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das 29. monatliche s.w.i.r. in der übersicht | zu den vorbereitungen | das wort "lassen", links zum satz "kunst muss nicht", remote words | begegnung mit jürgen flimm | sms als researcher social worker in residence am _vilém _flusser _archiv an der UDK berlin | vilém flusser über den begriff des faschismus, notizen zur biografWie?zum text von raoul schrott. und hier gleich jener ausschnitt aus der rede von raoul schrott:
Die Poesie ist jedoch weit mehr zu leisten in der Lage. Anders als das Oxymoron, koppelt jede ihrer Metaphern zwei konkrete, definierbare Begriffe, um durch ihre Dialektik ein oszillierendes Bild zu erhalten, etwas eigenständig Drittes, das die beiden Ausgangsworte dann in einem neuen Licht zeigt: ein Erkenntnisgewinn ebenso wie ein gedanklicher Freiraum. Das Oxymoron einer „schwarzen Sonne“ bleibt starr im Bedeutungshof der Sonne verschlossen; der Antithetik des Sakralen gemäß negiert das Schwarz alle positiven Eigenschaften des Lichts. „Schnee der Sonne“ hingegen öffnet eine ganze Landschaft, in der jeder einzelne von uns andere Spur hinterlassen kann, über ein gleißendes Feld, gegen einen blendenden Wind, frierend oder Wärme auf der Wange fühlend.
hier gehts zur ersten "monday lectures" von marlene streeruwitz (demnächst in neuer homepage!)
übersicht: berlin 24.10.2009 - 23.03.2010