frühere links zur konferenz in bamberg. jetzt aber kommen die nachberichte in den blogs: lars alberth schreibt:
Mir fiel allerdings schon auf, wie stark die Web2.0-Forschung sich am positivistischen Wissenschaftsverständnis orientiert. Damit meine ich nicht nur einen gewissen Überhang von quantitativen Methoden, sondern auch das Bedürfnis, dass jetzt bereits alles schon einordnen zu können.
weiter schreibt lars: "1. Man geht von einer tiefgreifenden Veränderung des Verhältnisses von Privatsphäre und Öffentlichkeit aus." und: "2. Vertrauen scheint zur wissenschaftlichen Leitwährung im Web 2.0 zu werden." freilich erläutert er die beiden hauptbeobachtung im seinem blog weiter. (wirklich toll!) derweil hadert regine heidorn dornenhaft und wissenschaftsheidnisch:
Wissenschaft 2.0: gefragt wäre ein James Bond, der durch zielsichere Provokation und eine gehörige Portion Respektlosigkeit gegenüber alteingesessenen Institutionen verkrustete Verhältnisse entlarven und aufbrechen könnte. Das Aufzeigen von Kränkungen, Blindheiten und Traditionen mag ein erster Schritt sein.
das ist richtig süss: james bond als retter der hartbloggendengeisteswissenschaft. wunderbar! (über den urchig-biologistisch-natürlichen wunsch hart, härter, gewinngeiler zu werden: hier entlang!) hier aber gehts mit tina guenther über den beitrag von lars alberth weiter:
Lars Alberth (Odradek) bearbeitete in seinem Vortrag “Blogging Bodies” die Frage nach der Verbindung von Internet und Körper bzw. Körperlosigkeit, der Gouvernamentalität der Selbstführung und den Technologien des Selbst und präsentierte Beispiele der Selbstpräsentation, die den eigenen Körper und seine Veränderung im Lichte von Körperidealen zum Gegenstand hatten. Anhand vieler Beispiele aus Weblogs und Diskussionsforen behandelte er Weblogs als originäre Medien der Inszenierung von Selbst- und Körper, als Manuale der Selbstführung, als Terrain für Definitionskämpfe um Selbst und Normalität sowie als Kommunikationsmedien für trajectories.
sebastian erlhofer unverholen:
Klar wurde dabei vor allem: Was das neue Netz (..) denn eigentlich aus wissenschaftlicher Perspektive ist, ist eigentlich niemandem so richtig deutlich.
schon fast im sinne von lars vorschlag, blogs als "manuale der selbstführung" zu verstehen, notiert sich alexander filipović seine offenen fragen. ziemlich gut hat die konferenz für jan schmidt funktioniert. dank martin wilbers wissen jetzt sogar wir, dass jan nach hamburg weiterziehen wird. hamburg-gewinnt.de reservieren könnte sich auszahlen. auch, weil nach bamblog hamblog im blog von jan ausgeschlossen wurde ;-Prima ist auch, wie jan schmidt zeigt, wer mit wem zusammengetroffen ist:
insb. bamberger mit bamberger. noch einfacher als das netzmedium kann eine tagungszusammenfassung aber nicht gemacht werden.

und was ist meine zusammenfassung? - mir gefällt weiterhin die übersichtsleistungen wie sie von lars alberth gemacht werden. nicht nur erbsen zählen und fragen beantworten die man sich selbstgestellt hat. nicht nur "neugierologie" betreiben, sondern umstandlos "neugieronautik". das ist klasse. spontane fernweh anfälle richtung suprTal ;-) habe jetzt aber nix gelesen, was mich zu zwingen scheint, meinen missbrauch um den hype von "web 2.0" abzuändern. es geht um "re-reeducation". es geht um umerziehung der umerzogenen:
trainingslager 1.0 war: "das beste gibts gratis."
trainigslager 2.0 ist: "das beste bist du"