via arbeit 2.0 | ein journalismus-prof in der nzz. | Horst Pöttker | schon die frage, das wort "objektivität" und "DER journalismus". die ganze unmöglichkeit schon gleich in dicken lettern vorausgeschickt. und dann noch "kontrollieren durch fakten". eieiei... aber irgendwie schafft er es dann doch, zum abschnitt zu gelangen:
Ende der Professionalität
Wenn aus der Trennung von Information und Werbung das Tabu wird, über sich selbst zu reden, trägt das zur Verdunkelung des Mediengeschehens bei; wenn aus der Trennung von Information und Fiktion die Aussperrung der literarischen Phantasie aus dem Journalismus folgt, dann bleibt vieles, was jenseits der Fakten nicht recherchierbar ist, vom gesellschaftlichen Gespräch ausgeschlossen; und wenn die Trennung von Information und Meinung zur Begründung dient, warum Journalisten ihre Ansichten unterdrücken müssen, dann beschneidet das nicht nur ein Menschenrecht, sondern schliesst wiederum schwer recherchierbare Vorgänge sowie Antriebskräfte der journalistischen Tätigkeit selbst vom öffentlichen Diskurs aus. Überdehnung und Dogmatisierung machen aus den Trennungsgrundsätzen Kommunikationsbarrieren.
keine ahnung, wie er das mit diesen wörtern auch bloss schaffen konnte.

die ganze begegnung mit dem nahost-korrespondent und neo-blogger als video | als podcast | direkt zum blog: http://www.andremarty.com/ | viele links in der vorbereitung auf die begegnung mit andré | viele links zum thema journalismus (ich führe ja den streit zwischen bloggenden und journalistenden leidenschaftlich gerne, weil der streit sensationell produktiv ist ;-) | immer wieder: prof. dr. christoph neuberger in: "journalismus" 2/2008, s. 51
"wir wissen aus der forschung, dass journalisten ein starkes ingroup-verständnis haben und ein relativ vages und tendenziell eher negatives publikumsbild. unter den bedingungen von presse und rundfunk konnten sie sich bequem darin einrichten, dass sie kaum kontakt mit denen hatten (...). dieses rollenverständnis des verkünders war zwar schon im schwinden begriffen, aber durch das internet hat sich das noch einmal beschleunigt."
das feedback der werber (von t-com) an die journalisten. 10-uhr nachrichten vom 26.03.2008
nachtrag. merkte später, dass ich doch etwas zu schnell war...: hier gehts weiter!