
wolfgang steiger zum zweiten | via ugugu | bis jetzt haben wir noch kein vorauseilendes angebot zur gegendarstellung von der redaktion zugestellt bekommen. nicht einmal die mitteilung, dass jetzt die *kritische* auseinandersetzung mit uns und unserem verleger und investor gedruckt wurde... es wird wohl noch werden. wetten, dass? denn der text... ;-)
WER?bung: rebell.tv das nächste mal in zureich: donnerstag, 21.01.1010, cabaretvoltaire.ch gerne stehe ich persönlich für interviews (am morgen) zur verfügung ;-)"Der Thurgauer Verpackungsfabrikant Daniel Model liebt seltsame Mythen und verteufelt die Demokratie. Bereitwillig vernetzen sich postmoderne Dadaisten und Medienrebellinnen mit dem Sozialstaatsgegner. Was fasziniert sie an der Utopie des selbst ernannten Oberhaupts des Elitestaats Avalon?"
angebot an professionelle journalistInnen und redaktionsteams der faltbaren, ausschaltvermeidenden und glotzbaren medien: bestellen sie jetzt ihr rezensionsexemplare von "die form der unruhe", band 1 (vergl. weiter unten)
allein diese einleitung: solch ein durcheinander im kopf eines journalisten. und was sagt uns das über die redaktionsleitung eines solchen hauses? lineare umkehrschlüsse. verwechslungen. unterstellungen. und ich dachte immer, die WOZ sei die spitze des linken, investigativen journalismus. (nix ist fix. nicht einmal vorurteile.)
neu bei rebell.tv?der journalist fantasiert: "Gäbe es eine Bautafel, müsste darauf stehen: Hier entsteht das Regierungsgebäude von Avalon, die in Stein gegossene Absage an die demokratische Schweiz." dann aber: der journalist zitiert: "Von der WOZ auf die Namensgleichheit mit der rechtsextremen «Avalon»-Gemeinschaft in der Schweiz angesprochen, meint Model: «Links-rechts-Denken ist überholt. Es zeugt von geistiger Armut. Die Staatsform von Avalon ist liberal und gehört zur politischen Mitte.»"
beginnen sie in magazin.rebell.tv | oder auf der frontpage: http://rebell.tv | hier sind sie im "zettelkasten" von rebell.tv, wir nennen es BLOG. aber wir führen unseren blog nicht "subtraktionistisch". (vergl. sie dazu unseren podcast mit dem journalisten und verleger dr. michael maier.)
wie danach der "kontakt" "abgebrochen" ist, liegt uns vor. wie der "freie journalist" ja schreibt: er hat nach einem telefongespräch einen langen fragekatalog per eMail abgesetzt. model hat entsprechend via eMail geantwortet. schade zeigt der journalist nicht diese antwort ;-) es wäre ein suprSchönes beispiel, wie professionell investigativ gearbeitet wird bei der woz. wie in seinem ersten versuch für saiten.ch, auch für die WOZ: steiger notiert sich wunderschöne abschnitte - hier über die schweizer monatshefte - und zeigt in anschliessenden abschnitten offenherzig, wie er solche gedankengänge nicht in sein enges weltbild einpflegen kann. was mir gefällt, will ich gerne zeigen:
Man sollte meinen, dass in der tendenziell fortschrittlichen Kulturszene die Alarmglocken läuten. Umso mehr erstaunt es, wie viele Kultur- und Medienschaffende mit Model verbunden sind. Da ist zum Beispiel der studierte Philosoph René Scheu, Redaktor der «Schweizer Monatshefte», der auch als Kenner und Übersetzer der Werke des italienischen Starphilosophen Giorgio Agamben bekannt ist: «Ich möchte nicht auf links oder rechts festgelegt werden. Ich bin liberal und freiheitlich denkend im Sinn von Friedrich August von Hayek», definiert Scheu auf Anfrage seine politische Position. Und präzisiert: «Der Liberalismus hat zwei Gegner: den Sozialismus und den Konservatismus.»
WER?bung: im gegensatz zum artikel von wolfgang steiger, wird unser eintrag nicht finanziell gefördert durch:weiterlesen und dabei weiter notieren: (nicht einmal zu einem copy/paste meines namens hats gereicht. schade. aber jetzt kommt es: rebell.tv ist gemäss WOZ rechtsliberal. (haha: das muss ich gleich dem robert misik erzählen gehen ;-) was ist "rechtsliberal"? wikipedia weiss es. im abschnitt: "Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus: 1918 bis 1945" | und jetzt werde sogar noch ich zitiert. (in einem eMail an einen zweiten journalisten, welcher sich an dieser story abgearbeitet hat.) hier meine originalantwort via eMail an adrian riklin, woz: (könnte hier noch die links nacharbeiten. will jetzt aber zuerst den ganzen text lesen.)
aber auch wir sind interessiert am kennenlernen von "investor2". gerne zeigen wir ihnen, wie wir rebell.tv weiterentwickeln wollen. kontaktieren sie unsere geschäftsleiterin für die vereinbarung eines persönlichen treffens!
damit deine thesen kurz, knackig, knackiger bleiben, bestätige ich dir aber gerne, was du sicher gerne hören willst:brock und luhmann als "linke" theoretiker aufzunehmen ist ja auch suprHammr für eine akkurat linke woz... haha... aber jetzt stösst herr steiner zu den zentralen fragen vor: sensationell:
- rebell.tv ist das 1. staatsfernsehen von staat 2.0
(die staatsidee entwickeln wir mit häfelin/haller. danach gehts mit "erinnern - gedenken - erneuern" weiter. wenn es zum wort "fernsehen" aka "tv" kommt, findest du dazu worterklärungen nach bazon brock etc.)
- "staat 2.0 = avalon"
(ersteres ist die formel von mir, zweiteres jene von daniel! tip: geh dem begriff "denkraum" von aby warburg nach! vergl. dazu: http://magazin.rebell.tv und auch der name george spencer-brown (niklas luhmann) wäre zum verständnis von dieser formel, welche eine gleichung ist, wichtig.)
- ernst mühlemann war aussenminister von avalon. und ich bin der informationsminister. :-)))
(schon andere haben bitten und betteln müssen: "bitte verstehen sie mich nicht zu schnell"!)
Was heisst das, wenn radikalliberale Antidemokraten dadaistische AktivistInnen finanzieren und das Fernsehen eines sozialstaatsfeindlichen Unternehmers mit den Theorien linker Autorinnen und Kunsttheoretiker wie Marlene Streeruwitz, Vilélm Flusser oder Bazon Brock hantiert?mit wem versucht er diese frage zu klären? mit ueli mäder. und er verlangt in seinem zitat, was wir mit leidenschaft betreiben: "wozu das alles? (es geht um die idee des staates, anm. sms) sonst wird die sinnfragen konservativ und radikalliberal besetzt." (gerade eben wieder verlinkt: 27.10.2005 | prof. dr. christoph frei: einführung zu den tragenden grundwerten nach häfelin/haller | hier aber eine begegnung mit prof. dr. ueli mäder:
07.10.2007 | links & kommentar (prof. dr. ueli mäder) | frühe übersicht zur "negative einkommenssteuer" | dann einen langen abschnitt... bis... wow: da kommt jetzt die ganze wut des wolfi steigers:
Für die nächsten drei Jahre brauchen die «Rebellen» von rebell.tv drei Millionen Franken, wie sie auf ihrem Blog vorrechnen. Damit könnten sie mehr Leute anstellen und würden den «German speaking part of europe» mit lustigen Filmchen beglücken."lustige filmchen"... lustige filmchen... wow... lustige filmchen... hammr. der sitzt :-/ und zum schluss schafft der professionelle journalist es auch noch, den namen adolf hitler unterzubringen. dazupassend ein tendenziös dazugeschnippseltes interview mit ueli mäder, welcher sich offenbar in anderem kontext befragt worden ist. | so. fertig gelesen... also...
mein fazit
aus diesem artikel:
der (dramatische,) blinde fleck von herr steiger: er erkennt eine vereinnahmung von linkem, aufgeklärtem, dialektischem, "gutem und richtigem denken" und so weiter durch rechtes, faschistisches, esoterisches, schmutziges, seichtes, "schlechtes und böses denken" und so weiter.
das dramatische daran ist nicht, dass herr steiger auf grund dieses "blinden flecks" nicht zu sehen vermag, dass es ein zentrales anliegen von rebell.tv ist, sich der verwendbarkeit durch diese denkfalle zu entziehen. das WIRKLICH dramatische ist, dass er mit dieser art und weise des denkens, beobachtens, schreibens präzis das tut, was er so eifrig zu bekämpfen sucht!
vielleicht könnte so auch meine "rhetorische empörung" gegen "die 68er" (in diesem zettelkasten) gelesen werden: das TOTAL BÖSE mit dem TOTAL GUTEN bekämpfen, bewirkt auch bloss TOTAL BÖSES. die altvorderen, vor 200 jahren, haben mit dem liberalen staat ("spindeldürr & bärenstark") von diesem problem sehr wohl gewusst. der minderheitenschutz war ein zentrales anliegen! die religionsfreiheit (massgeblich durch die pietisten, jenseits der machtkirche miterkämpft)! bis heute im "ständerat" institutionell besuchbar: das winzige bauern- und berglerzell hat genau gleich zwei sitze, wie jene kantone, wo die chemie unter den gewaltmächtigen und lautdüdlern seit jeher sensationell war. und so weiter
es könnte auch auf wittgenstein verwiesen werden. mit der unterscheidung von "form und struktur". dabei könnte einem das wort "form" in unserer "form der unruhe" einen gedankenraum öffnen... abernu... ich habe jetzt genug für heute von den leistungen des huch!professionellen schurnalismus! nazi rufen erfüllt den gleichen nutzen wie busen oder blut zeigen: aufmerksamkeit generieren? egal: wir kümmern uns weiterhin nicht darum. aber wir zwinkern stur weiter:
"die form der unruhe" wird für die computerzeit, was die NZZ für die maschinenzeit war ;-)
any news are good news
das ist zwar eine weisheit, welche für die verknappenden medienzeiten gegolten hat. und ist unter den bedingungen des internets völlig anders geworden... abernu: vermutlich sind sie heute auf grund des artikels in der WOZ gekommen. und damit hat sich der spruch ja doch schon halb erfüllt..."dass es den programm-machern vom bodensee mit dem selbstbewussten bekenntnis zu den grundsätzen aufgeklärter bürgerlichkeit gelingt, ihrer plattform profil zu geben, sollte andere anbieter, allen voran die verantwortlichen der öffentlich-rechtlichen belanglosigkeit, nachdenklich stimmen."
(süddeutsche zeitung, 07.01.2010, auf in die kultur der kontroverse, ralf konersmann)
mehr infos | Bestellangaben: Tina Piazzi / Stefan M. Seydel, rebell.tv AG (Hg.) (2009): Die Form der Unruhe. Band 1. Die aktuelle Metamorphose der Sozialen Frage: Vom Buchdruck zum Computer. Collagierung eines Suchprozesses zum Umgang mit Informationen. Hamburg: Junius Verlag. ISBN 978-3-88506-456-5. Ladenpreis: EUR 29.90/CHF 48.90. hier bestellen: info(ät)junius-verlag.de oder im BuchhandelDie Form der Unruhe – Das StatementNACHTRAG: DOKUBILDER DES DOPPELSEITE IN DER WOZ
Die Unruhe ist evident: Massenmedial, im Umgang mit Information, in der Art und Weise der Wissensproduktion. Mit den rasanten Entwicklungen der Kommunikationstechnologien hat auch die Geschwindigkeit und Radikalität sozialer Veränderungen zugenommen. Diese verstörende wie kreative Unruhe ist das Feld und Interesse von rebell.tv, einer internetbasierten Experimentier-, Entwicklungs- und Kommunikationsplattform im «German-speaking Part of Europe». Im Zentrum der Arbeit stehen Fragen der individuellen und gesellschaftlichen Verantwortung bezüglich der Gestaltung des Zusammenlebens und der persönlichen Freiheit. Mit Band 1 von «Die Form der Unruhe» legt rebell.tv eine erste Werkschau «Vom Buchdruck zum Computer» vor. Das Buch versteht sich als ein «Statement»: Die aktuellen Herausforderungen lassen sich nicht mehr nur über herkömmliche Logiken der Wissensproduktion und -distribution oder Konventionen journalistischer Informationsverarbeitung bewältigen. Band 1 ist ein Zwischenbericht der Suche nach einer Methodologie, mit der tradierte Qualitätsansprüche unter den Bedingungen der Informationsüberflutung realisiert werden können: Durch einen spezifischen Umgang mit der Unruhe. Im Zentrum steht nicht mehr die Aufarbeitung, sondern die Prozessierung von Informationen: Der Kontext ist die Botschaft!
Teil I: Beiträge von Prof. Dr. Andrea Back, Prof. Dr. Dirk Baecker, Prof. em Dr. sc tc hc Bazon Brock, Prof. Dr. Heiko Kleve, Prof. Dr. Franz Schultheis
Teil II: 2375 Video-Stills von Stefan M. Seydel der Jahre 2004-2009 von rebell.tv
Teil III: 93 Wochenkommentare von Hanspeter Spörri u. a. der Jahre 2007-2009 von rebell.tv
beobachtung der kommentare
Der Artikel verdeutlicht: Was früher Rechtsaussen war, nennt sich heute «liberal und freiheitlich im Sinn von Friedrich August von Hayek». Daniel Ryser (der blog von zwei woz-jouranlisten | gut geeignet, um die qualitätsansprüche dieser zeitung kennen zu lernen ;-)
@Bobby California: oh! das überrascht mich jetzt. du hast ja unter geadelt zwischendurch auf feinere töne angeschlagen :-/
@esther: werde model fragen. logo: ich habe grosses interesse, die art & weise wie "huch!professioneller schurnalismus" am "investigativ recherchieren" zu zeigen. ich habe die fragen (via eMail) von steiger an model. ich habe die antwort, welche model ihm (via eMail) gegeben hat. ich habe die fragen, welche adrian riklin mir (via eMail) gestellt hat. und ich habe freilich die antworten, welche ich riklin (via eMail) gegeben habe. (adrian wollte mal noch anrufen. aber nach meinem eMail hat er mich wohl total verstanden ;-))) es wäre eigentlich bloss konsequent "making ofs" von "unabhängigen", "kritischen", "unbequemen" journalistischen texten herzustellen. soll ich einen antrag schreiben bei proWOZ? in könnte an dieser story schön zeigen, wie feig, faul und hinterhältig gearbeitet... logo: ich würde dann ganz stur bloss entlang den ethischen grundelementen arbeiten, welche hanspeter spörri/sri bei uns dargelegt hat. zum beispiel: das bild mit dem toten tier... sensationell... das ist - gemäss hanspeter spörri/sri in den wochenkommentaren von rebell.tv (vermutlich hier. muss suchen!) - die unterste schublade, welche gezückt wird und immer wieder sensationell gut funktioniere... haha... ach: es ist so suprEinfach einen menschen auf den grill zu legen und ihn zu rösten. und sich selbst dabei auch noch in der "guten, engagierten, richtigen" haltung zu wähnen... blöd ist bloss: dass die WOZ den reinheitswahn mit reinheitswahn auszutreiben versucht. hätte wolfgang steiger prof. dr. ueli mäder auch bloss im ansatz verstanden... dann... ja, dann wärs schwieriger geworden. APROPOS MÄDER: ueli hat ganz exzellente arbeiten über reiche menschen geschrieben. oder um mit bourdieu zu sprechen: menschen, welche ganz andere flugbahnen haben, als (vermutlich) herr steiger, herr meier oder herr seydel. aber wie gesagt: auch die WOZ braucht bloss gute geschichten... und daniel model ist eine tolle ostschweizer story. jetzt haben sie die geschichte gehabt. who cares? was mich angeht: solche erlebnisse geben einem ja bloss einen konkreten einblick in die abläufe dieser medienszene. und wenn wir an solch mickrigen geschichten zeigen können, welches die logiken und prinzipien dieser maschinerien sind und dann den mut entwickeln, zu extrapolieren... dann sind das wirklich sehr hübsche erkenntnisgenerierende momente. durchaus in dem sinne, wie die herren steiger und riklin in jedem eMail versichern: "im sinne einer kritischen beobachtung" ;-)))
danke, herr kurator! | ja: vom subtraktionskonzept haben die noch nie gehört. das sind einfach nicht ihre unterscheidungen... und: wenn die beiden WOZ-journalisten über böse reiche und böse onkels schreiben haben sie hohe klickzahlen:
das prägt den schreibstil wohl zusätzlich ;-)übersicht: berlin 24.10.2009 - 23.03.2010










Kommentare
ich hätte überhaupt kein problem mit diesem bild...; wenn zum neuen credo der journalistisch schreibenden zunft erhoben würde, was letzthin auf fb ein befreundeter journalist nach langem hin und her eher etwas zerknirrscht quasi als überlebensstrategie präsentierte: «gute geschichten werden immer gefragt sein».
wolfgang steiger ist wahrlich eine guter geschichtenschreiber. oder, wie es der oben genannte daniel ryser in seinem blog schreibt; der artikel ist «grosses kino» (immerhin: hier tut sich für die journalistenden ein weg aus der sackgasse auf...;)))
ich zerpflücke nun nicht den ganzen artikel, denn ich habe nicht ganz so viel zeit, wie bobby california in (s;)einem anderen blog.
nur kurz folgendes: ich wurde inzwischen bereits in die nähe von rené scheu gerückt; aufgrund dieses artikels. im recherche-telefonat mit riklin habe ich mich jedoch nachdrücklich von scheu, respektive seinen ansichten, distanziert. aber eben: differenzieren ist keine journalistische kernaufgabe...;)
im prinzip freut mich jedoch dieser artikel, denn: wenn telezüri das cabaret voltaire wiederholt als «linksalternativ» bezeichnet, dann muss(!;) die woz es in die rechte ecke rücken – «ich bin nicht links, ich bin vertikal!» walter mehring (ein von rebell.tv aufgegriffenes zitat des dadaisten, als er von einem interviewer in die linke ecke gedrängt wird)
Des weiteren ist es mehr als eklig, dass sich die Möchtegern-Dadaisten aus Zürich bei den Mächtigen rein schleimen. Die haben meines Erachtens von Dada keinen blassen Schimmer!
gehen sie eigentlich davon aus, dass die journalisten so was wie realität abbilden? echt?! dann sind im prinzip das lebende beispiel dafür, dass wir noch verdammt viel «aufklärungsarbeit» leisten müssen; um den menschen klar zu machen, dass das was in den zeitungen steht grösstenteils hinten und vorn nix, aber auch grad gar nix, mit der realität zu tun hat.
nehmen sie sich mal zeit. viel zeit. täglich. schauen sie immer wieder hier auf rebell.tv rein. schauen sie sich um.
sie müssen sich daran gewöhnen. geben sie nicht gleich auf!
die umstellung von den kausal-linearen medien zum digitalen informationsgebilde von rebell.tv ist wie eine art entzug. sie müssen von einer feinsäuberlich geordneten scheinwelt mit angenehm aufbereiteten geschichtshäppchen in die, aus dieser warte betrachtet, wirren informationsfluten von rebell.tv steigen. das braucht mut. das braucht hartnäckigkeit. ich traue ihnen das zu...:)
sie werden schnell merken, dass rebell.tv ihrer art zu denken, zu reflektieren und zu sinnieren viel näher kommt, als die informationsvermittlungsform der traditionellen medien. oder denken sie etwa in rubriken? zuerst denken sie an «international»? dann an «national»? dann an den «hintergrund»? trennen sie beim denken «wirtschaft» und «feuilleton»? Und wenn sie müde sind, dann folgt noch der gedanke an «wissenschaft» und «medien»?
es sollte einleuchten. es gibt keine realitätsfernere informationsvermittlung als diejenige der tradierten medien (natürlich: tv und radio mitgemeint). das ist jedoch leider der stoff, den die menschen süchtig macht: sie wollen der realität entfliehen, statt sich ihr zu stellen. und die alten medien sind die dealer, die mit dieser sucht kohle machen...
lovely
@RebellTV: Also mich würden unterdessen auch die Antworten interessieren, die Herr Model Herrn Steiger via Mail offenbar hat zukommen lassen. Sehr sogar.
der stinkreiche unternehmer mit einer bünzlifirma soll sein geld wohl lieber in kreativ gestaltete villen und kreativ designte autos und jachten stecken. da geht die kreativität dann ganz anders, gell?! ;)
Vertikal sein ist eine Haltung! (nicht horizontal; wobei das natürlich auch eine Haltung ist). Dass du diese Haltung den grünliberalen zuordnest, sagt viel mehr über dein Unvermögen aus, über die klassischen politschubladen hinauszudenken. Wenn dir dieses Schema so wichtig ist, dann lass dir meine "Position" folgendermaßen umschreiben: Die linken haben nicht immer recht und die Mitte/Rechte liegt nicht immer falsch.
http://www.medienspiegel.ch/archives/002521.html
"Dann der Rebell-Teevau: Was der Sozialarbeiter, der dahintersteckt, mir mit seinem selbstverliebten Informations-Wust sagen will, habe ich noch nie kapiert. Ein Müsterchen gefällig: «Man sagt, wir seien die mediale Zukunft, doch was wir machen, wissen wir selber nicht so genau...» Dem ist gar nichts hinzuzufügen!"
Dem ist gar nichts hinzuzufügen! Gute Nacht, Rebell-TeevAu!Au!Au!
Horizontal ist keine Haltung, sondern eine Stellung.
philipp meier - zürich, 20.01.2010