nachtrag: gedanken am morgen danach | trage jetzt noch die textteile von gestern abend nach | 09:31h abgeschlossen. hatte keine zeit und ruhe es zu machen. egal. passt zum abend von gestern :-Pzur veranstaltungsinfo | hab gar nicht so recht lust... kamera ohne einzusetzen mitgeschleppt. mache wiederum das, was ich auch bei den chinesen gemacht habe: 3x eine 3er serie "sehen lernen"



1. serie: laudatio | das es schlimm steht um die welt der "bobby californias dieses welt", das wissen wir schon länger. dass journalisten wissenschaftlichen untersuchungen über ihren eigenen berufsstand nicht zuhören mögen, das haben wir ebenfalls gelernt ("war, media, and the public sphere"). irgendwann werkelte ich mal an der idee, "eine kurze geschichte des journalismus" zu entwickeln. video: das MAZ in luzern stellt für die springer akademie vor, wie sie sich vorstellte, dass journalismus in zukunft aussehen wird. witzig heute abend: den journalisten zuhören, wie - und mit wem! - sie selbst bereit sind, über wörter wir "krieg" zu reden... (aber davon in der 3. serie mehr)
hier hält gerade "spiegel-chefredakteur georg mascolo" eine locker, flockige laudatio auf den "NDR-info-reporterpools". 2 minuten der kurzen redezeit wird dafür eingesetzt, dass er darüber reflektiert, wie er kurz, knackig, knackiger eine laudation halten kann. und danach kommt eine sammlung von "wir sollten", "wir müssten", "sie alle müssten", "wir alle sollten dringen"... so schön und herzerwärmend wie der pr-prospekt von netzwerkrecherche.de, welchem er nicht nur selber angehört, sondern damals auch den ersten vorstand zusammengestellt haben soll. und tatsächlich sorgt sich mascolo, wer wohl im nächsten jahr ausgezeichnet werden könnte, wenn "nicht wir alle" nach hause gehen und ermöglichen, was den sechs festangestellten beim NDR und ihrem umfeld von freien mitarbeitenden ermöglicht wird: journalismus machen, ohne fixen produktionsdruck.
um die rede einzuschätzen, wäre jetzt "investigativer journalimus" nötig. (mascolo vermutet bitter, dass dieser heute bereits mit dem zweiten telefongespräch angehe!) es ist kaum zu erraten ohne viel insider wissen, was mascolo wirklich gesagt hat. ob es in seinem riesen-team keine sechs mitarbeitende gibt, welche nicht ins wochengeschäft von spiegel eingebunden sind? schwerst zu glauben. leicht zu befürchten. (keine ahnung.)
was ich mir noch notierte, bevor mascolo die rede begann: eine der "exklusiven recherchen 2009" vom NDR-info-pool war: "HSH Nordbank: Nonnenmacher-Bonus tatsächlich höher als 2,9 Millionen Euro" (pdf). mascolo sagt ganz beiläufig - aber schon vor dem mikrofon - er hoffe, dass die HSH nordbank sich weiterhin eMails schreibe... ein hübscher hinweis, wie mascolo sensibilisiert ist und seine eigenen "heissen" infos wohl nicht via eMail und autsch!internet austauscht... kurzum. wäre ich ein investigativer journalist, wüsste ich schon, wie ich versuchen würde, in einem "fall mascolo" zu recherchieren beginnen. (feier vor dem spiegel-haus | zu besuch bei matthias matussek)
mascolo: journalismus sei heute umschreiben von pressemitteilungen. und vielleicht noch den einen oder anderen o-ton einfügen. | der NDR-info-Pool nennt er "ein system". die entscheidung des ndr hätte zu einem "system" geführt. etc. später wird frank a. meyer das wort system nutzen. "ein geschlossenes system", "sprachsystem" etc. es ging um die "berliner politik", zu welcher auch der journalismus gehöre. (meyer: "es gibt nichts grösseres für einen journalisten, als wenn er dazugehören darf." auch hier: es ist alles so "journalistisch" überhöht, dass es unmöglich ist zu erkennen, ob es sarkastisch, zynisch, kritisch, ehrlich, selbstoffenbarerisch etc. etc. gemeint sein könnte. aber meyer schreibt ja nicht einmal eMails. will sagen: alles sehr aufwändig zu recherchieren :-D



2. serie: preisvergabe | ok. mache durcheinander mit meinen notizen. egal. fam zu thomas leif: "leif, es kann nichts ehrlich sein, was die leute in einem atemzug sagen können."



3. serie: podiumsgespräch | weiter mit dem durcheinander: fam uns sein "geschlossenes system": thomas steg bestätigt ihm die these und findet es seltsam, mit welchen floskeln sich journalisten durch politiker abspeisen lassen. es müsste nachgefragt werden. fam zu steg: er finde es seltsam, was politiker mit sich gefallen lassen würden. und nutzt die gelegenheit, die schreibende zunft überdreht zu überhöhen und die filmende zunft verbal zu verprügeln: "schaut euch doch die tagesthemen an! ist das ein journalist? könnte er nicht durch einen schauspieler ersetzt werden? wie er da steht in seinem weltregierungszentrum? vor einer phallischen wurst stehend die weltkarte im hintergrund. die politiker auf kleinen bildschirmchen präsentierend wie comic-figuren..." (jajaja: kein ZITAT. aber in der stossrichtung so...) auch bei diesen notizen gilt, was für das podiumsgespräch bei den journalisten: keine ahnung, was gesagt wird. es wäre arbeit nötig... haha... (welche bei uns freilich "süstem" hätte... | habe noch eine andere notiz hier: pörksen:
"ich höre am liebsten menschen zu, während sie selbst am nachdenken sind."überredet. das geht mir wohl auch so. darum... haha... | zum schluss noch: weil gestern abend über von und zu guttenberg geredet wurde: wie ich mit horst köhler mitgereist bin, war ich ganz schockiert, wie journalisten angetan waren von den adligen besuchen... musste danach gleich zu franz schwarzbauer in ravensburg rennen und mir diesen schock zu verarbeiten | übersicht: berlin 24.10.2009 - 23.03.2010









Kommentare