übersicht: schreibprozess antrittsvorlesung

oliver bendel mit einem neuen handyromanhaikus
. jetzt aber mit qr-codes. download reader. am iPhone arbeite ich mit beetagg | archiv: oliver bendel im s.w.i.r. vom 19.03.2001

warum ich ein buch kaufen soll, in welchem ich einen qr-code fotografieren kann, welcher mir dann jenen text am handy anzeigt, welchen ich bereits auf der buchseite lesen konnte?
- wer solches absurd findet, hat bereits genug über sich selbst verstanden. es würde damit vielleicht die selbsterkenntnis zur darstellung gebracht, wie einem buch begegnet, was davon erwartet und wie damit umgegangen wird. es wird, beispielsweise, so getan, als würde in einem buch stehen, was in einem buch steht. grad so, als gäbe es keine verarbeitende instanzen zwischen den zeichen und meinem vermeintlichen verstehen. grad so, als würden die zeichnungen und zeichenketten durch meine augen passen und umstandlos in den hirnwindungen meines bauches präzise gefühlsknöpfe zum anspringen bringen.

wir täuschen uns. selbstverständlich
und wer sich eventuell über ein buch wundert, welche an diese vorauseilende täuschungsunterwürfigkeit erinnert, dürfte sich glücklich schätzen. eur 12,50 - zwei latte macchiati in einem hippen spunten - wären dann ein schönes gedenken, ein knackiges geschenk für schon vorher wissende, ein hinterlistiges mitbringsel für "aufschreiber wie es ist"-journalistende. und immer so weiter | das buch im zeitalter des computers.

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logo: gilles deleuze wusst es schon lange vor internet und hallihahallo: "es gibt keinn tod des buches, sondern eine neue art des lesens." und vilém flusser notierte schon 1991: "wir sind nicht mehr subjekte einer gegebenen objektiven welt, sondern projekte von alternativen welten. aus der unterwürfigen subjektiven stellung haben wir uns ins projizieren aufgerichtet." | vergl.: "liste der gelöschten unterscheidungen" | aktuell: unsere arbeit an band 2 von #dfdu
textsorte: blitz | textsorten sofortiger erkennen | unterscheidungen löschen = unterscheidungen machen | dieses blog ist KEIN subtraktionsblog