
die links zu den "10-uhr nachrichten" von heute:
maggie tapert ist eine in fachkreisen angesehene therapeutin. aber was solls: wenn eine gratis-zeitung schlagzeilen braucht, damit sich eine nächste politische partei profilieren kann.... da kann auf sensibilitäten keine rücksicht genommen werden. wir wissen:
konstruktion massenmedialer kommunikation:wo sex massenmedial eingesetzt wird, läuft ein deal. es fliesst geld. jenseits von "nachrichten", "informationen", "kommentaren". jenseits von allem, was in den huch!fachbüchern des profanen handwerks des journalismus an ehrenwertem aufgeschrieben wird: hier wirds handgreiflich.
sex sells
dekonstruktion massenmedialer kommunikation:
sex smells
ein gratis-blatt lebt "totale ökonomisierung" als "pilot- und impulsprojekt" vor. wenn nur noch werbekunden kunden sind, muss dann nicht damit gerechnet werden, dass hinter und zwischen jeder einzelnen zeile ein gewinnziel hockt? und weil nicht nur geld in kapitaler form gedacht werden kann, sondern auch das schlechte gewissen - so der vorschlag von heute morgen! - dass 20min politischen parteien sehr gezielt profilierungspotenziale baut.
profilierungsgeile profilieren sich am geilsten mit profilierungsgeilen.und bei so viel gesabber, ist es am folgerichtigsten, wenn sexualität verteufelt wird. der kreis schliesst sich. jetzt müsste die these versucht werden, dass in diesem moment die kuratorische tätigkeit des cabaretvoltaire.ch ihr ganzes können entfaltet:
herstellung von evidenz, das können alle. das ist noch keine kunst. die evidenzkritik zur darstellung bringen, DAS ist kunst, würde der ehrendoktor der eth zürich, prof. dr. dr. bazon brock, von wuppertal-suprTal her dozieren.präzis darum ist das cabaret voltaire ganz zu recht zu DEM "place to be" in der aktuellen kunstszene im deutschsprachigen geworden. genau darum findet dieses winzige haus mit einem dream-team von zwei gegensätzlichen direktoren zu ihrem geld innerhalb von wochen. im cabaret voltaire kann vielleicht das beobachtet werden, was in der medienszene sich ebenfalls abzeichnet:
aus zeitungsproduzenten werden verleger.
aus museen werden ateliers. (art space)
am konsequentesten geht derzeit museion.it diesen weg. in wenigen wochen eröffnet in bozen ein museum für gegenwartskunst sein neues haus. als wäre das konzept an der spiegelgasse 1 in zürich abgekupfert worden. (wir werden weiterhin von der eröffnung in bozen berichten!) (vergl. auch: "artist run space", für hinweise auf links, welchen diesen trend präziser beschreiben bin ich dankbar ;-) jetzt muss bloss noch die trägerschaft des vereins - professionelle kunstverwalter! - auf die höhe ihrer eigenen profession gebeamt werden. heute morgen in einem update von 20min:
«Dieses Casting darf nicht stattfinden», stellt Hoby klar. Es habe nichts mit dem Programm des Cabaret Voltaire zu tun und schade dem Ansehen des Hauses.falls dieses zitat richtig ist, wird es zeit, dass die alt68er an ihre alten fähigkeiten erinnert werden. zur erinnerung: die tipps von roger schawinski. ob der herr stadtpräsident sich von seinem alten freund beraten lässt? - aber vermutlich ist ja die konstruktion "hoby/magnaguagno vs. meier/notz" auch bloss teil jener inszenierung, welche das haus so attraktiv für massenmediale projektionen macht... | weitere links: netzeitung: auch unbezahlte schleichwerbung ist verboten | 20min






Kommentare
noch verstehen ???
Da setzte man in letzter Zeit immer mehr religiöse Metaphern und sogar auf Satanismus mit Marilyn Manson.
Und jetzt versucht man dort mir Pornographie eine Quote für das Cabaret Voltaire zu erreichen ?
Quotengeil, Quotengeil, Quotengeil ?
Wer ist schuldig - wegen den Irrungen und Verwirrungen der neuen alten Dada-Bewegung - Philipp Meier und Stefan SMS Seydel ?
http://facts.ch/articles/728591-cabaret-voltaire-schiesst-hoby-meier-ab
http://www.kulturblog.ch/2008/04/14/cabaret-voltaire-schiesst-hoby-meier-ab/
Kunst/Museen
14. April 2008
von rb @ 09:20
Cabaret Voltaire: Schiesst Hoby Meier ab?
„Wir können nicht mit einer Direktion zusammenarbeiten, die den Leistungsauftrag nicht erfüllt“, lässt sich der städtische Kulturchef Jean-Pierre Hoby in 20Minuten zitieren. Der Trägerverein wolle „so schnell wie möglich zusammentreten und die nötigen Konsequenzen aus diesem Vorfall [Sex Casting] ziehen“. Was nichts anderes heisst als: Jean-Pierre Hoby möchte den Co-Direktor Philipp Meier loswerden.
Hoby offenbart vor allem seine Machtfantasien, wenn er sich in der Presse darüber beschwert, dass die Direktion des Cabaret Voltaire eigenmächtig gehandelt habe. Offenbar müsste ein künstlerischer Leiter bei jeder Entscheidung Väterchen Hoby um Erlaubnis bitten.
Ein Sex-Casting im Cabaret Voltaire kann man durchaus deplatziert finden. Ein Grund so einzuschreiten, ist das aber nicht, auch wenn 20Minuten genüsslich einen Skandal verkündet. Skandalös ist nur, dass der Kulturbeauftragte einmal mehr in einer solchen Situation einer Institution in den Rücken fällt, anstatt sie zu verteidigen. Das Gebaren Hobys schadet dem Cabaret Voltaire bei der Volksabstimmung mehr als ein Direktor Philipp Meier mit Grafitti-Workshops oder angeblichen Sex-Castings.