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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>((( rebell.tv ))) blog</big><br/>die form der unruhe<br/></p><p><small>16.9.2006,&#xA0;09:45</small><br/><b><a href="http://blog.rebell.tv/mobile/-karawan/auch-mich-aergerte-ratzinger.html">auch mich &#xE4;rgert joseph ratzinger</a></b></p><p>[<a href="http://blog.rebell.tv/files/images/2006/9/30/mob1905_1158389987.gif">bild</a>]<br/></p><p>mms (tagblatt.ch): auch ich finde, <a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/tagblatt.ch/index.php?artikelxml=jsp&#38;artikel_id=1237040&#38;ressort=tagblattheute/schlagzeilen">er sollte sich entschuldigen</a> | <a href="http://rebell.kaywa.com/mobile/p1644.html">zu meiner ersten reaktion</a> | komentar aus jordanien bei rebell.tv: "<a href="http://rebell.kaywa.com/mobile/p1644.html">das braucht die welt jetzt nicht! oder doch?</a>" | <a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20060912_university-regensburg_ge.html">zur ganzen rede des papstes</a> | der spiegel dient sich als hohle <a href="http://rebell.kaywa.com/mobile/p1158.html">echokammer</a> an:[<a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/rebell.kaywa.com/files/images/2006/9/320/mob1910_1158399187.jpg">bild</a>,&#xA0;<a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,437307,00.html">link</a>]<br/>
</p><p>[<a href="http://blog.rebell.tv/files/images/2006/9/30/mob1908_1158397575.gif">bild</a>] ich werde sp&#xE4;ter die rede noch kommentieren. im moment habe ich mir nur eine doku gezogen, um sehen zu k&#xF6;nnen, was allf&#xE4;llig sp&#xE4;ter abge&#xE4;ndert werden wird (vergl. anmerkungen ganz unten in der doku des papstes)<br/>
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hervorhebungen (fett) und<br/>

anmerkungen

(zitat) von sms:<br/>
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doku stand der rede am samstag morgen:<br/>
APOSTOLISCHE REISE VON PAPST BENEDIKT XVI.<br/>
NACH M&#xDC;NCHEN, ALT&#xD6;TTING UND REGENSBURG<br/>
(9.-14. SEPTEMBER 2006)<br/>
<br/>
TREFFEN MIT DEN VERTRETERN<br/>
AUS DEM BEREICH DER WISSENSCHAFTEN<br/>
<br/>
ANSPRACHE VON BENEDIKT XVI.<br/>
<br/>
Aula Magna der Universit&#xE4;t Regensburg<br/>
Dienstag, 12. September 2006<br/>
<br/>
<br/>
<br/>
Glaube, Vernunft und Universit&#xE4;t.<br/>
Erinnerungen und Reflexionen.<br/>
<br/>
Eminenzen, Magnifizenzen, Exzellenzen,<br/>
verehrte Damen und Herren!<br/>
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Es ist f&#xFC;r mich ein bewegender Augenblick, noch einmal in der Universit&#xE4;t zu sein und noch einmal eine Vorlesung halten zu d&#xFC;rfen. Meine Gedanken gehen dabei zur&#xFC;ck in die Jahre, in denen ich an der Universit&#xE4;t Bonn nach einer sch&#xF6;nen Periode an der Freisinger Hochschule meine T&#xE4;tigkeit als akademischer Lehrer aufgenommen habe. Es war &#x2013; 1959 &#x2013; noch die Zeit der alten Ordinarien-Universit&#xE4;t. F&#xFC;r die einzelnen Lehrst&#xFC;hle gab es weder Assistenten noch Schreibkr&#xE4;fte, daf&#xFC;r aber gab es eine sehr unmittelbare Begegnung mit den Studenten und vor allem auch der Professoren untereinander. In den Dozentenr&#xE4;umen traf man sich vor und nach den Vorlesungen. Die Kontakte mit den Historikern, den Philosophen, den Philologen und nat&#xFC;rlich auch zwischen beiden Theologischen Fakult&#xE4;ten waren sehr lebendig. Es gab jedes Semester einen sogenannten Dies academicus, an dem sich Professoren aller Fakult&#xE4;ten den Studenten der gesamten Universit&#xE4;t vorstellten und so ein Erleben von Universitas m&#xF6;glich wurde &#x2013; auf das Sie, Magnifizenz, auch gerade hingewiesen haben &#x2013; die Erfahrung n&#xE4;mlich, da&#xDF; wir in allen Spezialisierungen, die uns manchmal sprachlos f&#xFC;reinander machen, doch ein Ganzes bilden und im Ganzen der einen Vernunft mit all ihren Dimensionen arbeiten und so auch in einer gemeinschaftlichen Verantwortung f&#xFC;r den rechten Gebrauch der Vernunft stehen &#x2013; das wurde erlebbar. Die Universit&#xE4;t war auch durchaus stolz auf ihre beiden Theologischen Fakult&#xE4;ten. Es war klar, da&#xDF; auch sie, indem sie nach der Vernunft des Glaubens fragen, eine Arbeit tun, die notwendig zum Ganzen der Universitas scientiarum geh&#xF6;rt, auch wenn nicht alle den Glauben teilen konnten, um dessen Zuordnung zur gemeinsamen Vernunft sich die Theologen m&#xFC;hen. Dieser innere Zusammenhalt im Kosmos der Vernunft wurde auch nicht gest&#xF6;rt, als einmal verlautete, einer der Kollegen habe ge&#xE4;u&#xDF;ert, an unserer Universit&#xE4;t gebe es etwas Merkw&#xFC;rdiges: zwei Fakult&#xE4;ten, die sich mit etwas befa&#xDF;ten, was es gar nicht gebe &#x2013; mit Gott. Da&#xDF; es auch solch radikaler Skepsis gegen&#xFC;ber notwendig und vern&#xFC;nftig bleibt, mit der Vernunft nach Gott zu fragen und es im Zusammenhang der &#xDC;berlieferung des christlichen Glaubens zu tun, war im Ganzen der Universit&#xE4;t unbestritten.<br/>
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All dies ist mir wieder in den Sinn gekommen, als ich k&#xFC;rzlich den von Professor Theodore Khoury (M&#xFC;nster) herausgegebenen Teil des Dialogs las, den der gelehrte byzantinische Kaiser Manuel II. Palaeologos wohl 1391 im Winterlager zu Ankara mit einem gebildeten Perser &#xFC;ber Christentum und Islam und beider Wahrheit f&#xFC;hrte.<br/>
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nach einer simplen einleitung, kommt er also schnurstracks auf das massenmedial vielzitierte zitat. der mann hat es also eilig. und wir wollen nicht vergessen, in welcher schrecklichen tradition - inquisitionen, parallele expansion (kooperation) mit westlicher kolonialisation, feige haltungen im 2. weltkrieg f&#xFC;r welche sich die kirche endlich hat entschuldigen k&#xF6;nnen, und ziemlich lange so weiter), jan hus (<a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/intervention.ch/rebell.tv/pietismus/index.htm">dossier pietismus</a>) und sogar die reformatoren, zwingli in zureich, hat noch seine gegner ermorden lassen! himmel! die christliche machtkirche ist etwas vom &#xFC;belsten... angenehmere traditionen sind lediglich ansatzweise bei den amish, bei den hutteren, den qu&#xE4;kern, den mennoniten zu finden, wobei auch dort... also.. lassen wir das. will sagen: - dass sich ein papst den folgenden abschnitt erlaubt, ist... eieiei... mir fehlen die worte!
<br/>
Der Kaiser hat vermutlich w&#xE4;hrend der Belagerung von Konstantinopel zwischen 1394 und 1402 den Dialog aufgezeichnet; so versteht man auch, da&#xDF; seine eigenen Ausf&#xFC;hrungen sehr viel ausf&#xFC;hrlicher wiedergegeben sind, als die seines persischen Gespr&#xE4;chspartners. Der Dialog erstreckt sich &#xFC;ber den ganzen Bereich des von Bibel und Koran umschriebenen Glaubensgef&#xFC;ges und kreist besonders um das Gottes- und das Menschenbild, aber auch immer wieder notwendigerweise um das Verh&#xE4;ltnis der, wie man sagte, &#x201E;drei Gesetze&#x201C; oder &#x201E;drei Lebensordnungen&#x201C;: Altes Testament &#x2013; Neues Testament &#x2013; Koran. Jetzt, in dieser Vorlesung m&#xF6;chte ich dar&#xFC;ber nicht handeln, nur einen &#x2013; im Aufbau des ganzen Dialogs eher marginalen &#x2013; Punkt ber&#xFC;hren, der mich im Zusammenhang des Themas Glaube und Vernunft fasziniert hat und der mir als Ausgangspunkt f&#xFC;r meine &#xDC;berlegungen zu diesem Thema dient.<br/>
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In der von Professor Khoury herausgegebenen siebten Gespr&#xE4;chsrunde (&#x3B4;&#x3B9;&#x3AC;&#x3BB;&#x3B5;&#x3BE;&#x3B9;&#x3C2; &#x2013; Kontroverse) kommt der Kaiser auf das Thema des Djih&#x101;d, des heiligen Krieges zu sprechen. Der Kaiser wu&#xDF;te sicher, da&#xDF; in Sure 2, 256 steht: Kein Zwang in Glaubenssachen &#x2013; es ist eine der fr&#xFC;hen Suren aus der Zeit, wie uns die Kenner sagen, in der Mohammed selbst noch machtlos und bedroht war. Aber der Kaiser kannte nat&#xFC;rlich auch die im Koran niedergelegten &#x2013; sp&#xE4;ter entstandenen &#x2013; Bestimmungen &#xFC;ber den heiligen Krieg.<br/>
ganz genau! und lesen wir auch noch: "im namen allahs, des erbarmers, des barmherzigen! sprich: "oh ihr ungl&#xE4;ubigen! ich verehre nicht, was ihr verehrt. und ihr verehrt nicht, was ich verehre. und ich werde kein verehrer dessen sein, was ihr verehrt. und ihr werdet kein verehrer dessen sein, was ich verehre. euch eure glaube und mir mein glaube!" (109. sure)
Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von &#x201E;Schriftbesitzern&#x201C; und &#x201E;Ungl&#xE4;ubigen&#x201C; einzulassen, wendet er sich in erstaunlich schroffer, uns &#xFC;berraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verh&#xE4;ltnis von Religion und Gewalt &#xFC;berhaupt an seinen Gespr&#xE4;chspartner. Er sagt: &#x201E;Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, da&#xDF; er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten&#x201C;. Der Kaiser begr&#xFC;ndet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. &#x201E;Gott hat kein Gefallen am Blut&#x201D;, sagt er, &#x201E;und nicht vernunftgem&#xE4;&#xDF;, nicht &#x201E;&#x3C3;&#x3C5;&#x300;&#x3BD; &#x3BB;&#x3CC;&#x3B3;&#x3C9;&#x201D; zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des K&#xF6;rpers. Wer also jemanden zum Glauben f&#xFC;hren will, braucht die F&#xE4;higkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung&#x2026; Um eine vern&#xFC;nftige Seele zu &#xFC;berzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann...".<br/>
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Der entscheidende Satz in dieser Argumentation gegen Bekehrung durch Gewalt lautet: Nicht vernunftgem&#xE4;&#xDF; handeln ist dem Wesen Gottes zuwider.<br/>
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das ist dieses schlangenhafte, doppelz&#xFC;ngige argumentieren. er nimmt eine stelle und jeder denkt an "kofferbomben" und "9/11" und f&#xFC;hlt sich best&#xE4;tigt: die moslems sind ALLE solche barbaren. sogar einer ihrer kaiser hats versucht. aber es ist zwecklos... und dann macht aber der papst diesen h&#xFC;bschen satz und verweist, was f&#xFC;r ihn der wichtige satz sei. das ist suprgeschickt. das ist rhetorik vom feinsten... (es ist zum kotzen!)
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Der Herausgeber, Theodore Khoury, kommentiert dazu: F&#xFC;r den Kaiser als einen in griechischer Philosophie aufgewachsenen Byzantiner ist dieser Satz evident. F&#xFC;r die moslemische Lehre hingegen ist Gott absolut transzendent. Sein Wille ist an keine unserer Kategorien gebunden und sei es die der Vern&#xFC;nftigkeit. Khoury zitiert dazu eine Arbeit des bekannten franz&#xF6;sischen Islamologen R. Arnaldez, der darauf hinweist, da&#xDF; Ibn Hazn so weit gehe zu erkl&#xE4;ren, da&#xDF; Gott auch nicht durch sein eigenes Wort gehalten sei und da&#xDF; nichts ihn dazu verpflichte, uns die Wahrheit zu offenbaren. Wenn er es wollte, m&#xFC;sse der Mensch auch G&#xF6;tzendienst treiben.<br/>
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An dieser Stelle tut sich ein Scheideweg im Verst&#xE4;ndnis Gottes und so in der konkreten Verwirklichung von Religion auf, der uns heute ganz unmittelbar herausfordert.<br/>
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jetzt legt er los. die gedanken sind noch nicht zur ruhe gekommen und seine umdeutung noch nicht verstanden und schon hocke ich in der falle: er kn&#xFC;pft sofort wieder an die vorg&#xE4;ngige, schnelle schubladisierung *der islamisten* - die sind doch alle gleich? odr? extreme! barbaren, wie immer alles fremde in einen topf geworfen und gekocht wird! himmel wie mich solches &#xE4;rgert!!! - .... wo bin ich? ahja: eben: nocheinmal: er hat zwar eine relativierung gemacht, aber die war so schnell, so kurz, dass er jetzt direkt die gef&#xFC;hle in *einen f&#xFC;r mich entscheidenenden* punkt bringt: er behauptet, der gott der christen und allah der moslems seien v&#xF6;llig anders... so ein frecher schwachsinn!
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Ist es nur griechisch zu glauben, da&#xDF; vernunftwidrig zu handeln dem Wesen Gottes zuwider ist, oder gilt das immer und in sich selbst? Ich denke, da&#xDF; an dieser Stelle der tiefe Einklang zwischen dem, was im besten Sinn griechisch ist, und dem auf der Bibel gr&#xFC;ndenden Gottesglauben sichtbar wird. Den ersten Vers der Genesis, den ersten Vers der Heiligen Schrift &#xFC;berhaupt abwandelnd, hat Johannes den Prolog seines Evangeliums mit dem Wort er&#xF6;ffnet: Im Anfang war der Logos. Dies ist genau das Wort, das der Kaiser gebraucht: Gott handelt &#x201E;&#x3C3;&#x3C5;&#x300;&#x3BD; &#x3BB;&#x3CC;&#x3B3;&#x3C9;&#x201D;, mit Logos.<br/>
ohwies&#xFC;ss! er redet nicht mehr lateinisch, sondern griechisch und er erkl&#xE4;rt es uns auch noch, was es heisst... wann w&#xFC;rde die lateinische messe abgeschafft? danke f&#xFC;r den arroganten einschub. er erinnert mich weiter an die selbstgef&#xE4;llige tradition dieser kirche, welche so HERZLICH wenige mit jesus, ihrem christus, zu tun hat...
Logos ist Vernunft und Wort zugleich &#x2013; eine Vernunft, die sch&#xF6;pferisch ist und sich mitteilen kann, aber eben als Vernunft. Johannes hat uns damit das abschlie&#xDF;ende Wort des biblischen Gottesbegriffs geschenkt, in dem alle die oft m&#xFC;hsamen und verschlungenen Wege des biblischen Glaubens an ihr Ziel kommen und ihre Synthese finden. Im Anfang war der Logos, und der Logos ist Gott, so sagt uns der Evangelist. Das Zusammentreffen der biblischen Botschaft und des griechischen Denkens war kein Zufall. Die Vision des heiligen Paulus, dem sich die Wege in Asien verschlossen und der n&#xE4;chtens in einem Gesicht einen Mazedonier sah und ihn rufen h&#xF6;rte: Komm her&#xFC;ber und hilf uns (Apg 16, 6 &#x2013; 10) &#x2013; diese Vision darf als Verdichtung des von innen her n&#xF6;tigen Aufeinanderzugehens zwischen biblischem Glauben und griechischem Fragen gedeutet werden.<br/>
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Dabei war dieses Zugehen l&#xE4;ngst im Gang. Schon der geheimnisvolle Gottesname vom brennenden Dornbusch, der diesen Gott aus den G&#xF6;ttern mit den vielen Namen herausnimmt und von ihm einfach das &#x201E;Ich bin&#x201C;, das Dasein aussagt, ist eine Bestreitung des Mythos, zu der der sokratische Versuch, den Mythos zu &#xFC;berwinden und zu &#xFC;bersteigen, in einer inneren Analogie steht. Der am Dornbusch begonnene Proze&#xDF; kommt im Innern des Alten Testaments zu einer neuen Reife w&#xE4;hrend des Exils, wo nun der landlos und kultlos gewordene Gott Israels sich als den Gott des Himmels und der Erde verk&#xFC;ndet und sich mit einer einfachen, das Dornbusch-Wort weiterf&#xFC;hrenden Formel vorstellt: &#x201E;Ich bin&#x2019;s.&#x201C;<br/>
was mich betrifft: ich bin viele. und der geist weht &#xFC;berigens auch wo er will...
Mit diesem neuen Erkennen Gottes geht eine Art von Aufkl&#xE4;rung Hand in Hand, die sich im Spott &#xFC;ber die G&#xF6;tter drastisch ausdr&#xFC;ckt, die nur Machwerke der Menschen seien (vgl. Ps 115). So geht der biblische Glaube in der hellenistischen Epoche bei aller Sch&#xE4;rfe des Gegensatzes zu den hellenistischen Herrschern, die die Angleichung an die griechische Lebensweise und ihren G&#xF6;tterkult erzwingen wollten, dem Besten des griechischen Denkens von innen her entgegen zu einer gegenseitigen Ber&#xFC;hrung, wie sie sich dann besonders in der sp&#xE4;ten Weisheits-Literatur vollzogen hat. Heute wissen wir, da&#xDF; die in Alexandrien entstandene griechische &#xDC;bersetzung des Alten Testaments &#x2013; die Septuaginta &#x2013; mehr als eine blo&#xDF;e (vielleicht sogar wenig positiv zu beurteilende) &#xDC;bersetzung des hebr&#xE4;ischen Textes, n&#xE4;mlich ein selbst&#xE4;ndiger Textzeuge und ein eigener wichtiger Schritt der Offenbarungsgeschichte ist, in dem sich diese Begegnung auf eine Weise realisiert hat, die f&#xFC;r die Entstehung des Christentums und seine Verbreitung entscheidende Bedeutung gewann. Zutiefst geht es dabei um die Begegnung zwischen Glaube und Vernunft, zwischen rechter Aufkl&#xE4;rung und Religion.<br/>
ok. finde ich ziemlich gut ;-)
Manuel II. hat wirklich aus dem inneren Wesen des christlichen Glaubens heraus und zugleich aus dem Wesen des Griechischen, das sich mit dem Glauben verschmolzen hatte, sagen k&#xF6;nnen: Nicht &#x201E;mit dem Logos&#x201C; handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider.<br/>
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Hier ist der Redlichkeit halber anzumerken,<br/>
hier ist der redlichkeit halber anzumerken... sensationell! wer ohren hat der kotze!
da&#xDF; sich im Sp&#xE4;tmittelalter Tendenzen der Theologie entwickelt haben, die diese Synthese von Griechischem und Christlichem aufsprengen.<br/>
der redlichkeit halber h&#xE4;tte ich da noch ein paar andere ideen, was danach so alles passiert ist...
Gegen&#xFC;ber dem sogenannten augustinischen und thomistischen Intellektualismus beginnt bei Duns Scotus eine Position des Voluntarismus, die schlie&#xDF;lich in den weiteren Entwicklungen dahinf&#xFC;hrte zu sagen, wir kennten von Gott nur seine Voluntas ordinata.<br/>
haha! lateinisch ohne erkl&#xE4;rung. will heissen: freunde, die wahre heilige lehre machen wir noch immer unter uns aus. ok jungs? lasst euch nicht kleinkriegen: wir haben aktuelle gerade supr aufwind... endlich werden diese jungs im osten wieder wach... wir haben keinen ernsthaften gegener mehr gehabt, an welchen wir zeigen konnten, wie clever wir sind. sich mit so t&#xFC;pen wie hitler, stalin oder sp&#xE4;ter solche st&#xFC;mper wie bush und blair habzuhangel... ein graus. nene: wir *respektieren* die kollegen aus <a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/de.wikipedia.org/wiki/Qom">qom</a>. gut wachen die auf. so werden auch wir stark... <a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/blog.rebell.tv/allgemein/literatour-int-bodensee-club-ibc.html">muss jetzt aufs schiff</a>... mache sp&#xE4;ter weiter: [<a href="http://blog.rebell.tv/files/images/2006/9/30/mob1914_1158403600.gif">bild</a>]
Jenseits davon gebe es die Freiheit Gottes, kraft derer er auch das Gegenteil von allem, was er getan hat, h&#xE4;tte machen und tun k&#xF6;nnen. Hier zeichnen sich Positionen ab, die denen von Ibn Hazn durchaus nahekommen k&#xF6;nnen und auf das Bild eines Willk&#xFC;r-Gottes zulaufen k&#xF6;nnten, der auch nicht an die Wahrheit und an das Gute gebunden ist. Die Transzendenz und die Andersheit Gottes werden so weit &#xFC;bersteigert, da&#xDF; auch unsere Vernunft, unser Sinn f&#xFC;r das Wahre und Gute kein wirklicher Spiegel Gottes mehr sind, dessen abgr&#xFC;ndige M&#xF6;glichkeiten hinter seinen tats&#xE4;chlichen Entscheiden f&#xFC;r uns ewig unzug&#xE4;nglich und verborgen bleiben. Demgegen&#xFC;ber hat der kirchliche Glaube immer daran festgehalten, da&#xDF; es zwischen Gott und uns, zwischen seinem ewigen Sch&#xF6;pfergeist und unserer geschaffenen Vernunft eine wirkliche Analogie gibt, in der zwar &#x2013; wie das Vierte Laterankonzil 1215 sagt &#x2013; die Un&#xE4;hnlichkeiten unendlich gr&#xF6;&#xDF;er sind als die &#xC4;hnlichkeiten, aber eben doch die Analogie und ihre Sprache nicht aufgehoben werden. Gott wird nicht g&#xF6;ttlicher dadurch, da&#xDF; wir ihn in einen reinen und undurchschaubaren Voluntarismus entr&#xFC;cken, sondern der wahrhaft g&#xF6;ttliche Gott ist der Gott, der sich als Logos gezeigt und als Logos liebend f&#xFC;r uns gehandelt hat. Gewi&#xDF;, die Liebe &#x201E;&#xFC;bersteigt&#x201C;, wie Paulus sagt, die Erkenntnis und vermag daher mehr wahrzunehmen als das blo&#xDF;e Denken (vgl. Eph 3, 19), aber sie bleibt doch Liebe des Gottes-Logos, weshalb christlicher Gottesdienst, wie noch einmal Paulus sagt, &#x201E;&#x3BB;&#x3BF;&#x3B3;&#x3B9;&#x3BA;&#x3B7;&#xF00F; &#x3BB;&#x3B1;&#x3C4;&#x3C1;&#x3B5;&#x3AF;&#x3B1;&#x201C; ist &#x2013; Gottesdienst, der im Einklang mit dem ewigen Wort und mit unserer Vernunft steht (vgl. R&#xF6;m 12, 1).<br/>
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Dieses hier angedeutete innere Zugehen aufeinander, das sich zwischen biblischem Glauben und griechischem philosophischem Fragen vollzogen hat, ist ein nicht nur religionsgeschichtlich, sondern weltgeschichtlich entscheidender Vorgang, der uns auch heute in die Pflicht nimmt. Wenn man diese Begegnung sieht, ist es nicht verwunderlich, da&#xDF; das Christentum trotz seines Ursprungs und wichtiger Entfaltungen im Orient schlie&#xDF;lich seine geschichtlich entscheidende Pr&#xE4;gung in Europa gefunden hat. Wir k&#xF6;nnen auch umgekehrt sagen: Diese Begegnung, zu der dann noch das Erbe Roms hinzutritt, hat Europa geschaffen und bleibt die Grundlage dessen, was man mit Recht Europa nennen kann.<br/>
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Der These, da&#xDF; das kritisch gereinigte griechische Erbe wesentlich zum christlichen Glauben geh&#xF6;rt, steht die Forderung nach der Enthellenisierung des Christentums entgegen, die seit dem Beginn der Neuzeit wachsend das theologische Ringen beherrscht. Wenn man n&#xE4;her zusieht, kann man drei Wellen des Enthellenisierungsprogramms beobachten, die zwar miteinander verbunden, aber in ihren Begr&#xFC;ndungen und Zielen doch deutlich voneinander verschieden sind.<br/>
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Die Enthellenisierung erscheint zuerst mit den Anliegen der Reformation des 16. Jahrhunderts verkn&#xFC;pft. Die Reformatoren sahen sich angesichts der theologischen Schultradition einer ganz von der Philosophie her bestimmten Systematisierung des Glaubens gegen&#xFC;ber, sozusagen einer Fremdbestimmung des Glaubens durch ein nicht aus ihm kommendes Denken. Der Glaube erschien dabei nicht mehr als lebendiges geschichtliches Wort, sondern eingehaust in ein philosophisches System. Das Sola Scriptura sucht demgegen&#xFC;ber die reine Urgestalt des Glaubens, wie er im biblischen Wort urspr&#xFC;nglich da ist. Metaphysik erscheint als eine Vorgabe von anderswoher, von der man den Glauben befreien mu&#xDF;, damit er ganz wieder er selber sein k&#xF6;nne. In einer f&#xFC;r die Reformatoren nicht vorhersehbaren Radikalit&#xE4;t hat Kant mit seiner Aussage, er habe das Denken beiseite schaffen m&#xFC;ssen, um dem Glauben Platz zu machen, aus diesem Programm heraus gehandelt. Er hat dabei den Glauben ausschlie&#xDF;lich in der praktischen Vernunft verankert und ihm den Zugang zum Ganzen der Wirklichkeit abgesprochen.<br/>
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Die liberale Theologie des 19. und 20. Jahrhunderts brachte eine zweite Welle im Programm der Enthellenisierung mit sich, f&#xFC;r die Adolf von Harnack als herausragender Repr&#xE4;sentant steht. In der Zeit, als ich studierte, wie in den fr&#xFC;hen Jahren meines akademischen Wirkens war dieses Programm auch in der katholischen Theologie kr&#xE4;ftig am Werk. Pascals Unterscheidung zwischen dem Gott der Philosophen und dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs diente als Ausgangspunkt daf&#xFC;r. In meiner Bonner Antrittsvorlesung von 1959 habe ich mich damit auseinanderzusetzen versucht, und m&#xF6;chte dies alles hier nicht neu aufnehmen. Wohl aber m&#xF6;chte ich wenigstens in aller K&#xFC;rze versuchen, das unterscheidend Neue dieser zweiten Enthellenisierungswelle gegen&#xFC;ber der ersten herauszustellen. Als Kerngedanke erscheint bei Harnack die R&#xFC;ckkehr zum einfachen Menschen Jesus und zu seiner einfachen Botschaft, die allen Theologisierungen und eben auch Hellenisierungen voraus liege: Diese einfache Botschaft stelle die wirkliche H&#xF6;he der religi&#xF6;sen Entwicklung der Menschheit dar. Jesus habe den Kult zugunsten der Moral verabschiedet. Er wird im letzten als Vater einer menschenfreundlichen moralischen Botschaft dargestellt. Dabei geht es Harnack im Grunde darum, das Christentum wieder mit der modernen Vernunft in Einklang zu bringen, eben indem man es von scheinbar philosophischen und theologischen Elementen wie etwa dem Glauben an die Gottheit Christi und die Dreieinheit Gottes befreie. Insofern ordnet die historisch-kritische Auslegung des Neuen Testaments, wie er sie sah, die Theologie wieder neu in den Kosmos der Universit&#xE4;t ein: Theologie ist f&#xFC;r Harnack wesentlich historisch und so streng wissenschaftlich. Was sie auf dem Weg der Kritik &#xFC;ber Jesus ermittelt, ist sozusagen Ausdruck der praktischen Vernunft und damit auch im Ganzen der Universit&#xE4;t vertretbar. Im Hintergrund steht die neuzeitliche Selbstbeschr&#xE4;nkung der Vernunft, wie sie in Kants Kritiken klassischen Ausdruck gefunden hatte, inzwischen aber vom naturwissenschaftlichen Denken weiter radikalisiert wurde. Diese moderne Auffassung der Vernunft beruht auf einer durch den technischen Erfolg best&#xE4;tigten Synthese zwischen Platonismus (Cartesianismus) und Empirismus, um es verk&#xFC;rzt zu sagen. Auf der einen Seite wird die mathematische Struktur der Materie, sozusagen ihre innere Rationalit&#xE4;t vorausgesetzt, die es m&#xF6;glich macht, sie in ihrer Wirkform zu verstehen und zu gebrauchen: Diese Grundvoraussetzung ist sozusagen das platonische Element im modernen Naturverst&#xE4;ndnis. Auf der anderen Seite geht es um die Funktionalisierbarkeit der Natur f&#xFC;r unsere Zwecke, wobei die M&#xF6;glichkeit der Verifizierung oder Falsifizierung im Experiment erst die entscheidende Gewi&#xDF;heit liefert. Das Gewicht zwischen den beiden Polen kann je nachdem mehr auf der einen oder der anderen Seite liegen. Ein so streng positivistischer Denker wie J. Monod hat sich als &#xFC;berzeugten Platoniker bezeichnet.<br/>
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Dies bringt zwei f&#xFC;r unsere Frage entscheidende Grundorientierungen mit sich. Nur die im Zusammenspiel von Mathematik und Empirie sich ergebende Form von Gewi&#xDF;heit gestattet es, von Wissenschaftlichkeit zu sprechen. Was Wissenschaft sein will, mu&#xDF; sich diesem Ma&#xDF;stab stellen. So versuchten dann auch die auf die menschlichen Dinge bezogenen Wissenschaften wie Geschichte, Psychologie, Soziologie, Philosophie, sich diesem Kanon von Wissenschaftlichkeit anzun&#xE4;hern. Wichtig f&#xFC;r unsere &#xDC;berlegungen ist aber noch, da&#xDF; die Methode als solche die Gottesfrage ausschlie&#xDF;t und sie als unwissenschaftliche oder vorwissenschaftliche Frage erscheinen l&#xE4;&#xDF;t. Damit aber stehen wir vor einer Verk&#xFC;rzung des Radius von Wissenschaft und Vernunft, die in Frage gestellt werden mu&#xDF;.<br/>
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Darauf werde ich zur&#xFC;ckkommen. Einstweilen bleibt festzustellen, da&#xDF; bei einem von dieser Sichtweise her bestimmten Versuch, Theologie &#x201E;wissenschaftlich&#x201C; zu erhalten, vom Christentum nur ein armseliges Fragmentst&#xFC;ck &#xFC;brigbleibt. Aber wir m&#xFC;ssen mehr sagen: Wenn dies allein die ganze Wissenschaft ist, dann wird der Mensch selbst dabei verk&#xFC;rzt. Denn die eigentlich menschlichen Fragen, die nach unserem Woher und Wohin, die Fragen der Religion und des Ethos k&#xF6;nnen dann nicht im Raum der gemeinsamen, von der so verstandenen &#x201E;Wissenschaft&#x201C; umschriebenen Vernunft Platz finden und m&#xFC;ssen ins Subjektive verlegt werden. Das Subjekt entscheidet mit seinen Erfahrungen, was ihm religi&#xF6;s tragbar erscheint, und das subjektive &#x201E;Gewissen&#x201C; wird zur letztlich einzigen ethischen Instanz. So aber verlieren Ethos und Religion ihre gemeinschaftsbildende Kraft und verfallen der Beliebigkeit. Dieser Zustand ist f&#xFC;r die Menschheit gef&#xE4;hrlich: Wir sehen es an den uns bedrohenden Pathologien der Religion und der Vernunft, die notwendig ausbrechen m&#xFC;ssen, wo die Vernunft so verengt wird, da&#xDF; ihr die Fragen der Religion und des Ethos nicht mehr zugeh&#xF6;ren. Was an ethischen Versuchen von den Regeln der Evolution oder von Psychologie und Soziologie her bleibt, reicht einfach nicht aus.<br/>
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Bevor ich zu den Schlu&#xDF;folgerungen komme, auf die ich mit alledem hinaus will, mu&#xDF; ich noch kurz die dritte Enthellenisierungswelle andeuten, die zurzeit umgeht. Angesichts der Begegnung mit der Vielheit der Kulturen sagt man heute gern, die Synthese mit dem Griechentum, die sich in der alten Kirche vollzogen habe, sei eine erste Inkulturation des Christlichen gewesen, auf die man die anderen Kulturen nicht festlegen d&#xFC;rfe. Ihr Recht m&#xFC;sse es sein, hinter diese Inkulturation zur&#xFC;ckzugehen auf die einfache Botschaft des Neuen Testaments, um sie in ihren R&#xE4;umen jeweils neu zu inkulturieren. Diese These ist nicht einfach falsch, aber doch vergr&#xF6;bert und ungenau. Denn das Neue Testament ist griechisch geschrieben und tr&#xE4;gt in sich selber die Ber&#xFC;hrung mit dem griechischen Geist, die in der vorangegangenen Entwicklung des Alten Testaments gereift war. Gewi&#xDF; gibt es Schichten im Werdeproze&#xDF; der alten Kirche, die nicht in alle Kulturen eingehen m&#xFC;ssen. Aber die Grundentscheidungen, die eben den Zusammenhang des Glaubens mit dem Suchen der menschlichen Vernunft betreffen, die geh&#xF6;ren zu diesem Glauben selbst und sind seine ihm gem&#xE4;&#xDF;e Entfaltung.<br/>
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Damit komme ich zum Schlu&#xDF;. Die eben in ganz groben Z&#xFC;gen versuchte Selbstkritik der modernen Vernunft schlie&#xDF;t ganz und gar nicht die Auffassung ein, man m&#xFC;sse nun wieder hinter die Aufkl&#xE4;rung zur&#xFC;ckgehen und die Einsichten der Moderne verabschieden. Das Gro&#xDF;e der modernen Geistesentwicklung wird ungeschm&#xE4;lert anerkannt: Wir alle sind dankbar f&#xFC;r die gro&#xDF;en M&#xF6;glichkeiten, die sie dem Menschen erschlossen hat und f&#xFC;r die Fortschritte an Menschlichkeit, die uns geschenkt wurden. Das Ethos der Wissenschaftlichkeit &#x2013; Sie haben es angedeutet Magnifizenz &#x2013; ist im &#xFC;brigen Wille zum Gehorsam gegen&#xFC;ber der Wahrheit und insofern Ausdruck einer Grundhaltung, die zu den wesentlichen Entscheiden des Christlichen geh&#xF6;rt. Nicht R&#xFC;cknahme, nicht negative Kritik ist gemeint, sondern um Ausweitung unseres Vernunftbegriffs und -gebrauchs geht es. Denn bei aller Freude &#xFC;ber die neuen M&#xF6;glichkeiten des Menschen sehen wir auch die Bedrohungen, die aus diesen M&#xF6;glichkeiten aufsteigen, und m&#xFC;ssen uns fragen, wie wir ihrer Herr werden k&#xF6;nnen. Wir k&#xF6;nnen es nur, wenn Vernunft und Glaube auf neue Weise zueinanderfinden; wenn wir die selbstverf&#xFC;gte Beschr&#xE4;nkung der Vernunft auf das im Experiment Falsifizierbare &#xFC;berwinden und der Vernunft ihre ganze Weite wieder er&#xF6;ffnen. In diesem Sinn geh&#xF6;rt Theologie nicht nur als historische und humanwissenschaftliche Disziplin, sondern als eigentliche Theologie, als Frage nach der Vernunft des Glaubens an die Universit&#xE4;t und in ihren weiten Dialog der Wissenschaften hinein.<br/>
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Nur so werden wir auch zum wirklichen Dialog der Kulturen und Religionen f&#xE4;hig, dessen wir so dringend bed&#xFC;rfen. In der westlichen Welt herrscht weithin die Meinung, allein die positivistische Vernunft und die ihr zugeh&#xF6;rigen Formen der Philosophie seien universal. Aber von den tief religi&#xF6;sen Kulturen der Welt wird gerade dieser Ausschlu&#xDF; des G&#xF6;ttlichen aus der Universalit&#xE4;t der Vernunft als Versto&#xDF; gegen ihre innersten &#xDC;berzeugungen angesehen. Eine Vernunft, die dem G&#xF6;ttlichen gegen&#xFC;ber taub ist und Religion in den Bereich der Subkulturen abdr&#xE4;ngt, ist unf&#xE4;hig zum Dialog der Kulturen. Dabei tr&#xE4;gt, wie ich zu zeigen versuchte, die moderne naturwissenschaftliche Vernunft mit dem ihr innewohnenden platonischen Element eine Frage in sich, die &#xFC;ber sie und ihre methodischen M&#xF6;glichkeiten hinausweist. Sie selber mu&#xDF; die rationale Struktur der Materie wie die Korrespondenz zwischen unserem Geist und den in der Natur waltenden rationalen Strukturen ganz einfach als Gegebenheit annehmen, auf der ihr methodischer Weg beruht. Aber die Frage, warum dies so ist, die besteht doch und mu&#xDF; von der Naturwissenschaft weitergegeben werden an andere Ebenen und Weisen des Denkens &#x2013; an Philosophie und Theologie. F&#xFC;r die Philosophie und in anderer Weise f&#xFC;r die Theologie ist das H&#xF6;ren auf die gro&#xDF;en Erfahrungen und Einsichten der religi&#xF6;sen Traditionen der Menschheit, besonders aber des christlichen Glaubens, eine Erkenntnisquelle, der sich zu verweigern eine unzul&#xE4;ssige Verengung unseres H&#xF6;rens und Antwortens w&#xE4;re. Mir kommt da ein Wort des Sokrates an Phaidon in den Sinn. In den vorangehenden Gespr&#xE4;chen hatte man viele falsche philosophische Meinungen ber&#xFC;hrt, und nun sagt Sokrates: Es w&#xE4;re wohl zu verstehen, wenn einer aus &#xC4;rger &#xFC;ber so viel Falsches sein &#xFC;briges Leben lang alle Reden &#xFC;ber das Sein ha&#xDF;te und schm&#xE4;hte. Aber auf diese Weise w&#xFC;rde er der Wahrheit des Seienden verlustig gehen und einen sehr gro&#xDF;en Schaden erleiden. Der Westen ist seit langem von dieser Abneigung gegen die grundlegenden Fragen seiner Vernunft bedroht und k&#xF6;nnte damit einen gro&#xDF;en Schaden erleiden. Mut zur Weite der Vernunft, nicht Absage an ihre Gr&#xF6;&#xDF;e &#x2013; das ist das Programm, mit dem eine dem biblischen Glauben verpflichtete Theologie in den Disput der Gegenwart eintritt. &#x201E;Nicht vernunftgem&#xE4;&#xDF;, nicht mit dem Logos handeln ist dem Wesen Gottes zuwider&#x201C;, hat Manuel II. von seinem christlichen Gottesbild her zu seinem persischen Gespr&#xE4;chspartner gesagt. In diesen gro&#xDF;en Logos, in diese Weite der Vernunft laden wir beim Dialog der Kulturen unsere Gespr&#xE4;chspartner ein. Sie selber immer wieder zu finden, ist die gro&#xDF;e Aufgabe der Universit&#xE4;t.<br/>
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Anmerkung: Der Heilige Vater hat sich vorbehalten, diesen Text sp&#xE4;ter mit Anmerkungen versehen zu ver&#xF6;ffentlichen. Die vorliegende Fassung ist also als vorl&#xE4;ufig zu betrachten.<br/>
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&#xA9; Copyright 2006 - Libreria Editrice Vaticana
kommt mir in den sinn: wie hat sich eigentlich der huhu!schaffer der grundlagen zum dialog der kulturen und religionen in ausschwitz benommen? - einem kleinen kind w&#xFC;rden die eltern versuchen beizubringen, wie wichtig es sei, sich entschuldigen zu k&#xF6;nnen. ein alter, weiser, intellektuell brillianter, doppel- und spitzz&#xFC;ngiger papst aber, muss es nicht k&#xF6;nnen. er darf sich umstandlos als jener inszenieren, welcher in der lage ist, die grundlage f&#xFC;r interkulturellen, interreligi&#xF6;sen dialog zu bestimmen... himmel... "sie wissen, was sie tun. und sie tun es trotzdem!" horror!<br/>
[<a href="http://blog.rebell.tv/files/images/2006/9/30/mob1922_1158507397.gif">bild</a>,&#xA0;<a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/blog.rebell.tv/p1022.html">link</a>]&#xA0;</p><p><small><a href="http://blog.rebell.tv/mobile/-karawan/auch-mich-aergerte-ratzinger.html">Kommentare</a>&#xA0;(6)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://blog.rebell.tv/mobile/-karawan">karawan1</a><br/></small></p><p><a href="http://blog.rebell.tv/mobile/p1661.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
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	   	 <a href="http://blog.rebell.tv/mobile/p1666.html">weiter &#xBB;</a></p><p align="center"><br/>- KOMMENTARE -</p><p><b>Roger</b><br/><a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/kultpavillonblog.blogspot.com">http://kultpavillonblog.blogspot.com</a><br/>16.09.2006, 10:59<br/>warum soll er dich ge&#xE4;rgert haben? war doch gut. so haben die einen was zu schimpfen und die anderen auch ... und wir haben futter, oder so<br/><br/><b>/sms ;-)</b><br/><a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/rebell.tv">http://rebell.tv</a><br/>16.09.2006, 12:14<br/>@roger: aufpassen! selbstkritisch sein ist wichtig. z&#xFC;nisch werden unn&#xF6;tig.<br/>
- zum kritikteil: suche nach dem beitrag &#xFC;ber die "echokammer" der medien.<br/>
- zum z&#xFC;nikteil: unsere privat betenden pr&#xE4;sidenten halten sich nicht einmal an die heiligsten prinzipien des s&#xE4;kularen staates: etwa die rechtsstaatlichkeit. (angriffskrieg irak, mobile gef&#xE4;ngnisse, guantanamo, abu graib etc. etc.) und jetzt kommt auch noch der papst, in der tradition einer der brutalsten religionen dieser welt und fordert die christen auf, den eigenen glauben selbstbewusst zu verteidigen... himmel... ich w&#xFC;rde ziemlich fundamentalistisch fragen: WWJD? was w&#xFC;rde jesus tun? und ich bin sicher, er w&#xFC;rde nicht doppelz&#xFC;ngig, hirnverdrehend, missverst&#xE4;ndlich reden. vermutlich w&#xFC;rde er sich hinknien und im sand herum malen. vermutlich ein herzchen malen. odr so. und dann fragen: was ist das gr&#xF6;sste im menschlichen leben? wissen? siegen? rechthaben? gewinnen? &#xFC;bertrumpfen? schneller sein? besser sein? wettbewerbe gewinnen? herzen erobern? menschen in h&#xF6;rigkeit und gehorsam zwingen? - nein!nein!nein!<br/>
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jesus - welchen andern zum christus geworden ist - hat liebe gefordert. hehe: h&#xF6;rst du: *gefordert*!!! das ist eine klassisch paradoxe intervention. und sie ist so sensationell, dass selbst ein papst sie erahnen k&#xF6;nnen k&#xF6;nnte!<br/>
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also: bitte: keine weiteren z&#xFC;nischen beitr&#xE4;ge hier. ok? danke.<br/><br/><b>roger</b><br/><a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/kultpavillonblog.blogspot.com">http://kultpavillonblog.blogspot.com</a><br/>16.09.2006, 14:30<br/>"keine weiteren z&#xFC;nischen beitr&#xE4;ge hier" - und das sagst gerade du, stefan. Ok, ich werde nie mehr was hier schreiben. Ich habe verstanden und bedaure es. Vielleicht k&#xF6;nnen wir mal gemeinsam am Sandstrand &#xFC;ber Selbstkritik uns unterhalten. W&#xE4;re m&#xF6;glicherweise gar nicht schlecht. Und das ist mein letztes Wort in deinem blog, nicht z&#xFC;nisch gemeint, sondern mit beiden F&#xFC;ssen auf dem Boden, oder so ...<br/><br/><b>/sms ;-)</b><br/><a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/rebell.tv">http://rebell.tv</a><br/>17.09.2006, 02:02<br/>@roger: srry! dich will ich als letzten hier vertrieben wissen... bitte sei mir gut! --- war etwas schnell drauf. und habe dich einfach so verstanden: gggeil machen die krieg: das war schon immer gut f&#xFC;r schurnis! --- h&#xE4;tte wissen m&#xFC;ssen, dass du so bl&#xF6;d nicht bist ;-))) vergibst du mir? - f&#xFC;hle dich um&#xE4;rmelt!<br/><br/><b>bashar</b><br/><a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/arabyat@de">arabyat@de</a><br/>17.09.2006, 12:59<br/>an dah und Roger:<br/>
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ok.. l&#xE4;cherlich sind die argumente des papsts und teile der reaktionen aus dem anderen fundamentalistischen lager.. aber geleichzeitig ist die lage ernst und bedrohlich, weil im westen die tendenz zum provozieren und sich ein feind im islam zu konstroieren immer popul&#xE4;rer wird. die gefahr ist: dass kriege gegen islamische l&#xE4;nder in der gesellschaft akzeptabler werden,, und nat&#xFC;rlich die lage der islamischen minderheiten im westen schwieriger wird.. nich vergessen dass der papst sehr gegen den beitritt der turkey in der eu war (weil die eu christlch bleiben soll).<br/>
<br/>
hier eine karikatur von einem s&#xE4;kularen arabischen k&#xFC;nstler:<br/>
(&#xFC;bersetzung: es ist nicht meine meinung.. es ist nur ein zitat!)<br/>
<a href="http://blog.rebell.tv/mobile/exturl/http/www.mahjoob.com/en/archives/view.php?cartoonid=1911">http://www.mahjoob.com/</a>
<br/><br/></p><p>1-5&#xA0;/&#xA0;
			  <a href="http://blog.rebell.tv/mobile/-karawan/auch-mich-aergerte-ratzinger.html&#38;page=1">6</a><br/><a href="http://blog.rebell.tv/mobile/-karawan/auch-mich-aergerte-ratzinger.html&#38;page=#comments">weiter &#xBB;</a></p><p align="center"><br/>- KOMMENTAR VERFASSEN -</p><p><fieldset>Name<br/><input name="commentauthor" emptyok="true"/><br/>Email<br/><input name="commentauthoremail" emptyok="true"/><br/>Url<br/><input name="commentauthorurl" emptyok="true"/><br/>Kommentar<br/><input name="commentcontent" emptyok="true"/><br/></fieldset><br/><anchor><go href="http://blog.rebell.tv/mobile/-karawan/auch-mich-aergerte-ratzinger.html" method="post"><postfield name="ID" value="1658"/><postfield name="action" value="moblog"/><postfield name="moblog[comments][comment_author]" value="&#36;commentauthor"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_email]" value="&#36;commentauthoremail"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_url]" value="&#36;commentauthorurl"/><postfield name="moblog[comments][comment_content]" value="&#36;commentcontent"/><postfield name="moblog[comments][comment_autobr]" value="on"/><postfield name="moblog[comments][_submit]" value="OK"/></go>OK</anchor><br/></p><p align="center">- NAVIGATION -</p><p><a href="/mobile">Weblog Home</a><br/><a href="/mobile/latestcomments">Letzte Kommentare</a><br/><a href="/mobile/all">Kategorien</a><br/><a href="/mobile/galleries">Galerien</a><br/><a href="/mobile/blogroll">Links</a><br/><a href="/mobile/archive">Archiv</a><br/><a href="#top">Nach oben</a><br/><a href="#bottom">Nach unten</a><br/><a href="/mobile/about">&#xDC;ber mich</a><br/></p><p align="center">- META-NAVIGATION -</p><p><a href="http://home.kaywa.com/mobile">Portalog Home</a><br/><a href="http://register.kaywa.com/mobile">Registrieren</a><br/><a href="http://help.kaywa.com/mobile">Hilfe</a><br/><a href="http://about.kaywa.com/mobile">Impressum</a><br/><a href="http://tos.kaywa.com/mobile">AGB</a><br/></p><p>&#xA9; 2004-2006 Kaywa AG. Alle Rechte vorbehalten.</p></card></wml>
