netzzeitung.de vor dem ende?
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robert basic
from: Stanton, Russ
Sent: Wednesday, July 02, 2008 2:05 PM
To: yyeditall
Subject: Newsroom job cuts
Colleagues:
You all know the paradox we find ourselves in: Thanks to the Internet, we have more readers for our great journalism than at any time in our history. But also thanks to the Internet, our advertisers have more choices, and we have less money.
(...)
Russ Stanton
Editor
Los Angeles Times
ausschuss für medien und kultur, unterausschuss für neue medien.
eigenvorstellung: "Mit der Entstehung der Wissens- und Informationsgesellschaft stellen sich neue Herausforderungen für Politik und Gesellschaft. Der Unterausschuss Neue Medien beschäftigt sich mit den technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten der neuen Medien. Informationsfreiheit, Datenschutz und Computerkriminalität bekommen durch das Internet eine weltweite Dimension. Urheberrechte, Verbraucherschutz, nationale und europäische Medienpolitik sind ebenfalls ressortübergreifende Themen. Daher ist der Unterausschuss Neue Medien ein so genannter Querschnittsausschuss."
stellungnahmen von experten (wow! eine wahre quelle... könnte ein ganzes sommerloch stopfen ;-) die fragen der kommission waren: (NACHTRAG: vielleicht habe dich doch noch lust, schnell zu schauen, was mir spontan einfällt... darum sind jetzt mal die fragen schon fett ausgezeichnet. falls dann später normal reingeschrieben wird, wären das meine vorschläge.
lesen? - schreiben!
1) Wie lässt sich Online-Journalismus definieren? Wie wird sich der Online-Journalismus – auch hinsichtlich seiner Nutzung – entwickeln?
- journalismus ist journalismus ist journalismus. wenn journalismus wegen dem wort "online" durcheinander geraten sollte, dann muss es am wort "journalismus" gehangen haben. sicher ist: das wort "online" wird schon SEHR bald vergessen gehen. es wird uns nicht mehr bewusst sein, ob irgendetwas on- oder offline ist. und zwar nicht nur, weil die unterscheidung up-/download nicht haltbar ist. wie auch immer: es braucht hier keine neue definitionen.
2) Wie kann man seriösen Online-Journalismus und auch seriöse journalistische Blogs abgrenzen von anderen Formen der Kommunikation im Internet, beispielsweise in Blogs und in Foren?
- blogs und foren sind unseriös? journalismus ist seriös? wow... sehr sympatisch, dass diese kommission so offenherzig herzeigt, was sie verstanden hat. nämlich nichts. und darum macht sie das beste was sie kann: experten befragen. am besten schon beim fragen stellen...
3) Wie verändern die Blogs die "tradierte" Medienlandschaft?
- tradiert verweist auf kultur. das problem was wir haben ist wohl eher ein ökonomisches. wie verändern blogs ökonomisierte medienlandschaften? zb. dadurch, dass sie die gratis-ökonomie erzwingen. immerhin: wo viele angebote sind von einem nachgefragten produkt, da sinkt der preis. wo viele menschen eine bestimmte arbeit übernehmen können, da sinkt der preis. immer hochwertigere journalistische leistungen können theoretisch mit immer tieferem preis hergestellt werden. das ist bloss noch ein organisationsproblem. wir stehen erst am anfang einer entwicklung...
4) Was ist der Nährboden für diese Form des "grass-root journalism"? Welche Auswirkungen gibt es für den kommunikativ vermittelten öffentlichen Raum und die klassischen Medienangebote, wenn jeder bloggt?
- hoffentlich wurde oben definiert was "journalism" ist und was "bloggen" sein könnte. dann wäre die frage (hoffenlich) überflüssig...
5) Können möglicherweise insbesondere Redaktionen, gerade im internationalen Bereich, davon profitieren, weil diese Form der Kommunikation eine Basis für eine freiere internationale Kommunikation bietet?
- frei? freiheit? eieiei... freiheit ist die möglichkeit es sich leisten zu können, nein zu sagen... nein. von freiheit würde ich hier nicht ausgehen. aber... vergl. antwort 3
6) Wie bewerten Sie den gegenwärtig zu beobachtenden Wandel des Journalismus – nicht zuletzt aufgrund der neuen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten? Wie kann trotz der zunehmenden Beschleunigung im Online-Journalismus Qualität und Verlässlichkeit von Informationen sichergestellt werden? Inwiefern ist dies im "Wettlauf gegen die Zeit" überhaupt noch möglich?
- beschleunigung im journalismus? was? hat es früher nicht mehrere print-ausgaben von tageszeitungen gegeben? das war damals nicht hecktisch? ich versteh die frage nicht... "rasender stillstand" fühlt sich an wie rasend. ist aber stillstand. (die frage ist schachsinn. hat bloss schwachen sinn.) der nidergang von qualität hat nichts mit bloggs und nichts mit zeitstress zu tun... langsam!
7) Wie kann man die seriöse und fundierte Berichterstattung schützen und möglicherweise als solche kenntlich machen?
- o gott... himml... statt symbole wie bei wikipedia unter jedem artikel auf toten bäumen, wäre interessanter, wenn zu jedem artikel die genauen sponsoren gelder genannt werden müssten. (dafür könnte der autorennamen, oder das heilige kürzel davon, ganz weggelassen werden :-P ... nein... im ernst: die frage ist peinlich! strafe: "zurück auf feld 2"
8) Einige Wissenschaftler sprechen von einem erneuten Strukturwandel der Öffentlichkeit? Teilen Sie die Einschätzung und, falls ja, was sind die Merkmale dieses neuen Strukturwandels der Öffentlichkeit?
- oral, schrift, druck, computer. endlich eine tolle frage. wie lange habe ich zeit zur antwort?
9) Falls es sich bei diesen Entwicklungen tatsächlich um einen strukturellen Wandel des Journalismus – hin zum Journalismus 2.0 – handelt, welche Folgen hat dieser strukturelle Wandel, insbesondere für den politischen Journalismus?
- lassen sie doch so 2.0-zeugs... (ihre fragen langweilen mich nicht nur, ich muss jetzt an eine party... und tschüss... 17:44h)
10) Wie bewerten Sie die These, dass hochwertige Onlineangebote unmöglich sind, solange journalistische Inhalte im Internet kostenfrei zur Verfügung gestellt werden?
wo war ich? ahja: - ich werte eine solche aussage als schwachsinn. (hat schwachen sinn.) zur strafe: zurück zu frage 3
11) Welche Auswirkungen hat ein Angebot wie BILDblog auf die redaktionelle Gestaltung der „gedruckten“ Version?
- oooops... ähm... muss ich raten... ähm... keine? zur strafe: zurück zu frage 3
12) Sehen Sie politischen und rechtlichen Handlungsbedarf, beispielsweise mit Blick auf die verfassungsrechtlich garantierten Medienfreiheiten, die Zeugnisverweigerungsrechte, die Presseausweise und die Berufsausbildung des grundsätzlich offenen Berufes eines Journalisten oder einer Journalistin?
- wow... ähm... WIRKLICH gute frage... weiss ich nicht. finde ich aber wichtig, dass es beantwortet würde....
13) Wie weltumspannend ist das „globale Dorf“ – beispielsweise vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Burma im vergangenen Jahr oder derzeit in China und Tibet – tatsächlich und welche Chancen bieten diese neuen Formen der journalistischen Kommunikation, Einschränkungen der Presse- und Rundfunkfreiheit auszuhebeln?
- iwo! das globale dorf ist kaum weiter also stromversorgung und internet-acess locker möglich ist. china. tibet. eieiei... die westlich-zentristischen, post-kolonialistischen strategien at its best... und dann gleich noch obendrau "presse- und rundfunkfreiheit"... nix da. das seh ich anders. solange eine fussball-EM oder -WM nicht durchgängig von einem frauenteam kommentiert ist, mag ich über kompliziertere soziale probleme in afri-o-ameriko nicht nachdenken. kümmert euch um bayern. danach sehen wir weiter..
14) Welche Gefahren ergeben sich – vor dem Hintergrund der vielfältigen Einschränkungen der Medien- und Pressefreiheit, welchen sich auch unabhängige Weblogs sowie Mediennutzer und Journalisten gegenüber sehen -, wenn es gelingt, den Zugang zum Internet grundsätzlich zu kontrollieren? Teilen Sie die Einschätzung, dass derjenige, der den Zugang zum Internet kontrolliert, die Inhalte gar nicht erst überprüfen muss, sondern direkt verhindern kann, dass diese erst entstehen oder wahrgenommen werden?
- es entstehen nicht primär neue gefahren, nachdem gelungen ist, den internet-zugang zu kontrollieren. es ist die gefahr an sich, dass versucht wird, den internet-zugang zu kontrollieren... himml... ~:-[]
15) Was sind aus Ihrer Sicht die möglichen Folgen und politischen Herausforderungen dieser Entwicklungen, beispielsweise mit Blick auf die immer wichtiger werdende Medienkompetenz?
- ich würde vorschlagen, lesen sie prof. dr. bayard: hören sie auf zu lesen. beginnen sie zu schreiben! "200 jahre sind genug!" jetzt wollen wir mal ausprobieren, wie sich der aufrechte gang tatsächlich anfühlt...
16) Wie lassen sich Identität, Authentizität und Qualität der neuen Journalismusangebote sicherstellen?
- in dem die vorstellung von "identität", "authentizität" und "qualität" revidiert werden. "ich ist das, wozu andere du sagen", authentisch ist, was dran!sparent bleibt, qualität ist eine lüge.
17) So genannte Total-Buyout-Verträge für Journalistinnen und Journalisten sind inzwischen bei nahezu allen Zeitungsverlagen an der Tagesordnung. Mit der Unterzeichnung solcher Verträge werden nahezu alle Verwertungsrechte, über die ein Urheber verfügt, an die Verlage abgetreten. Die Digitalisierung bringt es mit sich, dass Artikel nicht mehr nur in der Print-Ausgabe sondern auch Online oder auf zusätzlichen CDs und DVDs veröffentlicht oder in Datenbanken vorgehalten werden. Wie sieht die Praxis hinsichtlich der Ausschüttung der Vergütungen für die Zweitverwertung durch die Verlage aus? Hat sich die Vergütung für die Urheber durch die Mehrfachnutzung auch erhöht?
- keine ahnung. wichtige frage. sollte beantwortet werden. vermutlich ist es aber ein huch!pseudoproblem. zur strafe zurück zu frage 3. der punkt ist, dass die rechte ganz ohne wow!verträge total abgegeben werden. (wer verträge unterzeichnen muss, ist wohl unter die gilde der privilegierten zu verorten...) kinder!kinder... ihr träumt... die reale realität ist weit dramatischer... leben wir in der gleichen welt? ich glaube es nicht :-(
18) Wie bewerten Sie angesichts des Wandels im Journalismus die Situation bei den Suchmaschinenanbietern, insbesondere vor dem Hintergrund der gebotenen Unabhängigkeit?
-süss... wirklich süss... google macht uns angst. microshit fanden wir zum kotzen... mit 15 jahren in verzug kommen falsche fragen, verdreht gestellt, an falsche ohren...
meieiei... ist jetzt doch ganz gut, bin ich den bogen mal durchgegangen... ist eigentlich - EIGENTLICH - extrem deprimierend.... oder anders: (weil ich in sachen menschenrechte in berlin schon an solchen "öffentlichen hearings" teilgenommen habe, weiss ich, wie toll dieses instrument ist... will sagen... ich finde es suprGenial, dass öffentlich zugänglich wird, auf welchem niveau der aktuelle politische diskurs stattfindet...) aber eben... eieiei...
wow... warum diese fragen nicht zur öffentlichen beantwortung frei gegeben worden sind? ähm... wäre doch lustig zu sehen, wie darauf reagiert werden würde... nicht nur die expertenden ;-)
wie der journalismus im jahr 2018 aussehen wird? - so beantwortet das MAZ die frage :-P
erste begegnung mit michael maier, gründer von netzeitung.de
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