NACHTRAG: danke, politik.de | früher: "adam soboczynski: Das Netz als Feind" | später: viele weitere links zum blog-bashing des feuilleton in german-speaking part of europe | rückschau: wie die us-medien im 2005 auf die vlog-szene geschaut haben: überschwänglich!bin mich noch immer (oder schon wieder) am ärgern. über jenen artikel. das netz als feind. nach "adam soboczynski" gesucht, finde ich: "Das Chamäleon ist sein Wappentier, Machiavelli sein Pate." sein kleist-buch soll klasse sein, weiss sri. und jetzt?
zeitunglesen kann für einen einigermassen interessierten menschen ebenfalls eine arge intellektuelle beleidigung sein. die dümmliche repetition von hass auf kinder, hass auf den iran, hass auf nordkorea (gestern den ganzen tag. anhand einer meldung über einen (angeblichen!) zweiten atomtest. (als wüsste nicht jedes kind, dass es auf der welt ebene bloss zwei varianten gibt, ernst genommen zu werden: viel geld oder die atombombe zu haben. wer ersteres nicht hat, hat bloss noch eine variante. ist das alles so kompliziert?)... aber da steigen die huch!intellektuellen journalisten in das von ihnen schon vorher gewusste gruselinternet und finden dort - staun! - grauslige kommentare. (und sogar der intellektuellste der ch-bundesräte mault laut über die bei ihm abgesetzten kommentare... wie ging der biblische spruch? vom balken und splitter vor und im auge? oder jener song: wohl ebenfalls aus christethischen kreisen: "If you point your finger at someone, remember there are three more pointing at you!" plus: ein finger schiesst meistens auch noch irgendwo ins kraus ;-) ... und dann wird geprügelt.
eine üble form, intellektueller unredlichkeit.
redeten sie doch gescheiter über ihr managment. ihr gewinngeiles. ihre gratiszeitungen erfindendes, niveauvernichtendes kollegentum. um die implodierende besitzstandwahrung für den berufsstand des intellektuellen journalisten zu beschreiben, muss weder auf HTML, telefonkabel oder computer eingehauen werden. auch nicht auf die anwender und abfüller von kostenlos zur verfügung gestellter CMS (von wem eigentlich?) und von lauthals beworbenen "bürgerjournalistischen" erfindungen (von wem eigentlich?)
oder sollen wir freundlicher denken? schlagen die intellektuellen schurnalisten bloss den sack so hart, damit dieser den esel haut?alle sind sie in panik. (vergl. liste: "stress total") aber die übelsten sind die feuilleton-journalisten, welche übers internet schreiben. sie nutzen ihre ungebrochene meinungsführerschaft und sind blind gegen die üblen umstellungen der prioritäten in den eigenen institutionen. das erinnert an die tiefsinnigschwarz angezogenen architekten. auch jener beruf kann sich einen intellektuellen habitus bewahren. aber wenn du durch die gegend fährst, siehst du kaum ein haus, welches dein kopf, hand und herz zu erfreuen vermag.







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