der abend davor | herzlichen dank, michael gamon & bernie rieder & crew ;-)
wenn sie video bevorzugen: wählen sie http://rebell.tv und rechts vom fernseher den sender "wildcookin' (bernie rieder)"... so können sie den ganzen abend unterbruchsfrei mit dabei sein ;-) persönlich scheint mir aber, dass diese form als "radio" (podcast) fast am besten funktioniert... wie auch immer: danke für alle anregungen und feedbachs hier via kommentar und/oder via eMail...
als VIDEO | teil 1 (50 min)

als VIDEO | teil 2 (50 min)

als VIDEO | teil 3 (schluss)
wer die podcasts am nigelnagelneuen iPhone empfangen will, wende sich vertrauensvoll an unseren rss2-feed von RADIO
du sollst dir kein bildnis machen... "labe deinen nächsten, wie dich selbst" (hat mich andrea und manfred gelehrt...) und überhaupt... habe mich entschieden: zuerst kommt podcast... will sagen: mach' dir deine bilder selbst... logo... habe die bilder gespeichert... ähm... werde diese wohl nachliefern... aber erst in ca. einer woche... bis dahin: allah ismarladik











.. vorerst gehts hier vielOh!sofWie?sch

zuerst: im blog habe ich alles der rubrik "paul renner". einfach, weil ich den michael gamon in jener sensationellen am kunsthaus-bregenz.at vor einem jahr kennen gelernt habe. michael - so weiss andrea kühbacher zu erzählen (link!) ist der ur-enkel von hermann nitsch > paul renner > roland adlassnigg > michael gamon | wie auch immer... weil ich nun fast drei stunden video-material habe, gibts nun doch in TV einen eigenen sender: http://tv.rebell.tv/wildcookin/ (der name ist ein mix zwischen http://tv.orf.at/wildcooking und http://www.mocookin.at/. klar ist: wenn es einen wettbewerb gäbe, dann wäre unser "wildcookin.rebell.tv" im vergleich zu den beiden anderen varianten klar im vorteil: "hard core cookin" wäre wohl angepasster ;-)
wie auch immer: also: am "schönsten" wird es sein, auf der frontpage http://rebell.tv den sender wildcookin zu suchen und die ganzen stunden einfach so nebenher ablaufen zu lassen...
hier gehts zu den "10-uhr nachrichten" vom 11.07.2008 das ist ein 8min schnippsel, welche das projekt von michael gamon wenigstens ganz grob skizziert und etwas von der umgebung zeigt. und danach gehts in eine - bis auf ein bandwechsel (ca. 30 sec.) eine nonstop aufnahme durch den abend. bernie hat das funkmikrofon (und wenn funkkontakt hergestellt ist, hören wir ihn auch ;-) die kamera macht was ich will. teilweise gehe ich ihm nach. teilweise nicht.

so habe ich das vorher noch nie gemacht. auch das - wie so vieles bei rebell.tv - ist technisch-getrieben entstanden. (wie die verwendung von video ja auch... egal. wo war ich? ahja:) aktuell verfüge ich über zwei funkmikrofone. das handmikrofon und das ansteckmikrofon. theoretisch hätte ich ein kabel, welches mir die beiden funkstrecken auf die die beiden kanäle links/rechts verteilte. das habe ich (komischerweise) noch nicht einmal eingesetzt.

diese technische bedingtheit hat mich gezwungen, mich zu entscheiden. ich habe mich für bernie entschieden. am konsequentesten wäre wohl, wenn ich das bild ganz wegnehmen würde und den abend als podcast - quasi als hörspiel - ablegen täte. (warum mache ich das eigentlich nicht? ... ähm... eieiei... und dann könnte ich später den film noch zeigen... haha... aber im ernst!)

zuerst die person bernie rieder. (während ich hier schreibe, überspiele ich das band. und hier sagt bernie gerade - ca minute 38 - "ich bin die österreichische küche" ;-)) also... das ist jetzt ein ganz sensationeller kerl... erlebt habe ich ihn an jenem abend mit michael gamon in der woche von paul renner. und danach sind wir an einem abend in dasturm.at essen gegangen. bei paul renner habe ich das essen nie wirklich mitbekommen. aber nach dem abend in wien, hatten wir noch am tag danach den eindruck, wir schwebten im 7. himmel... so gegessen hatten wir (und ich auch!) schlicht und ergreiffend noch nie. und jetzt also diese zweite begegnung. und ich wusste nicht, was ich machen will... die möglichkeit, ihm das mikro anzustecken und davon zu laufen, fand ich passend... irgendwie ist genügend beziehung da, damit so etwas gemacht werden kann. und andererseits gehts darum, ihn nicht beim arbeiten zu behindern. neben der aufgabe zu kochen und die übersicht zu bewahren, macht er gespräche mit kunden, personen, welche ihm ihre spezialitäten zeigen wollen, der presse, fans... es ist der versuch, "ganz nah dran" zu sein, ohne zu stören. immer wieder: eine der klassischsten sozialarbeiterischen methoden: "teilnehmende beobachtung"...

und was beobachte ich? - zuerst wohl einfach meine eigene begeisterung für das kochen, das essen, die lust und kunst mit dem geschmacksinn zu arbeiten. (etwas für mich doch völlig fremdes!) und... ähm... wie gesagt: während ich hier schreibe, läuft neben mir das erste band auf den pc ein... ich erlebe die aufnahme als podcast... und ich finde: wow! es funktioniert! es BRAUCHT kein bild... (und es ist natürlich lustig, zwischendurch drauf zu schauen...) aber ich glaube, ich löse mir jetzt zwei probleme auf einen streich:
1. sollte ich ins bett um fit zu sein für die reise in die türkei
2. ist es (medien)theoretisch *richtig* das bild weg zulassen und einen podcast "bernie rieder wild cookin in wild wild west" online zu stellen.
3. wird es witzig sein, den fans des podcasts später den film dazuzugeben ;-)
wie auch immer: warum eine video-kamera einfach mitlaufen lassen. was ist das? warum? wieso? wozu? - das sind die einen fragen. mich interessiert stärker das "wie"... das "warum" habe ich satt. ich *hasse* die warum-frage. (nicht für mich persönlich, aber wenn ich sie gegenüber dritten beantworten soll.) für mich persönlich ist die warum-frage zentral. es ist die frage der (psycho-)analyse. diese frage auszulassen - wenn auch nicht als einzige - empfände ich als "unsorgfältig". ich bin das mass aller dinge. (nicht weil ich so toll bin. ganz im gegenteil. sondern, weil mir kein anderer mensch so intim zur verfügung steht, wie mein eigener körper...) aber die frage des "wie" finde ich spannender. interessant ist, DASS es passiert. kameras laufen mit. eben noch war es stasi - "fiche" in der schweiz - jetzt ist es live-style. eben noch war es "kontrolle", jetzt ist es "ausdruck", "freiheit", "kreativität"... dieser wunsch, das eigene (er-)leben "hoch zu laden"... dem main-stream-mass-media ein ein anderer stream entgegenzuhalten. das eigene leben höher zu gewichten, als das mir entgegengehaltene...

wie auch immer: ist schon witzig, dass so wenig langsame reflektionen zu finden sind zum thema... umgekehrt: ich empfinde es als SENSATIONELL einem jungen koch einen abend lang zuschauen zu dürfen, dazwischen direkt aus seinen töpfen schlecken zu können, und mir derweil dem nachspüren zu können, was derweil mit uns abgeht... michael gamon hat wahrlich eine DIE GROSSE TAFEL gedeckt... er hat sich nicht irgendeine brücke ausgesucht. es ist die vereinigungsbrücke. zu feldkirch. (dort, wo er sich auskennt.) er hat seinen freund eingeladen, zusammen mit anderen wilden köchen, ein essen zu bereiten. er hat für musik und licht gesorgt. ein sinnenfest erster güte. und der himmel hat den regen dazugegeben. ich bleibe stur: SENSATIONELL! abzüglich allem aufwand - auch finanziellen risiken - so schlicht und ergreifend kann kunst (im ländle) sein... wunderbar ;-)