
ein abend in zureich zum problem der letztbegründungen, dem unterschied der fehlenden verfassungsgerichtbarkeit in der schweiz und den entscheidungsverfahren in gruppen.
jetzt wo ich nicht mehr dort bin, möchte ich dorthin zurück. |
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der hofhistoriker war entsetzt über meinem missgeschick | wie auch immer.
wo war ich? ahja: sich von ernst pöppel beim nachtessen
francis bacon erklären lassen:

das bild von jenem abend, das optische "enttäuschung" bild (ganz oben) aus einem plakatentwurf von
qart.de. bacon derzeit bei wikipedia ganz anders erklärt. die vier unterscheidunen werden dort auch "masken" genannt!
1 Idola Specus (Höhlen-Trugbilder)
2 Idola Theatri (Trugbilder des Theaters/der Tradition)
3 Idola Fori (Trugbilder der Tribüne/des Marktes)
4 Idola Tribus (Trugbilder der Gattung)
interpretation nach pöppel (?):
1 = vorurteile
2 = prägung
3 = sprache
4 = mensch
mir gefällt die reihenfolge, wie er es mir erzählt hat, und wie ich es mir merken konnte. und wie ich es mir in - "die welt ist ein gespräch" (etc.) - schon so oft selber erklärt habe, ohne zu wissen, in welcher tradition ich "fühle": also noch einmal:
- zuerst bin ich ein mensch. und keine ameise und keine wolke.
- danach trage ich in mir kulturelle prägungen, individuelle verarbeitungsmuster, temperamente, charaktere etc.
- das was ich fühle, passt nicht in die linear-kausal aufgereihte sprache.
- und zum schluss wären da noch all die vorannahmen, theorien, vorurteile...

bacon mag die deduktion nicht... (nachtrag:
autsch! oder eben doch?) er stellt das zeugs einfach mal kurzerhand auf den kopf? weiss es nicht. hier vermute ich sicherer:
wissen ist macht
dieser satz wird francis bacon zugeschrieben. 1597. wohl als pr-slogan für den bevorstehenden jahrtausendwechsel. odr so: der satz muss sozial interpretiert werden. der satz ist eine abwehr gegen "glauben" und "gehorchen" und "parieren"... und er ist ein befreiuungsschlag, ein hoffnungsschimmer, ein aufbruchssignal in eine andere zeit. (gegen "könige & päpste" gerichtet.) und dann: eben:
nova organum erscheint 1620!
400 jahre später sind wir alphabetisiert. wissen
"das abc des grauens" (manfred schlapp) zu buchstabieren. finden für jeden quatsch - und auch dessen gegenteil! - eine wissenschaftliche begründung. wer meint, denken sei eine fähigkeit, welche an universitäten gelehrt wird, macht sich lächerlich, ist naiv und hat nun wirklich einfach gar nix verstanden. (
danke norbert bolz.) und so stellen wir fest:
jede information hat sich an jener information zu bewähren, welche NICHT aufgebracht wurde.
die neue macht, wird die fähigkeit sein, das prinzipielle nicht-wissen auf das stets vorhandene schon-wissen in bezug zu bringen. nicht die entfernung der "masken" ist die handlungsanweisung, sondern der gezielte und stetige einbezug um das wissen des prinzipiellen unwissens. oder:
vorher galt, dass die arbeitsmethoden der sozialen arbeit, der kybernetik etc., die suspekten ansätze waren. darum mussten wir unsere arbeitsmethoden immer in den worten, konzepten und phrasen der ingenieure zur darstellung bringen, um "respektiert" zu werden. das ist jetzt vorbei. ein jeder, welcher seine erkenntnisse und behauptungen nicht anmerken lassen kann, wie er seine masken "in die rechnung" seiner formel gebracht hat, wie er seine information in eine form brachte, wie informiert seine information, durch in form bringung, gelungen ist, MACHT sich lächerlich... (irgendwann wird das ein hübscher satz ;-)))
entscheiden:
- die weisheit der vielen. (james surowiecki)
*
Gruppenentscheide erweisen sich dann als tendenziell besser, wenn die Mitglieder verschieden sind und unabhängig voneinander urteilen
*
Halte lockere Verbindungen.
* Versuche, so viele Informationen wie möglich zu beziehen. (vergl.:
über die stärke schwacher beziehungen)
abstimmen:
- mehrheitsprinzip | verfahren und beispiele finden:
"50+1"
- unwichtige entscheidung
- handlungsbedarf
- folgen so oder anders absehbar, einschätzbar
problem: 49% sind unzufrieden.
(...)
verstärker:
- .de: quorum. es müssen zb x% der wählenden bei der abstimmung mitgemacht haben...
- .ch: volk UND stände müssen mehrheit erreichen
- .ch: stände- und nationalrat müssen mehrheit erreichten
regulatoren:
- majorz/proporz
- veto
- minderheitenprinzip | verfahren beispiele finden:
"konsens"
- sehr wichtige entscheidung
- handlungsbedarf
- folgen nicht absehbar, nicht einschätzbar
- minderheitenschutz
(...)
finde auf die schnelle keine links... ähm... falsch suchwörter?!? himml :-/
- kollegialitätsprinzip: nach mehrheit abstimmen, einstimmig nach aussen vertreten

eintrag in arbeit
verfassungsgerichtsbarkeit
- in .ch keine tradition.
podcast mit stephan truninger: "ch = usa 2.0" | verwahrungsinitiative: warum nicht gleich diskussion der todesstrafe?; minarettinitiative: kein verstoss gegen glaubensfreiheit. eine baurechtsdiskussion. welche art von symbole dürfen aufgestellt werden. parkhäuser, banken, wolkenkratzer, kirchtürme. auch: akustisches: glocken läuten (kühe, kirchen, sportplätze etc.)
- gibt es "entscheide" eines volkes (was ist ein volk!?
hobsbawm |
audio-file london), welche nicht (mehr) hinterfragt werden können? ist das die spontane reaktion:
.de: ja - .ch: nein
juridische menschenrechte vs. biologische bedürfnistheorie vs. soziale verfassungsgerichtbarkeit (?) | ist obrechts bedürfnistheorie ein versuch der letztbegründung? | welche drei "klassischen" letztbegründungen hat bazon brock genannt? (finde die nicht mehr.)
@philipp: aber nein. ganz im gegenteil!
textsorte: traum | textsorten sofortiger erkennen | unterscheidungen löschen = unterscheidungen machen | dieses blog ist KEIN subtraktionsblog

