
spitzenruf.ch = blog.loepfe.ch ≠ amazee.com ≠ amazon.com
ein freundlicher herr, guckt mich hier an. nicht zu forsch. ganz bei sich. aber bereit. ein spitzenfoto. wobei: damit ich an das versprochene (ein wichtiges wort bei loepfe! versprochen!) pdf komme, muss ich zuerst einen (natürlich falschen) namen angeben und eine (natürlich richtige) eMail adresse. download. und dann auf der ersten seite schon wieder. eine persönliche ansprache des agenturchefs. inkl. handschriftliche unterschrift, welche in etwa (ziemlich genau!) so aussieht:

wow... ähm... also... was will uns das jetzt sagen?!? | gab es nicht früher mal die disziplinierende wissen schaffende grafologWie? seit wir alle an den tastaturen schreiben, sagen handschriften nix mehr aus. diese angebote haben sich pulverisiert wie die schriftsetzer, schuhmacher und andere studierenden von handwerkenden. nein: wenn wir solche kurven sehen, sehen wir börsenkurven. punkt die ähnlichkeit zur VW-kurve von gestern abend: dramatisch. die tendenz ist klar:
eingewöhnen auf tiefstes nievau | mit dem unterschied, dass uns loepfe klaren einblick gibt, wie er das mit seinem unternehmen macht: meta-botschaft, aber nicht hyperaffirmativ wie bei sloterdijk gemeint: du musst dein leben ändern | meta-meta-botschaft: es ist doch ziemlich kompliziert. besser du kaufst mich als täglicher zeremonienmeister ein...lektion #1: "31 tage (...) arbeiten"
am achten tag sollst du... "besser werden statt gut bleiben"
tag 9: "vergessen sie positionierung"
17. tag: "besser-messer"
logo: mit soft skills softer killen. (Seydel, S. M. (2001): "Mit soft skills softer killen!?" SozialAktuell, Magazin des Schweizerischen Berufsverbandes Soziale Arbeit (SBS/ASPAS), Bern. 01/2001) es herrscht krieg. alle gegen alle. freund? feind? you never know! jeden tag aufstehen und sagen: "heute mache ich es besser!" und wenn das bis zum 16. tag nicht geholfen hat: dann wirds aggressiver: messer wetzen! tag 18: "10-punkte" (18) fassen für den end-(guerilla-)krieg. letzte "schwellenangst" (tag 19) wird ge- und versenkt. "vertrauen" (20) ist das code-wort: und jetzt gibts sauers: tag 24! ab auf den boden:
"küssen sie (...) kunden die füsse!"denn klar ist: tag 25: "(...) kundenbindung gibt's nicht!" tag 27 ist einübung ins wie es bei uns heissen würde: "fröhlich lächelnd sich überflüssig machen". tag 28 - dieses leben ist knallhart - selbsthypnose! um am tag 29 neu motiviert einen nächsten angriff auf den verlorenen kunden zu starten. ja! wer dieses kontemplative kriegerleben klösterlich konzentriert lebt, darf tag 30 acht schritte im vorhof des "echten experten-status" tun. um am tag 31 das "finale kapitel" zu eröffnen!
fininvest | die apokalypse konzentriert und strategisch planen | nach mir die sindflut, das paradies, die jungfrauen im himml und wie die fantasien halt so blühen. jedenfalls: in 31 tagen zum schluss kommen. ganz oben. auf die spitze. und dort rufen: "es ist vollbracht!" | loepfe & partner ag | be amazing PUNKT
dieser eintrag in den zettelkasten von rebell.tv als teil verschiedener serien:
- die gas-these von rebell.tv
- sprche - dnkn - wrklchkt
- wie man über bücher spricht, die man nicht gelesen hat
aber weil ich viel gelernt habe, will auch ich hier einen gratis-tipp weitergeben: eine gute unterschrift muss aussehen wie das zeichen von nike | und noch mehr: lernen mit rebbe kolle | just do it! ändere dein leben, du arschloch! JETZT | wobei ich ja auf adidas stehe. /// drei streifen mal so ))) dann wieder so ((( die interpretation ist simpel: /tp hat das konzept beschrieben. ausformuliert bei Kunst Macht Probleme. hinter jeder dieser vier arbeiten stehen gedanken, gedanken, gedanken. und noch was und noch was und noch was anderes. und immer wenn du meinst, du hättest es jetzt verstanden, dann sage ich: "nein. auch das nicht. und sogar nichts von all dem. und selbst das nicht!" ("die fünfte position")im wechsel vom "was" zum "wie" geht es nicht mehr darum, ganz präzis das richtig richtig zu machen. im kontext der kunst (beispielsweise), geht es schon lange nicht mehr darum "das richige werk richtig gemacht im richtigen haus richtig auszustellen". es geht auch schon seit 30 jahren nicht mehr darum, "das richtige happening richtig zu machen" und den "white cube" dann noch mit "abgelegten werkzeugen" zu befüllen. (vergl. dazu bazon brock/kurt schmid | verschriftlichung kommt dann mit magazin.rebell.tv #5) nix da: kunst vollzieht sich im sich "vorstellen von ambiguitäten"... und siehe da: wir können den "white cube" als marktplatz der kunsthändler weiterhin nutzen... haha | und jetzt könnten wir weiter machen und ausformulieren, was das bedeutet für: kunst > wissenschaft > politik > ökonomie. dann würden wir sehen, dass loepfe im umfeld der ökonomie seine versuche macht. das ist präzis der schwierigste, anspruchsvollste, unsicherste ort... was wir wissen, ist: dass "joseph beuys' nightmare" locker abfilmbar ist. "jeder ist ein künstler" ist zum horror geworden. nicht nur für die kunst selbst, sondern für die ganze kolonialisierung dieses arbeitsprinzips in alle teile gesellschaftlichen lebens! die "kreativen szenen" ringen ums überleben. immer lauter werden die präkarisierungen des mittelbaus im kontext der elfenbeintürme zur darstellung gebracht. und prof. dr. robert castel himself spricht von hyperpräkarisierung. und darum sind solche ausformulierungen wie von herrn loepfe auch so wichtig. (vergl. dazu michael maier über seine versuche im bereich des journalismus) manchmal muss man es einfach ausformuliert haben, damit dann klar wird: so gehts nicht (mehr) punkt | ANDERES ANDERS DENKEN | übersicht: berlin 24.10.2009 - 23.03.2010









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