wow. nachhilfe. direkt aus der roten fabrik: sage mir wenn du schon immer für fascho gehalten hast. klebe deren logo in das umfeld von dem, was alle für fascho halten. und erlebe, dass sich die verunglimpften als faschos verhalten.

zum glück hats funktioniert: die svp hat bereits reagiert. weniger doof wird wohl die weltwoche sein. und dann... ähm... wird das konzept schon schwierig. wenn ein fascho sich nicht als fascho verhält, obwohl frau (Sønke Gau und Katharina Schlieben) ihn fascho nennt... eieiei... was dann? - ähm...

zureichs kulturkrise ist platt geworden. rinks/lechts. fascho/libido. blöd/doof. das ist langweilig. aber so ist kultur: schwarz/weiss. ja/nein. sag nicht das falsche: sonst schlag ich dir den kopf ab. - falsch geraten: nichts sagen ist auch falsch: zack!
kultur: nein danke!
zivilisation = zuvilisation :-(
gnade uns... himmell: wer oder was?
NACHTRAG: 22. august 2007. 17.15h eben erreicht uns folgende stellungnahme der ausstellungsmachenden:


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(Zürich, 21. August 2007)

Sehr geehrte Damen und Herren,


auf Grund des gesteigerten Medieninteresses im Zusammenhang mit der Gestaltung des Plakates zum Ausstellungsprojekt „fascho! berichte aus dem alltag“, das von dem Verein zur Förderung antifaschistischer Aktivitäten VFAA erarbeitet und organisiert wurde und in der Shedhalle in Kooperation mit dem Konzeptbüro der Roten Fabrik als Gastprojekt stattfinden wird, möchten wir unsererseits ein kurzes Statement abgeben.

Dieses Communiqué besteht einerseits aus einer kurzen Stellungnahme der gastgebenden Institutionen Shedhalle und des Konzeptbüros der Roten Fabrik, (1.Teil) und andererseits aus einer Erläuterung des Vereins zur Förderung antifaschistischer Aktivitäten VFAA (2. Teil).


1. Teil

Wir stellen fest, dass sich ein Teil des Interesses der bisherigen medialen Berichterstattung mehr auf oberflächliche Zuspitzung und populistische Polemisierung als auf eine inhaltliche Befragung der Projektinhalte konzentriert hat. Wir plädieren aus diesem Grunde für eine differenzierte inhaltliche Diskussion im Zusammenhang der Ausstellung und dem umfangreichen diskursiven Rahmenprogramm. Wir unterstützen ein Projekt, das den Zusammenhang von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in der Schweiz von heute untersucht und möchten eine Plattform für Information, Öffentlichkeit und kritische Auseinandersetzung zur Verfügung zu stellen. Der Verein zur Förderung antifaschistischer Aktivitäten VFAA hat die Inhalte, die zur Diskussion gestellt werden, seriös, mit geringsten finanziellen Ressourcen und großem persönlichen Engagement erarbeitet, um eine gesellschaftlich relevante und höchst notwendige Debatte anzustossen. Der Entstehungsprozess der Ausstellung wurde von unserer Seite aufmerksam begleitet, aber nicht inhaltlich beeinflusst. So fand auch keine Zensur statt, weder bezüglich der Ausstellungsmodule, die zu sehen sein werden, noch bezüglich der inhaltlich begleitenden oder darauf hinweisenden Printprodukte. AutorIn des angesprochenen Plakates ist der Verein zur Förderung antifaschistischer Aktivitäten VFAA als Kollektiv. Es ist uns bewusst, dass das Plakat zur Ausstellung auf den ersten Blick Irritationen hervorrufen kann. Es ist nicht die Absicht, darin aufgeführte Schweizer Parteien oder Medien mit Faschismus gleichsetzen zu wollen. Wir verstehen das Plakat als Instrument einer Aufmerksamkeitsgenerierung, das sich in seiner Konzeption auf die Traditionen politischer kultureller Artikulationen bezieht und zu lesen ist. Ob das Konzept, dass dieser Präsentationsform zu Grunde liegt, aufgeht, muss vom Publikum selbst beurteilt werden, selbstverständlich ist dazu aber Besuch und Auseinandersetzung mit der Ausstellung nötig. Darum freuen wir uns auf alle MedienvertreterInnen und BesucherInnen, mit denen wir im Anschluss an den Ausstellungsbesuch kritische und spannende Diskussionen führen dürfen.

(Shedhalle und Konzeptbüro der Roten Fabrik)



2. Teil

Der Verein zur Förderung antifaschistischer Aktivitäten VFAA, dessen Mitglieder die Ausstellung „fascho! berichte aus dem alltag“ in einem kollektiven Prozess konzipiert, organisiert und aufgebaut haben, möchte folgendes festhalten. Die Gestaltung des Plakats für die Ausstellung ist nicht zufällig, sondern setzt die Fragen und Thesen der Ausstellung – auf durchaus zugespitzte Weise – grafisch um.

Uns geht es darum, aktuelle Tendenzen in Politik und Gesellschaft in Bezug auf Elemente der Ideologie und Praxis historischer Faschismen zu befragen. Ziel ist somit gerade nicht die Gleichsetzung – beispielsweise der SVP oder der Weltwoche – mit faschistischen Parteien und Medien. Wir möchten aufzeigen, dass argumentative, ideologische und/oder ästhetische Anleihen in deren Politik und Äusserungen augenfällig sind und dazu anhalten, darüber eine kritische Diskussion zu führen. Beispiele sind der Diskurs über „Missbrauch“ in allen möglichen Bereichen, die „Schäfchen“-Plakate für die „Ausschaffungsinitiative“ oder der geplante „Marsch auf Bern“ vom 6. Oktober 2007 (gemäss SVP-Kurier Luzern, Nr. 25, Juni 2007).

Wer das im Tages-Anzeiger vom 21. August abgedruckte Plakat aufmerksam betrachtet, wird feststellen, dass es uns eben nicht darum geht, plumpe Ähnlichkeiten zu behaupten, sondern um „(Neo-) Faschismus, gesellschaftliche 'Mitte' und schweizerische Politik“. Nationalkonservative und diskriminierende Denkmuster bilden heutzutage immer mehr den nicht hinterfragten Hintergrund für eine grosse Zahl gesellschaftlicher Debatten, worauf wir mit unserem Plakat anspielen wollen.

Uns ist es ein grosses Anliegen, diese Thematik zu diskutieren. Wir freuen uns auf eine anregende Auseinandersetzung im Rahmen der Ausstellung. Deshalb möchten wir erneut auf unsere Einladung zur Medieninformation und -Führung vom Freitag, 24. August, um 17 Uhr hinweisen. Alle weiteren relevanten Informationen und Debattenbeiträge finden sich auf unserer Website (www.fascho-dieausstellung.ch), wo auch die Zeitung zur Ausstellung herunter geladen werden kann.

(Das Kollektiv der AusstellungsmacherInnen)