen

(sozial problematisiert wird die behinderungsmacht | nach staub-bernasconi in brack/seydel 90)
und darum würde ich sagen: "der kreative imperativ" fragt, ist nach meiner handlung mehr optionen entstanden. falls ja: dann mache ich es. falls nein. dann mache ich es nicht.