Vera rieter
2008-02-11 13:20:12
Millionen-Kunstraub in Zürich
In der Sammlung Bührle im Zürcher Seefeld wurden Kunstwerke im Wert von über 100 Millionen Franken erbeutet, darunter Ölgemälde von Paul Cézanne, Edgar Degas, Vincent van Gogh und Claude Monet. Der bewaffnete Raubüberfall hatte sich gestern Nachmittag ereignet. Weitere Details sind noch nicht bekannt. Die Stadtpolizei Zürich vermutet dass die Gruppe Edvard Kunzt dahinter steckt...
ob die gruppe edvard kunzt damit die kritik ins zentrum rücken möchte, dass die stadt/kunstgesellschaft der kunstsammlung eines ehemaligen waffenhändlers für 150 mio. einen erweiterungsbau finanzieren würde, derweil sich die eigentlichen kunstväter (und wenigen -mütter) dieser stadt, die antifaschisten der konkreten und pazifisten der dadaisten sich mit brosamen begnügen müssen…?
flick wurde mit schimpf und schande aus der stadt zürich vertrieben und der kunstsammlung eines ehemaligen waffenhändlers wird von offizieller seite der monitäre teppich ausgerollt. der eine hätte zeitgenössische kunst nach zürich gebracht, der andere hat alte schinken am lager. die kulturpolitischen prioritäten orientieren sich immer noch an der bankenstadt.
Die Kantonspolizei Zürich verfolgt Hinweise, wonach es sich bei der Täterschaft des Raubüberfalls um eine sogenannte "Gruppe Edvard Kunzt" handeln könnte. Ein in der Nähe des Tatortes gefundenes Schreiben der Gruppe wendet sich gegen einen Erweiterungsbau des Kunsthauses für 150 Millionen Franken, welcher vorwiegend die Bührle-Sammlung unterbringen soll.
Weiter Einzelheiten zu dem Fall sind aber noch nicht bekannt...
Na ja, bis jetzt ist die Gruppe Edvard Kunz vor allem mit dem immer gleichen Spamkommentar in Blogs in Erscheinung getreten. So richtig trau ich denen das nicht zu. Aber vielleicht sind die ja besser im Rauben als im Schreiben.
Aber ich kann mal den Versuch einer Definition wagen: Spam ist wiederholte Meinungsäusserung mittels 'copy-paste', zwecks Eigenwerbung.
Allerdings nerven mich persönlich nur diejenigen Spamer, die damit schamlose kommerzielle Absichten verknüpfen.
Und wenn ich schon mal hier bin gleich noch eine Frage: Bin gestern auf dem Flohmi über das Buch "Lenin Dada" von Dominique Noguez gestopert. Kennst Du das zufälligerweise? Interessante Lektüre...
@ugugu
ah und übrigens:
edvard kunzt IST ein kommerzielles ding...denen gehts darum rasch etwas staub aufzuwirbeln um danach ihre body lotion auf den markt zu werfen...
also ganz normale kommerz-spamer...
tut mir leid dies sagen zu müssen...
ja ja schon wieder ich:
@philipp meier: passt eigentlich ganz gut; der swatchgekaufte revoluzzer erhebt die stimme für die body lotion fuzzis mit guerilla marketing taktik...
bin frech ich weiss...grüsse aus biel...
euer netwatcher
@netwatcher: body lotion? grossartig! wie hiess das haarwasser, dass zu beginn des letzten jahrhunderts in zürich an der bahnhofstrasse in einem schaufenster gross beworben wurde? richtig: DADA. wenn es denn wirklich so wäre, dass die GEK guerilla marketing ist, dann müsste man denen mal beibringen, dass sie mit ihrem teil viel zu abgehoben unterwegs sind;)
apropos «swatchgekauft»: noch bis ende august 2008; danach bin ich v.a. von anonymen geldgebern gekauft (was die sache je nach standpunkt besser oder noch viel schlechter macht...)
ich erwähnte «dada» nur im zusammenhang mit dem haarwasser von damals.
als «dada» bezeichnen wir übrigens nur das, was die dadaisten vor rund 90 jahren gemacht haben. heute ordnen wir etwas entweder dem neodadaismus (interpretationen von dadaismus von damals; grösstenteils uninteressant) oder dem postdadaismus («wie würden die dadaisten auf die heutig zeit reagieren?»; oft sehr interessant) zu.
die GEK hat das potential ein postdadaistisches kunstwerk zu sein/werden. für mich bleibt das ganze noch etwas arg auf einer bestimmten («inaktiven») ebene kleben. «spam» als künstlerische strategie finde ich jedoch sehr interessant...(in gewissem sinne war das auch ein teil von www.opera-calling.com); auch, dass die GEK scheinbar zu polarisieren vermag, gefällt mir ausserordentlich.
@philipp meier:..in berlin scheint die truppe ja ziemlich aktiv zu sein (recaim the museum- nights...) die zürcher fraktion traut sich da -typisch schweiz- nicht wirklich unter der bettdecke hervor...oder habe ich was verpasst???
auf jeden fall: es lebe die postdadaistische inernationale !
Kommentare
Kantonspolizei verfolgt erste konkrete Hinweise
Bührle Raub - Eine politisches Manöver ???
Die Kantonspolizei Zürich verfolgt Hinweise, wonach es sich bei der Täterschaft des Raubüberfalls um eine sogenannte "Gruppe Edvard Kunzt" handeln könnte. Ein in der Nähe des Tatortes gefundenes Schreiben der Gruppe wendet sich gegen einen Erweiterungsbau des Kunsthauses für 150 Millionen Franken, welcher vorwiegend die Bührle-Sammlung unterbringen soll.
Weiter Einzelheiten zu dem Fall sind aber noch nicht bekannt...
E. Schneider / Zürich
Aber ich kann mal den Versuch einer Definition wagen: Spam ist wiederholte Meinungsäusserung mittels 'copy-paste', zwecks Eigenwerbung.
Allerdings nerven mich persönlich nur diejenigen Spamer, die damit schamlose kommerzielle Absichten verknüpfen.
Und wenn ich schon mal hier bin gleich noch eine Frage: Bin gestern auf dem Flohmi über das Buch "Lenin Dada" von Dominique Noguez gestopert. Kennst Du das zufälligerweise? Interessante Lektüre...
ah und übrigens:
edvard kunzt IST ein kommerzielles ding...denen gehts darum rasch etwas staub aufzuwirbeln um danach ihre body lotion auf den markt zu werfen...
also ganz normale kommerz-spamer...
tut mir leid dies sagen zu müssen...
@philipp meier: passt eigentlich ganz gut; der swatchgekaufte revoluzzer erhebt die stimme für die body lotion fuzzis mit guerilla marketing taktik...
bin frech ich weiss...grüsse aus biel...
euer netwatcher
apropos «swatchgekauft»: noch bis ende august 2008; danach bin ich v.a. von anonymen geldgebern gekauft (was die sache je nach standpunkt besser oder noch viel schlechter macht...)
ich bin nicht ich. und da hier jeder unter jedem pseudonym auftreten kann, löse ich mich hiermit auf. bzzzzzzz...und weg.
als «dada» bezeichnen wir übrigens nur das, was die dadaisten vor rund 90 jahren gemacht haben. heute ordnen wir etwas entweder dem neodadaismus (interpretationen von dadaismus von damals; grösstenteils uninteressant) oder dem postdadaismus («wie würden die dadaisten auf die heutig zeit reagieren?»; oft sehr interessant) zu.
die GEK hat das potential ein postdadaistisches kunstwerk zu sein/werden. für mich bleibt das ganze noch etwas arg auf einer bestimmten («inaktiven») ebene kleben. «spam» als künstlerische strategie finde ich jedoch sehr interessant...(in gewissem sinne war das auch ein teil von www.opera-calling.com); auch, dass die GEK scheinbar zu polarisieren vermag, gefällt mir ausserordentlich.
auf jeden fall: es lebe die postdadaistische inernationale !
:-)
Siehe:
http://www.youtube.com/watch?v=6T-DH42WBE0
und bloggingtom.ch/