ARCHIV: hier gehts zur aktuellsten version | hier folgt die 1:1 übernahme der letzten darstellung:
AKTUELL: INTRO ZUM SUBTRAKTIONSKONZEPT & ANKÜNDIGUNG TRANSKRIPTION GESPRÄCH MIT DR. MICHAEL MAIER
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arbeit an "die form der unruhe" band 2 | kaufen:
"die form der unruhe", band 1 (Tina Piazzi / Stefan M. Seydel, rebell.tv AG (Hg.) (2009): Die Form der Unruhe. Band 1. Die aktuelle Metamorphose der Sozialen Frage: Vom Buchdruck zum Computer. Collagierung eines Suchprozesses zum Umgang mit Informationen. Hamburg: Junius Verlag. ISBN 978-3-88506-456-5. Ladenpreis: EUR 29.90/CHF 48.90. hier bestellen: info(ät)
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Ein grosses, dickes Buch mit 3 symbolischen Kapiteln: Perspektivenschichtung, Demonstration der Eigenständigkeit des Materials, Fernung. Beiträgen von von Prof. Dr. Andrea Back, Prof. Dr. Dirk Baecker, Prof. em Dr. sc tc hc Bazon Brock, Prof. Dr. Heiko Kleve, Prof. Dr. Franz Schultheis) |
schluss jetzt: es geht los:
"jedes neue medium wird zuerst wie ein altes genutzt." (marshall mcLuhan)
das subtraktionskonzept
geltungsbereich: dieser hinweis gilt für ALLE einträge inner- halb unseres "zettelkastens" (
BLOG) und "schaulagers"
RADIO/
TV, welche im zettelkasten verlinkt und kommentiert werden | anders sieht es aus für "codierung" (
PRINT) und multimediales-interaktives erzählen (
MAGAZIN. abernu ;-)
der "zettelkasten" ist jener bereich von ((( rebell.tv ))) in welchem wir gedanken, gefühle, ideen, fragmente "offen zugänglich ablegen" und ist NICHT vergleichbar mit "veröffentlichen", publizieren, senden etc.
das wichtigste, zentralste, grundlegenste, entscheidenste arbeitsmittel im zettelkasten ist der HYPER_LINK.
hyperlink ≠ fussnote, quellenangabe etc
a) deutungshoheit: das wort "blog" ist ein
neologismus
niemand weiss, was das wort "blog" bedeutet. aber als aktivist und praktiker erlaube ich mir, das wort aus praktischen gründen aktivistisch zu nützen. die derzeit (noch) wirkungsmächtigesten wortdefinitoren sind die massenmedialen
"huch!professionellen schurnalistenden". es kann sehr leicht abgelesen werden, wie - vom feuilleton bis zu den mitmach-bürger"journalismus"-animatoren - beschränkt, unterkomplex, widersinnig die nutzung des internets (und des wortes "blog") eingesetzt wird. (
am aggressivsten bei den schreibenden journalisten.)
um die herangehensweise der professionellen journalisten zu beschreiben, haben wir den (neologismus) "subtraktionskonzept" entwickelt. das ist kein negatives konzept. kein schlechtes. wir sagen nicht, dass wir "besser" arbeiten.
wir verlangen bloss, dass anderes, angemessen anders gedacht wird! und dass uns zugestanden wird, dass wir diesen *denkraum* offensivst, experimentellst, unkonventionellst vermessen dürfen, ohne gleich in die ecke der perversen & seichten gestellt zu werden. (was allerdings freilich längst auf tote bäume gedruckt worden ist :-/
in "german-speaking part of europe" hat dr. michael maier am konsequentesten, stringentesten und offensivsten das "subtraktionskonzept" durchdrungen:
hier einige gedanken dazu. und hier ein gemeinsames gespräch zum thema:
links & kommentare |
nachtrag und erweiterung vom 15.12.2009
b)
besser (nicht) subtraktionistisch bloggen
die deutungshoheit positiv formuliert: in einem vortrag (
zum umgang mit dem digitalen erbe) haben wir fünf handlungsmaxime für unsere einträge im zettelkasten und schaulager entwickelt und zur diskussion gestellt. wir werden diese in
"die form der unruhe", band 2, weiter ausformulieren. das kapitel 2 sieht aktuell (09.11.2009) so aus:
2. Fünf Handlungsmaximen
2.1 Kümmere dich nicht um die Botschaft, kümmere dich um die Kontroverse
1.2 Kümmere dich nicht um die Technik, kümmere dich um die Begegnung
1.3 Kümmere dich nicht um die Informationsmenge, kümmere dich um die Verlinkung
1.4 Kümmere dich nicht ums publizieren, kümmere dich ums offen zugänglich ablegen
1.5 Nutzte die Chance und interessiere dich um die Nebenwirkungen
c)
diskursiv vs. dialogisch
zugegeben: früher war alles besser! sie gingen in die oper. sie gingen ins kino. sie haben ein buch in die hand genommen. eine zeitschrift. eine notiz wurde ihnen an den kühlschrank geklebt. der anrufbeantworter wurde abgenommen. etc. das war einfach zu unterscheiden. allein der ort - und die art des ortes - haben ihnen mitgeholfen, einzuschätzen wo sie jetzt sind und was sie hier - in etwa - erwartet. aber bedenken sie: sie konnten in der oper auch ganz unterschiedliche stücke unterscheiden. auch das kino kennt viele verschiedene arten von filmen. und selbst beim zeitung lesen, wussten sie, ob sie jetzt einen leitartikel, eine themenübersicht, nachrichtenmeldungen, kolumnen, komentare, leserbriefe, todesanzeigen etc. lesen. sie "spürten" den unterschied. und sie waren nicht enttäuscht, dass der komentar so blumig und die nachricht so knochentrocken und hallihallo erschienen sind. im gegenteil. sie wären enttäuscht gewesen, wärs umgekehrt. gell? kurzum: ich will sagen:
jetzt sitzen sie einsam vor ihrem bildschirm. gucken da rein. und auf dem immergleichen bildschirm, tauchen texte, bilder, bewegte bilder auf. oft begleitet von tönen. mal tolle, mal schlimme, mal fürchterlich... und jetzt?
das huch!intellektuelle feuilleton bricht in jammern und zähneklappern aus. die übelsten begriffe werden hochgefahren. "das" internet: voller abschaum!
und ihnen fällt nix auf? - eben. dachte ich mirs doch. wil sagen: was fehlt, sind unterscheidungsmöglichkeiten! woran erkennen sie, mit welcher "
textursorte" (als platzhalter für text, bild, bewegtes bild, ton) sie es hier grad zu tun haben? und wie gelingt es ihnen, zu erahnen, warum dieser "text" im internet frei zugänglich "abgelegt" worden ist? und wie werden sie sich einen "denkraum" freischaufeln können, um gedanklich zu erforschen, dass ein solches arbeiten nicht nur als eine "psychische störung", sondern vielleicht sogar als "wissenschaftliche notwendigkeit" gezeigt werden könnte? (...) zugegeben: früher war alles besser! jetzt gehts anders weiter:
für hier&jetzt eine unterscheidung, welche ihnen nützlich sein könnte: diskursive vs. dialogisch. (speichern sie diese unterscheidung mit dem namen vilém flusser ab, es wird ihnen bei späteren recherchen dienlich sein.) beides sind "gute" wörter. das eine ist nicht besser wie das andere. auch hier: sie bezeichnen einfach etwas anders. wenn sie ihrem kind sagen wollen, dass das feuer heiss ist, sollten sie nicht einen dialog mit ihm führen (ausser sie denken darwinistisch und fänden es positiv für die weitere menschliche entwicklung, wenn ihr kind verbrennt und in zukunft bloss die ängstlichen kindern überleben :-P aber: wenn sie mit ihrem kind im museum sind und vor einem komischen schrotthaufen stehen, wärs komisch, sie würden diskursiv mitteilen, worum es in dieser arbeit (ganz genau) geht. sie würden präzis mit diesem vorgehen die arbeit falsch interpretieren (prinzipiell). es geht aber noch (ganz anders) weiter:
ein magazin - zum beispiel ein monatsmagazin, um deutlich zu werden - ist allein durch seine materialität, durch seine erscheinweise, diskursiv. allein darum, weil ich als rezipient des magazins nicht auf der gleichen ebene reagieren kann. wenn sie vor einem menschen stehen und diesem ins gesicht sagen: "sie sind ein impertinentes arschloch!" kann das gegenüber umgehend reagieren: eine ohrfeige geben, den vorwurf seinerseits mit gezückter waffe steigern und sie erschiessen, sich für frühere aussagen entschuldigen, dritte hinzurufen und um streitschlichtung bitten, etc. etc. bei unserem beispiel vom magazin geht das nicht. sie können einen leserbrief schicken. sie können eine gegendarstellung gerichtlich verfügen lassen. die kann dann aufgenommen oder versteckt platziert werden, wochen, monate später. aber selbst dann, besteht kein direkter zugriff mehr auf den streitauslöser. und immer so weiter. will andeuten:
es gibt SENSATONELLE unterschiede.
zum schluss jetzt noch einmal vier zugänge:
d)
vier typische vorbehalte:
wenn sie ungeübt sind im umgang mit ihnen nicht umgehend nachvollziehbaren beobachtungen, könnte ihnen unser blog angst und schrecken auslösen.
- tipp: gehen sie mehr in museen, in welche zeitgenössische
KUNST gezeigt wird.
wenn sie desinteressiert sind gegenüber fragen der kommunikationstheorie, der technologieabfolgeschätzung, der veränderungen rund um "die soziale frage", werden sie in unserem blog leider kaum anregungen finden und sich vermutlich oft aufregen.
- tipp: die tradition der modernen
WISSENSCHAFT, hat viele eigenständige disziplinen ausgebildet, welche sich intensivst um solche fragen bemühen. wir verstehen unsere arbeit weniger inter- als umstandlos trans-disziplinär.
wenn sie sich einer partei im umfeld der
POLITIK stark verpflichtet fühlen, könnte ihnen unsere einträge als haltungslos - und damit für sie - wertlos und damit entsorgungsreif erscheinen. und: wenn sie denken, "dass die dort oben" eh machen, was sie wollen, dann wäre ich bereit, ihnen zuzustimmen. (ich lese schliessliche täglich die zeitung.) trotzdem gilt, dass soziale verhältnisse so geworden sind und auf dem gleichen weg auch wieder verändert werden können.
- tipp: wenn sie den begriff "politik" nicht mit "partei" gleichsetzen, dann eröffnet sich ihnen gleich eine ganz neue welt.
wenn sie es sich gewohnt sind, dass sie für ihre geleistete arbeit regelmässig geld überwiesen bekommen und wenn sie sich täglich dagegen wehren müssen, dass der preis für ihre angebote sinkt, oder gar keinen markt mehr findet, dann wird ihnen die offensiv aufgerissene freigiebigkeit in unserem blog arg zusetzen. sie werden vielleicht in rebell.tv den totengräber von qualität und professionalität erkennen meinen.
- tipp: die gestaltung einer
ÖKONOMIE, welche einen fairen ausgleich zwischen "natur - mensch - geld" sucht, ist ein mega-trend. es wird ihnen leicht fallen, gleichgesinnte zu finden.
weiterführende literatur: derzeit ist erschienen: "die form der unruhe", band 1 | die arbeit an band 2 ist aktuell hier in bearbeitung
übersicht:
berlin 24.10.2009 - 23.03.2010 |
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frühere erklärungen dieser warnung | auch für diesen eintrag gilt:


