im blog von the long tail habe ich kommentare hinterlassen. habe mich gefreut, dass da einer einer "ganz grossen sache" auf der spur ist. (komischerweise habe ich später das buch nie gekauft.) aber immerhin: wired habe ich dann wieder abonniert. nach einer langen pause zwischen ende von 1.0 und start 2.0. irgendwie habe ich immer mitgemeint, dass eine neue zeit der nischen, ränder und quergucker entstehen würde. wie blöd ich doch war.

ich habe übrigens auch lange angenommen, dass mobile telefonie etwas für afrika, sibirien, china, indien oder patagonien sei. aber doch nicht für uns. und ich habe anenommen, dass eliza viele avaterenkinder bekommen würde. ich wollte schon einmal datenhelme importieren, weil mir bloss logisch schien, dass ich mit aug, mund und ohr in diese nullen und einsen eintauchen will. (
"datenrausch", 23.09.2000 |
später) und immer so weiter. (auf mich ist nicht verlass.) sony, apple & die telcoms scheinen ganz andere hinrstürme zu machen:
apple, als wegelagerer (die zeit)
telcoms als brückenzollnehmer (rebell.tv)
sony = so nie (hamburger video-spezialist)
selbst blinde können es sehen. bloss ich nicht :-/ bloss weil alle mit allen kommunzieren können, heisst das nicht, dass sich
die machtverhältnisse von der horizontalen in die vertikale verschiebt. der wegfall der fokussierung von der masse auf "den langen schwanz" ist bloss die umstellung der viel präziseren abzocke. nicht nur die abzocke der masse, welche vor der glotze fussball guckt, sondern auch noch jenen riesigen massen, welche was völlig anderes derweil machen...
nix da: eMail hat mit der möglichkeit mit allen möglichen leuten (auch avataren) in kontakt zu kommen insbesondere die möglichkeit hervorgebracht, lästig gewordene verbindlichkeiten fröhlich lächelnd auflösen zu können. (
die gas-these von rebell.tv: "in der dienstleistungsgesellschaft stellen sich alle fröhlich lächelnd zum ausschluss bereit. leiden an gesellschaftlichen verhältnissen ist gar nicht mehr möglich. wer leidet, zeigt an, dass der eigene businessplan suboptimal ist. es kann geholfen werden. prinzipiell..." | bereits über 10 jahre alt, dieser satz. und noch immer stimmig :-/ die verweigerung von verbindlichkeiten war DAS ziel des
neo-liberalismus = globalisierung. neu an jenem gewinngeilen liberalismus war, dass nicht mehr die menschen, sondern bloss noch das geld befreit werden wollte. das geld rast nun um die welt und bespringt einfach jede aufsteigende kurve. (und die fallenden gleich auch noch.) so ungehalten, dass sie global saubannern und lokal genau gleich weiter machen.
glokalisierung meint: global raffen und lokal gieren.
percy barnevik (abb): zitat aus dem tagesanzeiger.ch vom 15.1.2001:
«Ich definiere Globalisierung als die Freiheit unserer Firmengruppe, zu investieren, wo und wann sie will, zu produzieren, was sie will, zu kaufen und zu verkaufen, wo sie will und alle Einschränkungen durch Arbeitsgesetze oder andere gesellschaftliche Regulierungen so gering wie möglich zu halten.»
habe früher ein update vorgeschlagen: "ich definiere wirtschaften als die freiheit unserer firmengruppe, geld auch ganz ohne gegenleistung von privaten wie vom staat an mich zu nehmen, noch mehr geld einzufordern, wie sie will, kredite aufzunehmen und mich zu verschulden bei wem sie will und alle einschränkungen durch gesetze, idee-logiken oder andere gesellschaftliche regulierungen so gering wie möglich zu halten."
wir stehen
auf verlorenem posten :-/
textsorte: blitz | textsorten sofortiger erkennen | unterscheidungen löschen = unterscheidungen machen | dieses blog ist KEIN subtraktionsblog

