12.7.2007 muezzin-rufe in st. gallen, zureich und einsiedeln?
ich bin spontan nicht begeistert von dieser kunst. (wäre das nötig? - egal:) als gläubiger muslime würde ich nicht wollen, dass der gebetsruf von einer christlichen kirche gerufen wird. als gläubiger christ würde ich nicht wollen, dass die umkehr zu allah von meinem turm gerufen wird. den panikern unter den menschen, wird der vermeintliche horror hörbar. den wirklichwirklichen liberalen löst es auch keine ungestühmen gefühle aus. ob das alles so humorig ist, wie der künstler (den 20min-leuten soll er namentlich bekannt sein. huhu!) es erwartet?!?
und: planen die muslime in der schweiz, den gebetsruf ertönen zu lassen? - davon habe ich noch nie was gehört. wie gesagt: mir scheint, da macht ein künstler pr in eigener sache. in einem zu wertvollen umfeld... aber... ähm... weiss nicht, ob ich mir auf diesem weg eine meinung bilden kann... aber ich weiss jemand, welcher weitere kriterien haben könnte. bashar, hörst du mich?






Kommentare
aber eben: es soll um eine analyse darüber gehen, was hier genau passiert. dafür sind wir auf diesem kanal und tauschen uns aus, oder?! :)
aus folgenden zwei gründen finde ich spontan diese arbeit sehr wichtig:
1. dieses audio-graffiti bringt zusammen, was (wahrscheinlich?!) zusammen gedacht werden muss: es sind beides türme von gotteshäusern; wovon der eine üblicherweise glocken und der andere einen «menschen» rufen lässt. dadurch wird das gegeneinander ausspielen aufgehoben (finde ich...; für andere wird es vielleicht verstärkt...;)
2. alleine die simplen 20min.-artikel machen bereits vieles sichtbar: die info-chefin der stadtpolizei bern vermutete allen ernstes, dass hinter dieser aktion «islamisten ..., die provozieren wollten» stecken. eine touristin in st. gallen fragte, ob das in dieser stadt üblich sei, und ein jungendlicher erahnt bereits den fake. und sowieso: die angst vor dem sich ausbreitenden islamismus ist gross (oke..., um dies festzustellen, hätten wir auch die minarett-initiative abwarten können...; ABER: bis dahin sollten noch viele diskussionen geführt werden, denn nachher ist es definitiv zu spät)
Ein bisschen zu dilletantisch waren mir die Polizisten dann schon, siehe:
http://nanina.nzzcampus.ch/lebensstil-liebesleben/muezzin-auf-dem-grossmuenster.html
Aber wie die New Yorkerin meinte: "Chanting instead of bombs - that's great!"