
mit welchen vorgeworfenen oder behaupteten tricks spreeblick.com es an DIE spitze der deutschsprachigen blogs geschafft hat. egal. ich gehe davon aus:a) in erster linie durch toll gesammelte hinweise, eine gute zusammenarbeit von einigen freunden in rWorld und werktätige, fleissige konstanz.
b) danach ist nötig, dass die aktuellen massenmedien sinnvoll berichten. das bedingt, dass das "angebot" den zu fischenden fischen in der spree gefallen muss. (ein ganz eigenes problem!) und dann kommen bei vielen hits viele hits dazu. (ganz getreu einem völlig falsch zitierten zitat aus der bibel.
c) wie aber hits und klicks zu wege kommen, wie statistiken entstehen... also... jonny selbst hat so und so zum thema geschrieben... (danke für die hinweise, jonny)
nungut: also... als schweizernder stehe ich wohl aus *genetischen* gründen nicht auf massen... und himmel: wenn nicht einmal mehr die deutschsprachigen menschen das progamm der dikatur der massen kritisieren, wer dann? wie auch immer: | hier ein paar huch!top-sammlungen: german top50 | top business blogs | blognation | frauen an die macht | etc.: die suche nach "top" ist eine referenz an die aktuelle aktualität. mehr ist nötig. befreit endlich diesen williÄh:rainer! | lustig wäre allemal: hier noch einige hinweise aufzusaugen: technorati-boycott eines technikers aus japan
aber für solche kritik hats selten platz. die vorstellungen die wir uns über DIE blogs machen sind falsch. aber das ist noch schlechter fürs geschäft. spreeblick.com will COMmerziell funktionieren. (das ist nix böses. im gegenteil!) und sie zeigen, in welche richtung sie denken, es gehen wird: es muss ähnlicher werden wie das, was die professionellen journalisten schon heute (teilweise sehr gut) machen. dies findet sich nicht nur im layout des neuen auftritts, an den rubriken und titeln wieder. es geht auch in den aufbau und den inhalt der einzelnen einträge. zum beispiel hier: eine tolle idee, eine wichtige frage und zweifelsohne hat jonny auch die direkten kontakt. aber am ende des eintrags steht dann:Ich kann mir in diesem Zusammenhang zwar vorstellen, dass Teile der Einnahmen durch „Spiegel Wissen“ auch an die Wikipedia gehen – bisher konnte ich zu diesem Thema jedoch keine Informationen finden.solche einträge - entschuldigung: "artikel" - wird sogar mein mütterchen verstehen. gemeinsames, lautes grübeln. und wenn spreeblick solches tun will, dann wird es nicht lange dauern, bis auf einem toten baum die definition für DIE blogs lauten wird: jetzt haben wir es begriffen: "gemeinsam laut grübeln". es bleibt also langweilig. und ob dies der weg ist, welcher zu kommerziellem erfolg führen wird? - ich bleibe skeptisch. vielleicht nicht nur für jonny. aber alle, welche nach spreeblick kommen...
Und so bleibt dieser Artikel vorerst das Angebot einer Diskussion und des gemeinsamen lauten Grübelns.
blog: eintrag zu re:publica 08 | radio: unsere berichte von der ersten re:publica | die 99 namen von rebell.tv
NACHTRAG: jajaja... okokok.. also... ähm... vielleicht müsste ich hier differenzierter kommentieren. wie auch immer. mir ist eigentlich bloss aufgefallen:
- mir scheint, das design gehe in richtung das, was wir schon kennen und nicht in richtung das blog-spezifischere herauszuarbeiten...
- und weil ich mitbekommen habe, wie sehr jene, welche ich um spreeblick.com herum vermute, an kommerzialisierung denken (auf der suche nach der kritischen masse, etc.), habe ich diesen umbau dahingehend interpretiert...
- geld ist dort, wo es einfacher, nachvollziehbarer, verständlicher, pädagogisch aufgearbeiteter, zugänglicher, tiefergehängt etc. etc. etc. ist.
- egal. hatte schon vorher keine lust, ein huch!differenzierte site-kritik zu schreiben. darum: schluss jetzt!
- und damit keine missverständnisse entstehen: ich finde freilich eindrücklich, was spreeblick täglich jagt und sammelt... vergl. auch podcast mit tanja






Kommentare
Ob das aber etwas an unseren Artikeln ändert? Das ist zumindest nicht der Plan. Ich glaube, wir ändern uns andauernd, sei es durch höhere Leserzahlen, sei es durch die "normale" Weiterentwicklung der einzelnen Autoren – wäre ja auch nicht schön, wenn man noch so schreiben würde wie vor fünf Jahren. Aber den Masterplan für anderen Inhalt oder so gibt es nicht.
Ob's "besser" oder "schlechter" oder langweilig ist oder wird, werden wir alle sehen. Dass wir uns Mühe geben, nicht anzuöden, ist aber hoffentlich klar. :)