
ein nachtrag vom 31.01.2010 | was ich mir noch notiert habe, was ich mir noch notieren wollte: gerd hat seinen kollegen lutz sehr speziell vorgestellt. und ganz so, wie ich lutz zu schätzen lernte.
wie gesagt: lutz macht diese vielOh!sofWie?schen cafes in berlin. und seit dem persönlichen gespräch mit ihm, weiss ich, dass er die big!names bloss deshalb durchhechelt, damit die angst und furcht vor ihnen verschwindet und platz gemacht wird, fürs eigene denken. und jetzt gehts erst richtig los.
was mich schon immer am allermeisten fasziniert hat - obwohl es auch ganz bequem ist, innerhalb von einer stunde einen huch!denker vorgestellt zu bekommen - ist, wenn lutz eine frage, welche die vorgestellt person bewegt hat, dem publikum übergibt: wie würden sie entscheiden? für welche variante der reaktion entscheiden sie sich? etc.
das witzige ist, dass in diesem moment andern menschen so unvermittelt und so unverstellt ins hirn geschaut werden kann: es ist eine wahre und wirkliche freude. wenn nicht gerade ein herr eine gegenrede und antivortrag hält, zeigen die damen ihre gedanken. lutz wartet dann nicht lange. lässt nicht lange reden. zeigt mit der hand an, dass verstanden wurde, was der hinweis sein könnte. bleibt streng an seinem didaktischen konzept. wiederholt, paraphrasiert vielleicht... aber gerd hat in seiner kurzen einleitung, ganz nebenbei, vier arten dieser reaktion von lutz aufgezählt. bin fast vom stuhl gefallen. als hätte es konzept. (ich werde ihn fragen müssen.) auf jedenfall: gerd zählte auf:
- lutz reagiert hermeneutisch
- mändert rum
- reagiert sokratisch
- oder schiebt etwas wissen nach
hammr. sage ich ja:
altersradikalität: wenn männer (endlich) schön werdenalte männer ziehen nicht mehr in den krieg. wie sollten sie auch wollen: mit ihrem ranzen, ihrem rücken, ihrem kurzem atem. und doch ziehen strenger bilanz denn je. vor allem mit sich selbst. keine tabus mehr. was nicht erreicht werden konnte im leben, ist kein zu erreichendes ziel mehr. es wird abgrechnet und klarheit tritt ein. der ärger frisst keine seelenlöcher mehr. die wut hat ihre hörner abgestossen. der heilige zorn, wurde nicht mild, aber würzig. will sagen: willst du einen schönen mann: such dir einen altersradikalen. |
@regine: autsch! das tut weh! ich fürchte, du hast in allen punkten recht. bestätigst du mir grad, was ich heute morgen (im ersten kasten) notiert habe? | übersicht: berlin 24.10.2009 - 23.03.2010









Kommentare
Aber: gilt das nicht für Frauen, die Schönheit der Altersradikalität? Und entschuldige mich beim Eintippen schon für die niveaulose Frage ...